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Acht Rennen terminiert! Das ist der neue Formel-1-Plan

Comeback in Österreich, keine Rückkehr nach Hockenheim: Die neue Formel-1-Saison beginnt am ersten Juli-Wochenende in Spielberg.

Das teilte die Königsklasse des Motorsports am Dienstag offiziell mit, als sie die ersten acht Rennen des veränderten Kalenders bestätigte.

Alle acht Rennen finden ohne Zuschauer und unter strengsten Sicherheits- und Hygienemaßnahmen statt.

Los geht es – wie von SPORT1 exklusiv berichtet – am 5. Juli in Österreich. Am 12. Juli wird ein zweites Mal in der Alpenrepublik gefahren. Nur eine Woche später gastiert die Formel 1 in Ungarn. Danach verabschiedet sie sich in eine zweiwöchige Pause.

Am 2. und 9. August steht ein Doppel-Grand-Prix in Silverstone (England) an.

Eine Woche später, am 16. August, wird der Spanien-GP in Barcelona nachgeholt. Es folgen erneut zwei Wochen Pause, dann geht’s beim Belgien-GP am 30. August auf der Ardennenachterbahn in Spa rund. Am 6. September findet der Italien-GP in Monza statt.

Weiter will sich die Formel 1 noch nicht vorwagen.

Trotz der “anhaltend unsicheren internationalen Situation um COVID-19″ hofft die Formel 1, die Details “des umfassenderen Kalenders” in den kommenden Wochen veröffentlichen zu können, wie es in einer Mitteilung hieß. Die Rennserie hofft weiter auf insgesamt 15 bis 18 Rennen, ehe dann spätestens im Dezember der neue Weltmeister feststehen soll.

Eigentlich hätte die Saison am 15. März im australischen Melbourne beginnen sollen, der Auftakt wurde aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Danach wurden die Rennen in den Niederlanden, Monaco und Frankreich gestrichen. Kurzzeitig war auch der Hockenheimring als Ersatz-Ausrichter eines Rennens im Gespräch, im vorläufigen Kalender fehlt die Traditionsrennstrecke nun allerdings.

Der F1-Kalender 2020

  • 03.-05. Juli: Österreich-GP in Spielberg
  • 10.-12. Juli: in Spielberg
  • 17.-19. Juli: Ungarn-GP in Budapest
  • 31. Juli – 2. August: Großbritannien-GP in Silverstone
  • 07.-09. August: in Silverstone
  • 14.-16. August: Spanien-GP in Barcelona 
  • 28.-30. August: Belgien-GP in Spa 
  • 04.-06. September: Italien-GP in Monza

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Narbe der Kindheit: Deshalb klagt Hamilton so scharf an

Von außen wirkt er unverwundbar.

Mit sechs WM-Titeln ist Lewis Hamilton (35) die lebende Ikone seines Sports. Der erfolgreichste Formel-1-Pilot nach Michael Schumacher – und auf dem besten Wege dessen Denkmal niederzureißen.

Doch im Innern des Megastars der Rennsport-Szene sieht es anders aus: Dort hat der Brite, der mal extrovertiert durch die Mode- und Musikszene tingelt, mal introvertiert tiefgründige Gedanken äußert, viele Narben. 

Hamilton kritisiert F1-Kollegen

Die größte dieser alten Verletzungen offenbart er immer wieder dann, wenn er es für nötig erachtet. So wie jetzt. Angesichts der Diskussionen um Polizeigewalt an der dunkelhäutigen Bevölkerung in den USA nutzt Hamilton seine Popularität für eine Anklage: “Ich sehe diejenigen von Euch, die still bleiben”, schreibt er auf Instagram.

“Einige von Euch sind die größten Stars und bleiben doch still mitten in dieser Ungerechtigkeit. Nicht ein Zeichen von irgendjemandem in meiner Industrie, die natürlich ein von Weißen dominierter Sport ist.” 

In der Diskussion um Rassismus setzt Hamilton den Fuß aufs Gaspedal und drückt es ganz weit runter. 

Ecclestone spricht über Karriereweg

Der Engländer ist zwar der erste dunkelhäutige Pilot der Königsklasse, benachteiligt worden ist er in den höheren Rennklassen aber nie. Im Gegenteil: Hautfarbe und sozialer Hintergrund spornten ihn zu seinen Erfolgen an. Klein-Lewis und sein Vater Anthony wollten der Welt zeigen, dass auch ein Kind aus den Arbeitervierteln des kleinen Städtchens Stevenage es zu etwas bringen kann. Seine Herkunft lehrte ihn zu kämpfen.

Die Königsklasse und McLaren-Mercedes empfingen den Jungen mit Vorfahren von der Insel Grenada 2007 auch deshalb mit offenen Armen. “Wir brauchen einen Deutschen, einen Schwarzen und eine Frau”, hatte Ex-Chefvermarkter Bernie Ecclestone einst bekannt und damit auch für Hamiltons Mega-Karriere den Weg geebnet.

Klar ist: Hamiltons größte Narbe stammt nicht aus der Formel 1, sondern aus seiner Kindheit. “Wir waren die schmuddelige schwarze Familie mit beschissenem Equipment, beschissenem Auto und einem beschissenen Anhänger”, hat der amtierende Champion seine Vergangenheit einst beschrieben.

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Hamilton erlebte Rassismus

Mütter und Väter der Konkurrenz wollten die Hamiltons sogar aus der Szene drängen. “Es kamen Eltern zu mir, die mir sagten: ‘Du bist nicht gut genug. Du solltest lieber aufhören.‘” Seine Antwort damals: “Ich habe gerade euren Sohn geschlagen, also wovon redet ihr eigentlich?”

Auch in der Schule litt der Anhänger von Martin Luther King unter Diskriminierung: “Ich erinnere mich daran, bei meinem Vater auf der Autorückbank gesessen und gesagt zu haben: Kann ich Karate lernen? Ich wurde gemobbt und hasste es. Deshalb habe ich es gelernt, mich zu verteidigen.”

Es ist eine Wunde, die immer mal wieder aufbricht. Zum Beispiel 2011. Da stellte sich der damalige McLaren-Star selbst ins Abseits, als er auf eine Serie von gerechtfertigten Strafen mit der ungerechtfertigten Anschuldigung reagierte: “Vielleicht ist das so, weil ich schwarz bin.” Später entschuldigte er sich dafür. 

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Narbe aus Kindheit schmerzt

Mittlerweile geht Hamilton mit seiner karibischen Abstammung souverän um. “Als ich in die Formel 1 kam, versuchte ich zu ignorieren, dass ich der erste Schwarze war, der je in diesem Sport fuhr”, erzählt er: “Aber als ich älter wurde, habe ich die Auswirkungen zu schätzen gelernt. Es ist ein ziemlich cooles Gefühl, die Person zu sein, die eine Mauer niederreißt. So wie es die Williams-Schwestern im Tennis taten oder Tiger Woods beim Golf.”

Die Mauern niederreißen – das ist jetzt nicht sein Ziel. Er stehe nicht auf der Seite derer, die plündern und Gebäude anzünden, aber zu denen, die friedlich protestieren. ”Es kann keinen Frieden geben, bis die so genannten Führer es ändern”, so Hamilton. “Wir werden nicht mit Rassismus und Hass in unseren Herzen geboren. Es wird gelehrt, von denen, zu denen wir aufschauen.”

Ein Satz, bei dem der Mann mit den vielen Narben in seinem Innern aber auch weiß: Er ist so ein Idol, zu dem viele junge Sportler aufschauen. Und auch er kann mit seinen Aussagen die Welt ein wenig besser machen.

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Trotz Corona: Veranstalter plant F1-Rennen mit Fans

Die Veranstalter des Großen Preises von Brasilien gehen einem Medienbericht zufolge von einem Formel-1-Wochenende in Sao Paulo im November trotz der Coronavirus-Pandemie mit Zuschauern aus.

Dem Wirtschaftsmagazins Forbes sagte Cheforganisator Tamas Rohonyi, dass die Vorbereitungen nach Plan verlaufen würden und “wir sind sicher, dass der berühmte Kurs in Interlagos wieder Ort eines faszinierenden Rennens sein wird”.

Der Grand Prix werde unter den vertraglich vereinbarten Bedingungen durchgeführt. “Wir erwarten die Bestätigung des Datums im November von der FIA, damit wir wie die anderen Übersee-Rennen die Tickets zum Verkauf frei geben können.”

Im ursprünglichen Kalender war der Grand Prix für den 15. November angesetzt.

Sao Paulo von Pandemie stark betroffen

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Brasilien stieg zuletzt weiter an.

Sao Paulo ist von der Pandemie ebenfalls stark betroffen. Der Gouverneur João Doria des gleichnamigen Bundesstaates hatte jüngst zwar die Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens verlängert, aber auch eine schrittweise Öffnung der Wirtschaft angekündigt.

Die Formel 1 will Anfang Juli in Österreich ohne Zuschauer in die Saison starten, einen neuen Rennkalender gibt es noch nicht, er wird aber in dieser Woche erwartet. Die ersten zehn Rennen der Saison hatten wegen der Corona-Krise abgesagt oder verschoben werden müssen.

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England gibt grünes Licht für Rennen in Silverstone

Die Formel 1 hat für den Neuaufbau ihrer Saison wohl auch grünes Licht aus Großbritannien erhalten.

Wie die BBC am späten Sonntagabend berichtete, hat die Regierung ihre Zustimmung zur Durchführung von zwei Rennen in Silverstone gegeben. Demnach soll die Königsklasse des Motorsports von den strengen Einreisebeschränkungen im Zuge der Coronakrise befreit werden.

Damit müssten die Teammitglieder, Fahrer und weitere Personen nicht in die eigentlich vorgeschriebene, zweiwöchige Quarantäne gehen.

Grünes Licht für Spielberg

“Wir begrüßen die Anstrengungen der Regierung, sicherzustellen, dass Spitzensport weitergehen kann und auch ihre Unterstützung für die Rückkehr des Rennsports”, wird ein Sprecher der Formel 1 zitiert. Die Ausnahmeregelung sollen auch für etwaige Spiele der Champions League im Fußball gelten. Eine offizielle Bestätigung der Regierung steht noch aus.

Zuletzt hatte bereits die österreichische Regierung grünes Licht für die Austragung von zwei Rennen am 5. und 12. Juli gegeben. Am Red Bull Ring in Spielberg soll die Saison dann mit fast viermonatiger Verspätung beginnen. Ursprünglich war der Saisonstart für den 15. März im australischen Melbourne vorgesehen. Seither wurden die ersten zehn Saisonrennen gestrichen oder verschoben. 

Die Rennen in England auf der Traditionsstrecke in Silverstone könnten Anfang August über die Bühne gehen, zuvor sehen die Pläne noch ein Rennen in Ungarn vor. Einen detaillierten Kalender gibt es noch nicht, jedoch sollen bis Anfang September insgesamt acht Rennen in Europa ausgetragen werden. Auch der Hockenheimring gilt als möglicher Kandidat.

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Massa lobt neue Ferrari-Strategie

Ferrari geht traditionell mit großen Namen an den Start.

Mit der Verpflichtung von Carlos Sainz als Nachfolger von Sebastian Vettel bricht die Scuderia offensichtlich erneut diese langjährige Linie. 2019 verpflichtete das Team bereits mit Charles Leclerc einen talentierten Fahrer, der allerdings erst zum WM-Favoriten reifen muss.

Dem ehemaligen Ferrari-Piloten Felipe Massa gefällt die neue Strategie der Scuderia, auch wenn er sich überrascht zeigte, dass Sainz vor dem gestandenen Grand-Prix-Sieger Daniel Ricciardo den Vorzug erhielt. 

“Das ist schön zu sehen”, sagte der elfmalige Grand-Prix-Gewinner bei Sky-Sports. “Das Positive ist, dass Ferrari nicht mehr nur Fahrer holt, die bei anderen Topteams Rennen gewonnen haben, sondern dass sie anfangen, an andere talentierte Fahrer zu glauben”, meinte der Vize-Weltmeister von 2008. 

Massa traut Sainz und Leclerc viel zu

Massa kam 2006 als Nachfolger von Rubens Barrichello in das Ferrari-Cockpit und fuhr an der Seite von Michael Schumacher. Der ehemalige Sauber/Williams-Fahrer galt damals wie Sainz nicht als Top-Mann im Formel-1-Zyklus. 

Die Verpflichtung von Sainz hält der Brasilianer für die richtige Entscheidung. ”Er hat die Erfahrung und die Kapazität, Ferrari das zu geben, was das Team braucht”

Viel Zeit habe der Spanier allerdings nicht, sein Talent auf den Asphalt zu bringen, ergänzte er: “Carlos (Sainz; Anm. d. Red.) muss jetzt zeigen, was er kann. Davon hängt jetzt alles ab”.

Teamkollege Leclerc überzeugte den 39-Jährigen bereits nach seinem ersten Jahr bei den Italienern. “Charles ist definitiv ein potenzieller Weltmeister der Zukunft. Vielleicht sogar der Gegenwart.”

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Formel 1 erhält Grünes Licht für Saisonstart

Die Formel 1 ist bereit für ihren Neuanfang.

Die Königsklasse des Motorsports darf nach mehrmonatiger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie Anfang Juli in Österreich starten.

Wie das Gesundheitsministerium nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA bestätigte, erfülle das für die beiden Rennen am 5. und 12. Juli vom Veranstalter vorgelegte Gesundheitskonzept die aktuellen Erfordernisse. Die beiden Rennen in Spielberg wären der Auftakt in die Saison 2020.

“Für das Gesundheitsministerium erfüllt das Konzept, nach detaillierter Überprüfung durch die FachexpertInnen des Hauses, die Anforderungen zur Unterbindung der Ausbreitung des Coronavirus”, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober: “Das Konzept sieht neben strengen Hygienemaßnahmen auch regelmäßige Testungen und Gesundheitschecks für die Teams und alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein konkretes medizinisches Konzept vor.”

Strenges Hygienekonzept in der Formel 1

Das Gesundheitsgutachten für den Doppel-Grand-Prix sieht unter anderem vor, dass sich Piloten und Formel-1-Personal vor der Einreise nach Österreich testen lassen. Zudem soll die Zahl der Mitarbeiter an der Strecke auf ein Minimum reduziert werden. Bei den Rennen in Österreich sollen laut Veranstalter höchstens 2000 Personen dem Tross der Rennserie angehören. Weitere Maßnahmen wie die Unterbringung von Teams in getrennten Hotels sind vorgesehen.

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Nach den beiden Spielberg-Rennen würde in Budapest am 19. Juli das dritte Rennen in drei Wochen starten. Von dort ginge es weiter nach Silverstone zu den Rennen am 2. und 9. August, am 16. August würde der Große Preis im heißen Spanien nachgeholt, zwei Wochen später der Klassiker im belgischen Spa-Francorchamps steigen und wiederum eine Woche später der Große Preis von Italien folgen. Dies sieht ein Notkalender vor.

Zählt Hockenheim zum Notkalender?

Danach würde eine Übersee-Reise beginnen – oder womöglich doch ein Abstecher nach Deutschland. Der Hockenheimring fehlte jedoch in einem Entwurf. Das Finale der Formel 1 soll im Dezember traditionell in Abu Dhabi ausgetragen werden.

Die Formel 1 wollte eigentlich am 15. März mit dem Grand Prix von Australien in Melbourne in die Saison starten. Das Coronavirus bremste jedoch auch die Rennserie aus. Es wurden dann alle Rennen bis Ende Juni abgesagt oder verschoben. Die Formel-1-Bosse hoffen auf mindestens 15 Große Preise in diesem Jahr.

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Wolffs Aufstieg ist Vettels große Mercedes-Chance

Die Gemengelage rund um Mercedes und die weitere Ausrichtung des Weltkonzerns in der Formel 1 ist derzeit sehr undurchsichtig. Daher wird auch Sebastian Vettel das Geschehen ganz genau verfolgen, könnte seine persönliche Formel-1-Zukunft doch davon abhängen.

Von Konzernseite wird bestätigt, dass an einen Ausstieg aus der Formel 1 nicht gedacht wird. Wie der Verbleib in der Königsklasse aber in naher Zukunft aussehen wird, darüber gibt es derzeit nur viele Spekulationen. Ob als Mehrheitsanteilseigner von Aston Martin, das die Rolle des Mercedes-Werksteams übernehmen könnte? Oder in der jetzigen Form als hauseigenes Werksteam? Wer weiß.

Die Coronakrise hat auch den Stern voll erwischt. Der Aktienwert ist in den Keller gerauscht, die Absatzzahlen ebenso. Drohen Massenentlassungen, macht sich ein sündhaft teures Engagement im Motorsport nicht gut und würde hausintern für gewaltigen Zündstoff sorgen.

Als Techniklieferant und Anteilseigner einen Fuß drin zu behalten, ergibt da durchaus Sinn. Will Toto Wolff dann unter diesen Rahmenbedingungen seine Rolle behalten?

Fakt ist: Er konnte in den vergangenen Jahren aus dem Vollen schöpfen, die Sieges- und Titelserien haben einen Standard-Erfolgsanspruch kreiert, der unter veränderten Rahmenbedingungen wohl nicht mehr in dieser Form zu halten sein wird.

Wolff prägte das Mercedes-Überteam

Die aktuelle Aussage eines Unternehmenssprechers laut dpa, dass Wolff über das Ende der Saison 2020 hinaus Teamchef bleiben wird, ist überraschend. Wolffs Vertrag läuft Ende der Saison aus. Er macht den Job schon etliche Jahre – was hat er zu gewinnen?

Er ist der Mastermind der Mercedes-Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre in der Formel 1. Ein Verlust der Dominanz, das Backen kleinerer Brötchen, kann nicht sein Ziel sein. Unter veränderten Voraussetzungen etwas Neues zu schaffen, kann aber durchaus auch einen eigenen Reiz und Charme haben.

Toto Wolff ist ein klar strukturiert denkender, sehr intelligenter Manager mit der Fähigkeit, Entwicklungen vorherzusehen und die entsprechenden Entscheidungen dafür zu treffen. Sieht er auch für die Zukunft eine erfolgversprechende Basis für ein wie auch immer geartetes Team, das er führen soll, ist ein Verbleib vorstellbar.

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Nach SPORT1-Informationen ist eine Rolle als eine Art Supervisor angedacht. Aktuell gehören Wolff 30 Prozent des Werksteams. Gemeinsam mit seinem Freund, dem kanadischen Millionär Lawrence Stroll, könnte der Österreicher noch mehr Anteile vom Daimler-Konzern übernehmen und damit faktisch der Eigentümer des Formel-1-Teams werden. An diesem Punkt wird es für Sebastian Vettel interessant.

Vettel und Wolff mit Sympathien

Für Vettels Ambitionen, bei Mercedes unterzukommen, ist die momentane Lage sicher nicht förderlich. Erst wenn die Entscheidung über die Zukunft von Mercedes in der Formel 1 vom Vorstand abgesegnet wird, ist absehbar, wohin das Schiff segelt.

Ob es dann an Bord eine Verwendung für den viermaligen Weltmeister gibt, bleibt abzuwarten. Dass Wolff Sympathien für Vettel hegt, ist kein Geheimnis. Immerhin äußerte er sich in den vergangenen Wochen immer wieder positiv über den viermaligen Weltmeister.

“Beim Blick in die Zukunft sind wir natürlich zunächst einmal unseren derzeitigen Fahrern gegenüber zu Loyalität verpflichtet. Aber kein gutes Team wird es einfach ignorieren, wenn ein viermaliger Weltmeister plötzlich auf dem Transfermarkt auftaucht”, sagte Wolff der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

So könnte Vettel im Mercedes landen

Im ORF legte der 48-Jährige noch mal nach: “Für uns stellt sich die Frage, was wir mit George Russell machen. Das ist eine Option. Dann kommt auch eine Sebastian-Vettel-Variante dazu.” Dazu wäre Vettels Gehalt mit Aston Martin und den Stroll-Millionen im Rücken zu stemmen. Auch für Mercedes wäre ein solcher Deal in Coronazeiten dann kein Imageverlust.

Der Bedeutung eines deutschen Topfahrers in einem deutschen Cockpit ist sich der Österreicher bewusst. “Aus deutscher Sicht wäre das eine tolle Sache”, ließ er sich bereits kurz nach Vettels Ankündigung, Ferrari nach dieser Saison verlassen zu wollen, entlocken. Als Boss könnte Wolff den Deal durchsetzen.

Dennoch ist bisher nur eines sicher: Vettel hat das nicht selbst im Griff.

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Williams steht zum Verkauf – Niedergang eines Formel-1-Giganten

Der Aufstieg und Fall von Williams zum Durchklicken:

Eine Formel 1 ohne Williams? Eigentlich undenkbar.

Seit 1977 ist der britische Rennstall Teil der Motorsport-Königklasse – und das über viele Jahre äußerst erfolgreich. Doch seit einiger Zeit kann Williams nicht mehr überzeugen und schwächelt sportlich und finanziell an allen Ecken und Enden.

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Ende Mai gab das Unternehmen in Frankfurt/Main nun bekannt, dass es wegen erheblicher finanzieller Verluste zum Verkauf stehe – sogar ein Komplettverkauf ist möglich. Es wäre das traurige Ende eines ehemaligen Weltmeisterteams.

SPORT1 zeigt Aufstieg und Niedergang eines Formel-1-Giganten.

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So genervt war Massa von seinem Ferrari-Dienstwagen

Zwischen 2006 und 2013 fuhr Felipe Massa in der Formel 1 für Ferrari – mit all seinen Vor- und Nachteilen.

So stellte ihm die Scuderia selbstverständlich auch einige Firmenwägen, zu denen Massa aber eine zwiespältige Beziehung aufbaute.

“Manchmal hast du ja keinen echten Ferrari, sondern einen FIAT oder Alfa Romeo. Du hast nicht die ganze Zeit einen Ferrari”, sagte Massa bei Sky Sports. “Und selbst wenn: Da hast du einen Ferrari zum Fahren, aber dann passt deine Familie nicht rein!”

Der 39-Jährige ist mit dem brasilianischen Model Anna Raffaela Bassi verheiratet, das Paar hat einen gemeinsamen Sohn. In den Sportwagen Ferraris hatte nicht immer die gesamte Familie Platz.

Massa: “Du bist Teil einer Religion”

Auch die Arbeit bei Ferrari sei sehr speziell gewesen. “Die Arbeit ist in jedem Topteam sehr ähnlich, aber Ferrari ist eine Religion. Du kommst ins Team und spürst, dass du Teil von etwas bist, was ganz anders ist als alles, was du davor gekannt hast. Die Menschen lieben dich mehr, sie reden über dich. Gut und schlecht. Das bedeutet mehr Druck. Du bist Teil einer Religion.”

So sei der Druck, gewinnen zu müssen, um ein Vielfaches höher als anderswo gewesen. Und falls ein Sieg gelänge, würde der Druck noch weiter steigen, weil alle Fans weitere Siege erwarten würden.

Auch durch die Medien werde eine gewaltige Erwartungshaltung aufgebaut. “Aus irgendeinem Grund interessieren sich die Medien mehr für Ferrari. Und nicht nur die Medien, sondern auch die Fans. Die Erwartungshaltung ist riesig. Und bei Ferrari ist alles anders, auf gute wie auf schlechte Art. Aber es ist etwas Besonderes. Wirklich!”

Massa wird auch bei Williams bejubelt

Dennoch fühlt sich der Vizeweltmeister von 2008 in der Ferrari-Familie wohl, auch nach seinem Wechsel zu Williams 2014 sei er von den italienischen Fans nach seinen Podestplätzen in Monza weiter bejubelt worden. 

“Auch wenn du längst für ein anderes Team fährst: Ferrari-Fahrer bleibst du dein Leben lang. Das ist einfach anders als bei anderen Teams”, schwärmte Massa.

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Der Brasilianer fährt mittlerweile in der Formel E, ist aber der Königsklasse weiter verbunden. Zuletzt erklärte er nach dem Abgang von Sebastian Vettel bei Ferrari, dass dessen Zeit bei der Scuderia nicht als Misserfolg zu sehen sei.

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Ricciardo bestätigt Gespräche mit Ferrari

Daniel Ricciardo wechselt in der kommenden Saison von Renault zu McLaren.

Beim britischen Rennstall übernimmt er das Cockpit von Carlos Sainz, der wiederum zu Ferrari geht. Lange wurde spekuliert, wer wohl die Nachfolge von Sebastian Vettel bei der Scuderia übernehmen würde – Sainz oder Ricciardo.

Das die Wahl am Ende auf den Spanier fiel, überrascht nicht wirklich. Nun bestätigte Ricciardo aber gegenüber CNN, dass auch er tatsächlich Gespräche mit Ferrari geführt habe.

“Es gab bereits vor einigen Jahren diese Gespräche, und die haben sich bis heute hingezogen. Das möchte ich nicht bestreiten, aber es ist offensichtlich nichts daraus geworden”, sagte der 30-Jährige.

Ricciardo über Ferrari-Entscheidung

Dass sich die Scuderia am Ende doch für Sainz entschied, versuche Ricciardo “nicht so sehr an mich heranzulassen”. Die Entscheidung könne er nachvollziehen. “Er ist im Moment eine heiße Aktie und passt auch ziemlich gut rein”, so der Australier.

Sein Abschied von Renault nach zwei Jahren habe laut Ricciardo keine bestimmte Ursache. “Es gibt keine Antwort, die schwarz und weiß ist. Es gab nichts, das ich bei McLaren gesehen habe, was dafür gesorgt hat. Und es gab auch nichts bei Renault, wo ich mir dachte, dass ich weiterziehen muss.”

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