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Mercedes-Hammer! Wolff bald kein Teamchef mehr, aber…

Die Zukunft von Mercedes in der Formel 1 wird hinter den Kulissen gerade festgezurrt.

Ein Puzzleteilchen ist dabei gefallen: Wie SPORT1 zusammen mit F1-Insider.com erfuhr, wird Teamchef Toto Wolff nach Ablauf seines Vertrages von seiner operativen Rolle an der Spitze der Werksmannschaft zurücktreten und ins Aufsichtsgremium des Teams wechseln. 

Wer sein Nachfolger wird, steht nach SPORT1-Informationen noch nicht fest. Schon vor kurzem hatte Wolff angedeutet, dass er über seine Rolle im Team nachdenkt: “Da geht’s nicht nur darum, ob ich jetzt meinen Vertrag als Teamchef verlängere, sondern was wir mit dieser gemeinsamen Firma weiter machen.”

Stand jetzt gehören dem Wiener 30 Prozent der Anteile am Mercedes-Werksteam, der Rest ist im Besitz des Daimler-Konzerns. Mercedes hat sich zuletzt immer wieder zur Königsklasse des Motorsports bekannt.

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In keinem Widerspruch dazu: Insider-informationen zufolge soll Wolff gemeinsam mit seinem Freund Lawrence Stroll in Zukunft noch mehr Anteile übernehmen. Das bedeutet auch das Ende des Mercedes-Werksengagements in der jetzigen Form.

Stroll und Wolff bald Mehrheits-Eigner bei Mercedes?

Der kanadische Milliardär Stroll hält seit Anfang des Jahres 25 Prozent der Anteile am britischen Autobauer Aston Martin, an dem auch Wolff beteiligt ist. Eine Personalie vom Dienstag könnte einen möglichen Weg vorzeichnen. Ex-AMG-Chef Tobias Moers wurde offiziell als neuer Chef von Aston Martin verkündet.

Moers gilt als einer der engsten Vertrauten von Daimler-Vorstandschef Ola Källenius. Der Freiburger soll mit Hilfe von Mercedes- und AMG-Technik die britische Traditionsmarke wieder auf Kurs bringen und Ferrari Konkurrenz machen. 

Damit Daimler, denen bislang fünf Prozent an der englischen Traditionsmarke gehören, seine Anteile an Aston Martin aufstocken kann, könnte ein Tauschgeschäft ins Spiel kommen. Die Idee, die in der Szene diskutiert wird: Als Gegenwert für Anteile am Formel-1-Team erhält Daimler Strolls Aston Martin-Aktien. Heißt auch: Stroll und Wolff wären dann Mehrheits-Eigner des F1-Teams von Mercedes.

Vorteile für Mercedes

Mercedes könnte so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Als Team-Mehrheitsbesitzer aus der Königsklasse aussteigen und so auch den Corona-bedingten finanziellen Herausforderungen in der Autobranche gerecht werden, ohne Mitarbeiter der Formel-1-Fabrik in Brackley entlassen zu müssen.

Dabei könnte das Team von Stroll sogar als Mercedes-Werksteam weitergeführt werden.

Dazu passen aktuelle Aussagen von Mercedes-Sprechern, wonach es Daimlers “klare Intention sei, als Mercedes-Benz-Werksteam in der Formel 1 weiterzumachen.” Eine konkrete Anfrage von F1-Insider.com zu Wolffs zukünftiger Rolle blieb unbeantwortet.

Budgetobergrenze: Teams müssen sich refinanzieren

Was in dem Fall aus Strolls Formel-1-Team Racing Point (ab 2021 als Aston Martin unterwegs) würde, bleibt unklar. Gut möglich, dass es als B-Team eingesetzt wird. Aber auch eine Verschmelzung mit dem Ex-Mercedes-Werksteam oder ein Verkauf sind denkbar.

Fest steht: Die Teams müssen sich refinanzieren. Die neue Budgetobergenze von 145 Millionen Euro ab 2020 und die Entwicklungen hin zu mehr finanzieller Nachhaltigkeit in der Formel 1 spielen Mercedes, Stroll, Wolff und Aston Martin in die Karten.

Mehr noch: Insider sind der Meinung, dass sich dadurch in Zukunft sogar Geld verdienen lässt – auch mit zwei Teams.

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Bittere Pillen für Verstappen und Deutschland

Es ist Ende Mai und noch immer gibt es keinen vollständigen Formel-1-Kalender für die 2020. Vor der Coronakrise hätte keiner so etwas für möglich gehalten.

Bei einer (virtuellen) Sitzung des FIA-Weltrats wurde nun aber ein Kalenderentwurf abgesegnet, der zumindest die ersten acht Grands Prix definiert. Offiziell soll er am 1. Juni verkündet werden. 

Start in Österreich

Los geht es – wie von SPORT1 exklusiv berichtet – am 5. Juli in Österreich. Am 12. Juli wird ein zweites Mal in der Alpenrepublik gefahren. Nur eine Woche später gastiert die Formel 1 in Ungarn. Danach verabschiedet sie sich in eine zweiwöchige Pause. 

Am 2. und 9. August steht ein Doppel-Grand-Prix in Silverstone (England) an. Die Quarantäne-Richtlinien in Großbritannien gestalten die Einreise der Formel-1-Teams nach England als äußert schwierig.

Hockenheim stünde bereit

Hockenheim bleibt daher als möglicher Ersatz für diese beiden Rennen im Spiel. Realistisch ist ein Rennen hierzulande Stand jetzt aber nicht. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hat die Grands Prix zur Chefsache erklärt. Er will sich persönlich dafür stark machen, dass die Events in Silverstone auch wirklich stattfinden. Dann wäre Hockenheim als Ersatz endgültig raus.

“Wir wären auch bereit, an anderen als den bisher geplanten Terminen einzuspringen”, sagt dazu Hockenheimring-Geschäftsführer Jorn Teske, “aber wir brauchen schnellstmöglich Klarheit.” Man könne den Terminplan des Rings nicht nur auf ein potentielles F1-Rennen ausrichten, so der Tenor.

Planung nur bis zum 6. September

Eine Woche später, am 16. August, wird der Spanien-GP in Barcelona nachgeholt. Es folgen erneut zwei Wochen Pause, dann geht’s beim Belgien-GP am 30. August auf der Ardennenachterbahn in Spa rund. Am 6. September findet der Italien-GP in Monza statt.

Weiter will sich die Formel 1 noch nicht vorwagen. Für die Vergabe des WM-Titels sehen die FIA-Statuten mindestens acht Rennen auf drei verschiedenen Kontinenten vor. Die Formel 1 will aber auch mindestens 15 Rennen austragen, damit die Serienbetreiber und die Teams in den vollen Genuss der TV-Gelder kommen.

Zuschauer und Medien sind bei den ersten acht Rennen nicht erlaubt. Wie die jeweils zweiten Rennen in Spielberg (Europa-GP?) und Silverstone (England-GP?) heißen werden, steht noch nicht fest.

Auch Rennen in Zandvoort abgesagt

In die Röhre gucken auch die niederländischen Fans von Max Verstappen.

Die Rückkehr der Formel 1 nach Zandvoort fällt für dieses Jahr aus. Wie die Organisatoren des “Dutch Grand Prix” am Donnerstag mitteilten, sei das Comeback auf 2021 verschoben worden, da aufgrund der Corona-Pandemie in der Saison 2020 kein Nachholtermin mit Zuschauern möglich sei.

Das Comeback des Dünenkurses, auf dem zuletzt 1985 ein Rennen der Königsklasse stattgefunden hat, war ursprünglich für den 3. Mai geplant gewesen, dieser Termin wurde allerdings schon im März gekippt.

Ersatzlos gestrichen wurden auch die Rennen in Australien, Spanien und Monaco.

Vorläufiger F1-Kalender 2020

  • 05. Juli: Österreich-GP in Spielberg
  • 12. Juli: TBA in Spielberg
  • 19. Juli: Ungarn-GP in Budapest
  • 2. August: Großbritannien-GP in Silverstone
  • 9. August: TBA in Silverstone
  • 16. August: Spanien-GP in Barcelona 
  • 30. August: Belgien-GP in Spa 
  • 6. September: Italien-GP in Monza

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Endgültig: Kein Heimspiel für Volksheld Verstappen

Die Rückkehr der Formel 1 ins niederländische Zandvoort fällt für dieses Jahr aus. Damit muss Max Verstappen auf sein erstes Heimspiel in der Formel 1 weiter warten.

Wie die Organisatoren des “Dutch Grand Prix” am Donnerstag mitteilten, sei das Comeback auf 2021 verschoben worden, da aufgrund der Corona-Pandemie in der Saison 2020 kein Nachholtermin mit Zuschauern möglich sei.

Rückkehr von Zandvoort war im Mai geplant

Das Comeback des Dünenkurses, auf dem zuletzt 1985 ein Rennen der Königsklasse stattgefunden hat, war ursprünglich für den 3. Mai geplant gewesen, dieser Termin wurde allerdings schon im März gekippt. Die Organisatoren bemühten sich um einen Nachholtermin im August, zeigten sich aber schon damals skeptisch.

Die Planungen der Formel 1 sehen vor, dass die Saison 2020 am 5. Juli in Spielberg/Österreich beginnt und in Europa acht Rennen ohne Zuschauer bis Anfang September beinhaltet. Je zweimal soll in Österreich und Großbritannien gefahren werden.

Ersatzlos gestrichen wurden die Rennen in Australien, Spanien, Monaco und den Niederlanden.

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Offiziell! FIA segnet Formel-1-Zukunft ab

Der Weltrat des Motorsport-Weltverbandes FIA hat die von den Formel-1-Teams beschlossene Einführung einer nochmals gesenkten Budgetobergrenze abgesegnet. Dies teilte die FIA am Mittwoch nach einem elektronischem Voting mit.

Nach wochenlangen Diskussionen hatten die Teams der Königsklasse am vergangenen Freitag eine wegweisende Entscheidung im Kampf um ihre Zukunft getroffen.

Die Deckelung beträgt schon ab dem kommenden Jahr 145 Millionen US-Dollar (133 Millionen Euro). In den folgenden Jahren geht es schrittweise weiter. 2022 beträgt das für die Teams verfügbare Budget noch 140 Millionen Dollar und sinkt in der Zeit von 2023 bis 2025 auf 135 Millionen.

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“Die Formel 1 gewinnt heute”, sagte McLaren-Chef Zak Brown: “Dies ist ein entscheidend wichtiger Moment für unseren Sport. Die Formel 1 ist seit einiger Zeit finanziell nicht mehr tragbar, und Untätigkeit hätte die Zukunft der Formel 1 und die ihrer Teilnehmer gefährdet.”

Ferrari gegen zu niedrige Budgetgrenze

Die neue Vereinbarung soll dabei helfen, die Existenz der kleineren Rennställe zu retten, die Chancengleichheit und den Wettbewerb im gesamten Feld zu erhöhen, neue Teams anzulocken und damit insgesamt das Fortbestehen der Formel 1 zu sichern.

Der zuvor angedachte Budgetdeckel für 2021 lag bei noch 175 Millionen Dollar, die Rennställe hinter den großen Drei Mercedes, Ferrari und Red Bull hätten diesen angesichts der Coronakrise gerne auf 100 Millionen gesenkt. Vor allem Ferrari tat sich hier allerdings als lautstarker Gegner hervor, mit dem Kompromiss scheint die Scuderia nun einverstanden.

Weitere Beschlüsse sollen Attraktivität steigern

Neben der Einigung auf die Obergrenze sollen weitere Beschlüsse die Show verbessern: So soll den weniger erfolgreichen Teams künftig verhältnismäßig mehr Zeit zur Entwicklung der Aerodynamik eingeräumt werden, zudem sollen Einheitsteile zur Kostensenkung beitragen.

Eine Angleichung des Niveaus zwischen Spitze, Mittelfeld und Ende des Starterfeldes ist in der Formel 1 dringend notwendig: Seit März 2013 ging jeder Rennsieg an Mercedes, Ferrari oder Red Bull. Damals hatte Kimi Räikkönen im Lotus den Grand Prix von Australien gewonnen.

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Spätestens mit der aktuellen Krise stehen mittlerweile zudem mehrere Teams vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Die Formel 1 hofft, ihre Saison Anfang Juli mit Geisterrennen in Österreich endlich zu starten und so in diesem Jahr zumindest TV-Erlöse einzustreichen.

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Vettel gescheitert? Massa: "Es lag nicht nur an Sebastian…"

Der frühere Ferrari-Pilot Felipe Massa sieht die Zeit von Sebastian Vettel beim italienischen Rennstall nicht als Misserfolg an.

“Man darf nicht vergessen, dass Ferrari die (Konstrukteurs-)Meisterschaft zuletzt 2008 gewonnen hat”, sagte der Brasilianer bei Sky Sports aus Großbritannien. Massa fuhr von 2006 bis 2013 für Ferrari in der Formel 1 und war in seiner Premierensaison Teamkollege von Michael Schumacher.

Der 39-Jährige, der seit 2018 in der Formel E für Venturi elektrisch unterwegs ist, hat seit diesem Zeitraum bei Ferrari viele gute Fahrer gesehen, die aber den angestrebten WM-Titel nicht gewinnen konnten. “Es hat also nicht nur mit Sebastian zu tun. Sebastian hat viele großartige Rennen gefahren, er hat viele Rennen gewonnen, oder er hat gekämpft”, sagte Massa, der bei insgesamt 269 Starts elf Siege in der Königsklasse des Motorsports feiern konnte.

Massa: Vettel-Rücktritt wäre keine Überraschung

Sollten attraktive Angebote fehlen, würde Massa auch ein Rücktritt Vettels nicht überraschen. Bisher gab es Spekulationen über ein Engagement bei Mercedes. Auch Renault hat möglicherweise ein freies Cockpit zu bieten ebenso wie Aston Martin.

Die diesjährige Saison konnte aufgrund der Coronavirus-Pandemie noch nicht gestartet werden und soll am 5. Juli ihr erstes Rennen in Österreich ohne Zuschauer austragen.

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Massenentlassung bei McLaren

Der britische Autobauer McLaren wird als Folge der Corona-Pandemie 1200 Stellen streichen und im Zuge dieser Maßnahme auch die Mitarbeiteranzahl im Formel-1-Team stark reduzieren. Das gab der Hersteller am Dienstag bekannt.

Derzeit sind 800 Personen für den Rennstall in der Königsklasse tätig, laut Medienberichten sollen davon 70 gehen.

“Wir bedauern zutiefst, welche Auswirkungen diese Umstrukturierung für alle unsere Mitarbeiter hat. Insbesondere aber für diejenigen, deren Arbeitsplätze betroffen sein könnten”, wurde Paul Walsh, Vorstandsvorsitzender der McLaren-Gruppe, in der Mitteilung zitiert. Die Einschnitte hätten “erhebliche Auswirkungen” auf die Größe des Formel-1-Teams.

Entlassungen unvermeidbar

McLaren, das in der Formel 1 acht Konstrukteurs- und zwölf Fahrertitel gewonnen hat, hat laut Walsh hart daran gearbeitet, diesen Schritt zu vermeiden. Letztlich sei er aber notwendig, weil der Hersteller bereits “in allen Geschäftsbereichen dramatische Kosteneinsparungsmaßnahmen ergriffen” habe. “Wir haben keine andere Wahl”, sagte Walsh.

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Fährt die Formel 1 in dieser Saison noch, gehen Carlos Sainz (Spanien) und Lando Norris (Großbritannien) für das Team an den Start. Sainz wird im kommenden Jahr Nachfolger von Sebastian Vettel bei Ferrari.

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Haas-Teamchef: Könnte Vettel "nicht bezahlen"

Teamchef Guenther Steiner vom Formel-1-Rennstall Haas kann sich Sebastian Vettel nach dessen Aus bei Ferrari zum Jahresende künftig nur noch in Diensten eines Topteams vorstellen.

“Ich denke nicht, dass er als viermaliger Weltmeister noch mal ins Mittelfeld will, sagte der Österreicher in der Sendung The F1 Show beim britischen Sender Sky F1 und ergänzte: “Wenn du eine erfolgreiche Kariere hast, willst du nicht mehr zu großes Risiko gehen.”

Vettel bei Haas: “Kann das nicht bezahlen” 

Zugleich versicherte Steiner, dass sein US-Team keine Option für den Heppenheimer Vettel sei: “Ich kann das nicht bezahlen!” Der 55-Jährige habe eine gute Beziehung zu Vettel, aber: “Ich habe ihm keinen Sitz angeboten. Ich denke, jemand anders mit viel tieferen Taschen als ich wird das machen!” Konkreter wurde Steiner nicht. In diesem Jahr stehen der Franzose Romain Grosjean (34) und der Däne Kevin Magnussen (27) bei Haas als Fahrer unter Vertrag.

Nach sechs Jahren muss der 32 Jahre alte Vettel die Scuderia Ferrari am Jahresende verlassen. Seine Zukunft ist ungeklärt, ein frühes Karriereende nicht ausgeschlossen. Vettel bleiben nur wenige Optionen, auch künftig in der Formel 1 zu fahren. Zuletzt wurde viel über einen Wechsel zu Branchenführer Mercedes spekuliert, die Silberpfeile schlossen zunächst jedoch schnelle Verhandlungen aus.

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Quarantäne-Bestimmungen: Silverstone-Rennen auch "im August" möglich

Das Festzurren des Not-Rennkalenders in der Formel 1 gestaltet sich weiter kompliziert.

Weil die britische Regierung bei einer Einreise ab dem 8. Juni eine 14-tägige Quarantäne festgelegt hat, wackeln die für Mitte/Ende Juli in Silverstone geplanten WM-Läufe Nummer drei und vier bedenklich. Laut Streckenchef Stuart Pringle ist der Traditionskurs in den Midlands aber flexibel.

“Wir haben unsere ursprünglichen Termine, aber auch im August haben wir eine gewisse Flexibilität. Ich glaube nicht, dass es ein Problem sein wird, Termine für zwei Rennen zu finden”, sagte Pringle bei Sky Sports UK: “Was wir brauchen, ist grünes Licht von der Regierung, und das wird Zeit brauchen. Die Formel 1 als Meisterschaft braucht diese Ausnahmeregelung.”

Formel 1: Saisonstart in Spielberg geplant

Die Formel 1 zögert weiter mit der Veröffentlichung ihres abgespeckten Rennkalenders, weil aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus global große Unsicherheit herrscht. Am 5. Juli soll der Saisonstart in Spielberg/Österreich erfolgen, nachdem die ersten zehn Rennen wegen der Pandemie abgesagt oder verschoben worden waren.

Eine Woche darauf würde ein weiterer WM-Lauf in der Steiermark vor leeren Rängen steigen, ehe der Formel-1-Tross bevorzugt nach England für zwei weitere Geisterrennen weiterziehen würde.

Sieben der zehn Teams unterhalten Fabriken in der Nähe von Silverstone. Ein Ersatzkandidat für Silverstone ist der Hockenheimring.

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Ex-Pilot: Ferrari treibt Fahrer in einen Burnout

Wenn sich Ferraris Haus- und Hof-Journalist plötzlich gegen die Scuderia wendet, muss sich etwas Bedeutendes ereignet haben.

Der italienische Reporter Leo Turrini schreibt für gewöhnlich für eine Tageszeitung in der Emiglia Romagna. Seine Texte werden also auch in Maranello gelesen, dem Stammsitz von Ferrari. Deshalb füttert ihn der Rennstall immer wieder mit exklusiven Informationen.

Im Gegenzug berichtet Turrini meist auf roter Linie. Doch mit einem Blogeintrag sorgte der Italiener nun für ein Erdbeben im Ferrari-Land.

“Alonso + Vettel. 2010-2020 = null Titel”, schrieb Turrini.

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Er unterfütterte seine Rechnung mit folgender Argumentation: “Es war weder Alonsos noch Sebs Fehler. Zwischen 2010 und 2020 hat Ferrari einfach kein dominantes Auto gebaut. Manchmal hatten sie ein Siegerauto, aber nie eine dominierende Maschine.”

Ein italienischer Journalist sucht und findet die Schuld bei Ferrari – ungewöhnlich. Bei dem Team, das eigentlich die Strategie perfektioniert hat, jegliche Verantwortung auf die Piloten abzuwälzen. Doch die Beweiskette wiegt in diesem Fall zu schwer. Erst scheiterte Doppelweltmeister Alonso am Grande Casino, der Politik in Ferrari-Rot. Jetzt Vierfachchampion Vettel. 

Die Zukunft: zwei Piloten, die gemeinsam gerade erst elf Podestplätze in die Waagschale werfen. Zwei Frischlinge also, die es jetzt besser machen sollen. Die Weltmeister von gestern haben ausgedient. Typisch Ferrari.

Wurz: “Ferrari erwartet viel von seinen Piloten”

“Ferrari erwartet viel von seinen Piloten”, analysiert der Präsident der Fahrervereinigung, Alex Wurz, bei Sky UK. “Erst lieben sie dich, auch dann, wenn du kritisch bist, sie antreibst. Aber wenn der Erfolg ausbleibt, schießen sie zurück, sichern ihr eigenes Erbe, ihre Arbeit, ihre Qualität. Dann kommt es unweigerlich zu Spannungen.”

Woran das liegt? Der Österreicher: “Am Druck von außen, aber vielleicht auch am südeuropäischen Lebensstil. Das ist ein gefährlicher Mix.”

Fakt ist: Diese gefährliche Mischung kennzeichnet Ferrari vor und nach der Ära Michael Schumacher. Ein Meister seines Fachs sucht die Erfüllung in Rot – und wird am Ende aussortiert.

Dabei hat Vettel nur einen Fehler gemacht: zu glauben, dass er den Ferrari-Fluch mit seinen deutschen Tugenden brechen kann. Es endete, wie so oft, wenn ein Spitzenpilot seinen rosaroten Traum erfüllen will: im Drama. In Zahlen heißt das: 76 Fahrer sind bisher für Ferrari in der Formel 1 gestartet, nur 38 davon haben überhaupt ein Rennen gewinnen können, nur neun wurden mit den Italienern auch Champion.

Sechs Weltmeister bleiben bei Ferrari ohne Titel

Mehr noch: Nicht weniger als sechs Weltmeister sind bei Ferrari ohne Titel geblieben. Alain Prost wurde 1991 sogar ganz vom Hof gejagt, nachdem er die Lenkung der roten Göttin mit der eines LKWs verglich. 

In den letzten 40 Jahren wurden nur zwei Piloten mit Ferrari Weltmeister: Michael Schumacher und Kimi Räikkönen. Wobei Letzterer von den Ausläufern der Schumacher-Ära profitierte, in der man mit- und nicht gegeneinander arbeitete. 

“Erst ist es die ganz große Liebe zwischen Fahrer und Team”

“Zusammen mit Michael hatten wir so viel Erfolg, weil wir ein sehr geeintes, starkes Team hatten, das sich gegenseitig unterstützte, mehr noch in den schwierigen als in den guten Zeiten”, fasst Ex-Teamchef Jean Todt das erfolgreiche Schumacher-Intermezzo zusammen. Der heutige FIA-Präsident sagte: “Wenn wir uns in rauer See befanden, waren wir alle auf dem Boot, und ich denke, das machte den Unterschied aus.”

Heute ist Ferrari wieder zur Diva mutiert. “Erst ist es die ganz große Liebe zwischen Fahrer und Team”, rekapituliert Ex-Formel-1-Pilot Wurz, “doch irgendwann treibt das System den Fahrer in einen Burnout – sogar bei einem wie Fernando Alonso.” Und nun eben auch bei Sebastian Vettel, der nichts sehnlicher wollte, als die Schumacher-Story neu zu schreiben und dabei am Mythos gescheitert ist.

Immerhin sieht das auch Italiens Ferrari-Experte so. Schlusswort Leo Turrini: “Ich mag Seb als Fahrer und als Mann. Ich weiß, wie sehr er mit Ferrari gewinnen wollte und ich weiß, dass er alles dafür getan hat. Das Schicksal ist einfach nicht immer gut zu großartigen Menschen.”

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Virtuelle Formel 1: Schumacher schneller als Aubameyang

Williams-Pilot George Russell hat seinen zweiten Sieg in der virtuellen Formel-1-Serie in Folge eingefahren.

Der 22 Jahre alte Brite gewann nach 39 Runden auf dem simulierten Stadtkurs von Monaco souverän vor Esteban Gutierrez (Mexiko) im Mercedes. Rang drei belegte Ferrari-Pilot und Lokalmatador Charles Leclerc, der sich kurz vor Schluss nach einem engen Duell mit Gutierrez drehte und den zweiten Platz verlor.

Dem Teamkollegen von Sebastian Vettel hatte Russell vor zwei Wochen auf dem virtuellen Kurs von Barcelona das Nachsehen gegeben.

David Schumacher, Sohn von Ralf Schumacher und Neffe von Rekordweltmeister Michael Schumacher, wurde am Ende Zehnter im Fürstentum. Die virtuelle Rennserie soll den Formel-1-Fans in der Corona-Pause etwas Unterhaltung bieten. Gefahren wird immer an den Sonntagen, an denen laut Rennplan ein Grand Prix stattgefunden hätte. Mehrere der aktuellen Piloten sind dabei, aber auch Fahrer aus anderen Serien.

Im Qualifying auf dem Straßenkurs von Monaco hatte David Schumacher zunächst die Bestzeit vorgelegt und war dann vom dritten Platz gestartet, am Ende fiel der 18-Jährige auf Rang 10 zurück.

Aubameyang fährt hinterher

Auch prominente Fußballprofis waren diesmal wieder als Gaststarter dabei. Der Ex-Dortmund- und heutige Arsenal-Profi Pierre-Emerick Aubameyang wurde 16. und fuhr damit drei Plätze hinter Belgiens Nationalkeeper Thibaut Courtois (Real Madrid) über den Zielstrich.

Die Mehrfach-Weltmeister Sebastian Vettel und Lewis Hamilton haben an den bisherigen sechs Rennen noch nicht teilgenommen.

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