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Leclerc rast mit Ferrari durch Monaco

Eigentlich hätte am 24. Mai das Formel-1-Rennen in Monaco stattfinden sollen – aufgrund der Corona-Pandemie wurde daraus nicht.

Besonders bitter ist das für den Monegassen Charles Leclerc, der nur zu gerne bei seinem Heimrennen an den Start gegangen wäre.

Als kleiner Trost durfte der Ferrari-Pilot am Sonntag dennoch durch die Häuserschluchten von Monte Carlo rasen.

Leclerc gibt im Ferrari kräftig Gas

Im Rahmen des Remake des berühmten Kurzfilms “C’était un rendez-vous” konnte Leclerc im Ferrari SF90 Stradale auf heimischen Asphalt kräftig Gas geben.

Der knapp neunminütige Film aus dem Jahre 1976 zeigt die halsbrecherische Fahrt eines Mannes durch das frühmorgendliche Paris, ehe er am Zielort schließlich auf seine große Liebe trifft.

Da die wagemutige Fahrt in rasantem Tempo stattfand und mit nur einem einzigen Take aufgenommen wurde, halten sich bis heute Gerüchte, dass kein Schauspieler, sondern ein Formel-1-Fahrer wie Jacky Ickx oder Jacques Laffite am Steuer des Mercedes 450 SEL gesessen war.

Langweilig wird es Leclerc aktuell also nicht. Zuletzt hatte er als Model für Italiens Modepapst Giorgio Armani für Aufsehen gesorgt. Die Fotos des 22-Jährigen in den klassisch-eleganten Outfits sind derzeit in fast allen Modezeitschriften zu sehen.

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Wegen Quarantäneregeln: Silverstone-Rennen weiter fraglich

Die Austragung der geplanten zwei Formel-1-Rennen in Silverstone ist nach wie vor unsicher.

Wie die englische Zeitung The Guardian berichtete, haben die Veranstalter wie andere Sportorganisationen auch trotz großer Bemühungen bisher keine Ausnahmeregelung von den strengen Quarantänevorschriften bekommen.

“Wir sind uns bewusst, dass im Sommer eine Reihe hochkarätiger internationaler Sportveranstaltungen stattfinden sollen”, zitierte der Guardian eine nicht genannte Regierungsquelle. “Diese Ereignisse setzen strenge Protokolle voraus, damit sie funktionieren können. Wir werden in den kommenden Wochen mit allen zusammenarbeiten und am nächsten Überprüfungspunkt weitere Einzelheiten darlegen.”

Silverstone: Zwei Rennen geplant

Die Rennen in Silverstone sind laut Guardian für den 26. Juli und 2. August geplant. Doch die Corona-Maßnahmen des britischen Premierministers Boris Johnson sehen für alle Flugreisenden nach ihrer Ankunft in England eine zweiwöchige Quarantäne vor. Sollte eine Selbst-Isolation nach der Einreise nötig sein, wären die Termine nicht zu halten.

Die Veranstalter wiesen daraufhin, dass dies erhebliche Auswirkungen auf zehntausende mit dem Sport verbundene Arbeitsplätzen haben würde. Sieben der zehn Formel-1-Teams haben ihren Sitz in Großbritannien.

Wie die Regierungsquelle dem Guardian sagte, sei die Tür für den Spitzensport noch nicht zu. Die vorübergehenden Gesundheitsmaßnahmen würden regelmäßig überprüft.

Derzeit plant die Formel 1 nach Absagen oder Verschiebungen der ersten zehn Saisonläufe einen Start Anfang Juli in Österreich. Auch in Spielberg soll es wegen der Corona-Krise zum Auftakt zwei Rennen ohne Zuschauer geben.

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Der Formel 1 droht ein historischer Einschnitt

Der Ausdruck “Formel Deutsch” ist mehr als nur eine Floskel.

Seit fast 30 Jahren gilt in der Formel 1 die Regel: Ein Deutscher ist immer dabei. Mindestens einer hat an jedem Grand Prix teilgenommen, seit Michael Schumacher am 25. August 1991 sein Debüt in der Königsklasse gefeiert hatte.

Nicht nur der Rekord-Weltmeister prägte die F1 seitdem: Auch sein jüngerer Bruder Ralf Schumacher, Heinz-Harald Frentzen, Nico Rosberg, Nick Heidfeld, Nico Hülkenberg und andere wurden feste Größen der Szene. Natürlich auch Sebastian Vettel, Schumachers erfolgreichster Erbe.

Sorgt aber nun ausgerechnet ebenjener Vettel für das Ende einer Ära?

Beendet Sebastian Vettel seine Karriere?

Vettel, der nunmehr einzige deutsche Pilot in der Königsklasse des Motorsports, fährt seine letzte Saison im Ferrari. Die Scuderia setzt ab 2021 nicht mehr auf den viermaligen Weltmeister, seine Nachfolge wird der Spanier Carlos Sainz antreten.

Die Zukunft Vettels ist nach dem Ferrari-Aus unklar. Auch ein Karriereende ist nicht ausgeschlossen, wenn er kein Team findet, mit dem er in naher Zukunft an der Spitze mitfahren kann.

Der Heppenheimer hat seit seinem kometenhaften Aufstieg in der Formel 1 vor zwölf Jahren für sich immer in Anspruch genommen, die Nummer 1 sein zu wollen – im Team und auch im gesamten Wettbewerb. Es wird aber kaum möglich sein, diesen hohen Ansprüchen noch gerecht zu werden.

Zwölfmal wurde ein Deutscher Weltmeister

Noch vor zehn Jahren waren mit Vettel (Red Bull), Michael Schumacher (Mercedes), Rosberg (Mercedes), Heidfeld (Sauber), Hülkenberg (Williams), Timo Glock (Virgin) und Adrian Sutil (Force India) gleich sieben deutsche Formel-1-Fahrer an den Start gegangen.

Drei von ihnen wurden Weltmeister: Schumacher heimste insgesamt sieben WM-Titel ein, Vettel vier und Rosberg einen. Die Konstrukteursweltmeisterschaft ging sechsmal nach Deutschland. Von 2014 bis 2019 sicherte sich jedes Jahr Mercedes die Krone.

Überhaupt wäre eine F1-Saison ohne deutsche Beteiligung eine historische Ausnahmeerscheinung: Nur die Jahre 1956 und 1981 liefen komplett ohne Beteiligung eines deutschen Fahrers ab, nur 218 der 1018 bisherigen WM-Rennen. Die bislang letzte, 25 Rennen währende Durststrecke gab es zwischen Bernd Schneiders letztem Einsatz für Footwork beim Großen Preis der USA 1990 und Michael Schumachers historischem Debüt im Jahr darauf.

Bei den vergangenen 520 Rennen ging immer mindestens ein Pilot aus der Bundesrepublik an den Start. 176-mal sicherte sich am Ende ein deutscher Pilot den Sieg, 393 deutsche Podiumsplätze stehen zu Buche.

Formel 1 bald ohne deutschen Fahrer?

Der Formel-1-Boom, den es in Deutschland vor allem zu Schumachers Zeiten gab, ist schon länger nicht mehr so ausgeprägt wie damals, diverse Abgesänge gab es auf die “Formel Deutsch” mit Blick auf dieses Jahr, in dem es durch das Hockenheimring-Aus kein Heimrennen für Vettel mehr gab.

Kommt es 2021 noch dicker? Nicht unbedingt.

Drei deutsche Kandidaten für Formel 1

Auch wenn Vettel tatsächlich zurücktritt, wären damit nicht alle Hoffnungen auf einen deutschen F1-Fahrer begraben. Nico Hülkenberg hatte für die Saison 2020 keinen neuen Rennstall gefunden, möchte aber 2021 zurück in die Königsklasse.

Auch ein Comeback von Pascal Wehrlein – aktuell in der Formel E aktiv – ist im Gespräch: Im November vergangenen Jahres kamen Gerüchte über eine Rennstall-Neugründung durch den italienischen Geschäftsmann Salvatore Gandolfo mit Wehrlein als Fahrer auf. Wie realistisch die Planspiele sind? Unklar.

Die größten deutschen Hoffnungen ruhen auf Mick Schumacher. Michaels Sohn hat beste Chancen, 2021 in die Formel 1 aufzusteigen. Sollte die gesamte Formel-2-Saison stattfinden und der 21-Jährige seine Leistungen noch steigern können, ist er als Ferrari-Junior ein heißer Kandidat für ein Cockpit bei Alfa Romeo oder Haas.

Und allein Schumachers familiäre Hintergrund würde Erinnerungen an die besten Zeiten der “Formel Deutsch” wachrufen.

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Sainz: Verhandlungen mit Ferrari "seltsam"

Carlos Sainz beerbt Sebastian Vettel ab 2021 bei Ferrari.

Der 25-Jährige wurde vor einer Woche offiziell von der Scuderia bestätigt, in Maranello erhält Sainz einen Vertrag über zwei Jahre. Die Vertragsverhandlungen liefen allerdings anders als gewöhnlich ab, wie der Spanier zuletzt in der spanischen TV-Sendung Vamos sobre ruedas verriet.

“Es war eine ganz besondere Woche. Zu verhandeln, ohne einander jemals von Angesicht zu Angesicht zu sehen, ist eine seltsame Sache”, erzählte Sainz, der in dieser Saison noch für McLaren fährt. 

Und weiter: “Ich war zu Hause bei meinem Vater und in ständigem Kontakt mit meinem Agenten. Am Ende haben wir uns ganz gut geschlagen.”

Sainz: “Ferrari für den Moment in die Schublade legen”

Sainz wisse, dass man in Spanien bereits an das Jahr 2021 denkt und ihn am Steuer von Ferrari um Podestplätze und Siege kämpfen sieht. Aber was er jetzt tun wolle, “ist, den Ferrari für den Moment in die Schublade zu legen und nur an McLaren zu denken”, so der Formel-1-Pilot.

Die Nachricht seines Cockpitwechsels sei beim britischen Rennstall überraschend gut aufgenommen worden. “Ich dachte, dass nach meiner Ankündigung jemand enttäuscht sein könnte. Stattdessen erhielt ich viele Botschaften der Zuneigung”, verriet Sainz und kündigte an: “Ich möchte all das auf der Rennstrecke zurückzahlen.”

Auf den Saisonstart, der aufgrund der Corona-Pandemie erst Anfang Juli stattfinden soll, fiebert Sainz bereits sehnsüchtig hin. “Ich möchte zurück nach Woking und wieder anfangen zu arbeiten.”

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Die grüne Formel-1-Revolution

2023 kann ein revolutionäres Jahr für die Formel 1 werden!

Die Königsklasse des Motorsports hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 komplett CO2-neutral zu fahren. Auf dem Weg dorthin könnte schon in drei Jahren ein großes Teilziel erreicht werden.

FIA-Motorenchef Gilles Simon erklärte bei auto motor und sport: ”Wenn wir Nachhaltigkeit bei der Entwicklung von Kraftstoffen und effizienten Antrieben demonstrieren, senden wir zwei Nachrichten aus: Wir tun etwas mit unserem Sport und wir öffnen neue Wege.”

Die Formel 1 kann sich also einen weiteren grünen Anstrich geben.

2023 soll der Treibstoff bereits zu 100 Prozent nachhaltig sein, was bedeutet: Bei der Produktion wird genauso viel Kohlendioxid gebunden, wie beim Verbrennungsprozess entsteht.

20 Prozent bereits 2022

Entsprechende Kraftstoffe werden bereits entwickelt und sollen noch in diesem Jahr an den aktuellen Formel-1-Motoren getestet werden.

In zwei Jahren soll der Sprit bereits 20 Prozent Biomasse enthalten, bevor er im Jahr darauf zu 100 Prozent nachhaltig sein soll.

Für den nachhaltigen Treibstoff sollen zwei Wege erforscht werden: Zum einen Sprit, der auf biologischen Abfällen basiert, zum anderen synthetischer Sprit, der aus Wasserstoff und Kohlenstoff gewonnen wird.

Die Kraftstoffhersteller seien zwar noch skeptisch, “wenn wir ihnen aber sinnvolle technische Vorschläge machen, sollten wir sie auch überzeugen können”, sagte Simon.

Grünes Licht von Motorenherstellern

Zumindest seitens der Motorenhersteller kommt grünes Licht. Alle vier Motorenhersteller hätten versichert, den Weg mitgehen zu wollen, “wenn wir demonstrieren können, dass es möglich ist”.

Sie wurden damit überzeugt, dass die aktuellen Hybrid-Antriebe weiter verwendet werden können und somit auch in Zukunft auf Effizienz gesetzt werden kann.

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Fahren Vettel und Hamilton bald gemeinsam?

Ferrari und Sebastian Vettel werden sich nach sechs Jahren Ende 2020 voneinander trennen.

Für viele kam die Entwicklung überraschend. Nicht so für Formel-1-Insider. Auch für Ex-BMW-Pilot Nick Heidfeld ist klar, warum die Liaison zwischen dem Deutschen und der italienischen Diva nicht mehr passt.

Heidfeld sagte zu SPORT1: “Bei Ferrari hatte Vettel ganz klar keinen Nummer-1-Status mehr. Für einen Top-Piloten wie Sebastian ist das gleichzusetzen mit fehlender Rückendeckung und Vertrauen des Teams. Das wird ihm nicht entgangen sein.”

Ferrari setzt auf Leclerc

Konnte es auch gar nicht, denn Ferrari bekannte sich im Dezember zu einer neuen Liebe: Charles Leclerc. Der junge Monegasse wurde mit einem Fünfjahresvertrag ausgestattet – so einen langfristigen Kontrakt hatte nicht einmal Michael Schumacher. 

“Leclerc rückte immer mehr in den Mittelpunkt, was durch den Vertrag sichtbar wurde. Und mit dem Sohn von Jean Todt als Manager an seiner Seite war der Einfluss auch politisch sehr groß”, betonte Heidfeld.

Für einen harmoniebedürftigen Spitzensportler wie Vettel dürften die Rahmenbedingungen bei Ferrari schon letztes Jahre nicht mehr gepasst haben. Die Entscheidung zur Trennung ist daher nur logisch – auch wenn die Scuderia in England streuen ließ, die Teamführung hätte sich bereits im Winter gegen den Heppenheimer entschieden.

“Für mich ist klar”, sagte Heidfeld, “bei Ferrari hat Vettel letztlich nicht die erfüllende Zeit erlebt, die er sich gewünscht hat, und er sieht sie dort offenbar auch nicht vor sich.”

Warum dann aber kein Wechsel zu McLaren? Wie auch SPORT1 berichtet hat, hätte Vettel bei den Briten mit dem deutschen Teamchef Andreas Seidl beste Chancen gehabt zu unterschreiben.

Heidfeld vermutete: “Ich kann mir vorstellen, dass ein Team wie McLaren einen vierfachen Weltmeister gerne verpflichtet hätte. Also muss irgendwas nicht gepasst haben oder dazwischen gekommen sein.”

Heidfeld bewertet Vettel-Chance bei Mercedes

Ein Duo Vettel/Hamilton bei Mercedes kann sich der Ex-Formel-1-Pilot allerdings nur schwer vorstellen. “Ich glaube nicht, dass Mercedes eine Kombination aus zwei Alphatieren als sinnvoll erachtet. Was trotzdem für diesen Weg sprechen würde, ist die passende Verbindung aus deutschem Fahrer und deutschem Hersteller.”

Dafür muss Vettel aber selbst erst entscheiden, was er will. Heidfeld glaubt: “In der Corona-Pause wurden ihm bestimmt Dinge bewusst, die er im Hamsterrad der Formel 1 gar nicht bemerkt hat. Mit seinen vier Titeln hat er ja eigentlich alles erreicht. Er hat drei Kinder, vielleicht sollen die jetzt die Hauptrolle in seinem Leben spielen.”

Aus eigener Erfahrung weiß der Mönchengladbacher aber auch: “Andererseits braucht ein Rennfahrer das Rennfahren, um glücklich zu sein.”

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Aubameyang fordert F1-Stars heraus – Bottas gibt Debüt

Ob Pierre-Emerick Aubameyang auf der virtuellen Formel-1-Rennstrecke ähnlich schnell ist wie auf dem Fußballplatz?

Der Stürmerstar der FC Arsenal wird es unter Beweis stellen müssen, wenn er am Sonntag bei der siebten Auflage des Virtual GP in Monaco teilnimmt.

Aubameyang wird dabei im virtuellen McLaren-Cockpit Teamkollege von Lando Norris, der bisher stehts mit technischen Problemen zu kämpfen hatte und nun im vierten Anlauf endlich sein Debüt geben will.

Aubameyang freut sich auf Monaco-Rennen

Der Gabuner befindet sich bereits im Training, wie ein Video mit Norris zeigte. “Es wird verrückt und witzig”, schrieb Aubameyang auf Twitter zur Bekanntgabe seines Starts.

Aubameyang ist nicht der erste prominente Ex-Spieler von Borussia Dortmund, der teilnimmt. Beim eSports-GP von China trat Ciro Immobile an. Der ehemalige BVB-Star entging aber nur knapp einer Überrundung und landete auf Rang 17 unter 18 ins Ziel gekommenen Piloten.

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Auch Mercedes-Pilot Valtteri Bottas wird sein Debüt in der virtuellen Formel-1-Rennserie geben. Laut einer Mitteilung ist der 30 Jahre alte Finne auf dem legendären Stadtkurs von Monaco ebenso erstmals dabei wie der Franzose Esteban Ocon von Renault.

Das erste F1-Rennen ist für den 5. Juli im österreichischen Spielberg geplant. Die virtuelle Formel 1 soll bis dahin als Ersatzprogramm für etwas Abwechslung sorgen.

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Verhandlungen mit Vettel? Wolff spricht Klartext

Teamchef Toto Wolff hat Vertragsverhandlungen mit dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel beim Formel-1-Team Mercedes vorerst ausgeschlossen.

“Wir stehen loyal zu unseren jetzigen Fahrern und wollen nicht in Verhandlungen treten zu einem Zeitpunkt, in dem die Saison noch nicht mal losgegangen ist”, sagte Wolff im Interview der Fernsehsender RTL und ntv: “Erst dann wird man über den Tellerrand schauen und bewerten, was gibt es noch für Möglichkeiten.”

Vetttels Zukunft weiter offen

Der 32 Jahre alte Vettel wird die Scuderia Ende 2020 nach sechs Jahren verlassen. Seine Zukunft ist noch offen.

“Aus deutscher Sicht wäre das eine tolle Sache, aber wir müssen unserer Linie treu bleiben und Loyalität ist etwas, das wichtig ist und einen Teil unserer Werte darstellt”, sagte der Österreicher Wolff über einen möglichen Wechsel zu den Silberpfeilen im kommenden Jahr. Bei Mercedes laufen auch die Verträge von Weltmeister Lewis Hamilton (35) und Vize Valtteri Bottas (30) aus. Zunächst solle mit beiden Piloten gesprochen werden.

Ecclestone wünscht sich Vettel bei Mercedes

Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte sich zusätzlich für eine Verpflichtung Vettels durch Mercedes ausgesprochen.

“Mercedes sollte sich gerade in der momentanen Situation überlegen, mit Sebastian einen deutschen Helden zu verpflichten”, forderte der 89-Jährige auf SPORT1-Nachfrage: “Das könnte einen emotionalen Schub für die Mitarbeiter bewirken und auch für die Außenwelt positive Zeichen setzen. Die PR-Wirksamkeit von Vettel bei Mercedes wäre jedenfalls mega.”

Ferrari und McLaren verwundern Wolff

Der 48 Jahre alte Wolff zeigte sich außerdem verwundert darüber, dass Rennställe wie Ferrari oder McLaren sich während der Corona-Pause schon so früh auf die Fahrer für die kommende Saison festgelegt haben.

Er nannte diesen Schritt “einigermaßen überraschend, weil es dir ein ganzes Jahr lang Kopfschmerzen bereiten wird”. Den Heppenheimer Vettel würdigte er hingegen erneut: “Ich kenne ihn als Mensch und da ist er sehr gradlinig und vertritt ähnliche Werte, wie auch ich sie habe. Als Sportler ist er ein vierfacher Weltmeister, da muss man über Leistung nicht mehr diskutieren.”

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Wegen Vettel: Red Bull stichelt gegen Mercedes

Helmut Marko hat sich einen Seitenhieb auf Mercedes und deren Teamchef Toto Wolff erlaubt.

“Mit Blick auf die Zukunft sind wir in erster Linie gegenüber unseren aktuellen Mercedes-Fahrern zu Loyalität verpflichtet”, hatte Wolff der dpa erklärt, als er auf ein mögliches Engagement von Sebastian Vettel befragt wurde.

Marko, Motorsport-Konsulent von Red Bull, nimmt diese Aussage nicht ernst. “Es ist lustig zu hören, dass der Toto sagt, sie schauen auf den eigenen Nachwuchs. Bis dato ist noch kein Mercedes-Junior je ins Cockpit gekommen. Aber vielleicht ändert sich das”, sagte der Österreicher im ORF.

Für Mercedes fahren in der kommenden Saison Valtteri Bottas und Weltmeister Lewis Hamilton, beide Verträge laufen jedoch aus. Zwar sind mit Esteban Ocon (Renault) und George Russell (Williams) zwei Mercedes-Junioren in der Formel 1 aktiv, jedoch nicht bei den Silberpfeilen.

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Wolff heizt Vettel-Gerüchte an

Da Vettel bekanntlich Ferrari nach der Saison verlässt, waren Gerüchte aufgekommen, er könnte entweder Hamilton oder Bottas beim Weltmeister-Team ersetzen. Wolff selbst hatte diese Spekulationen um den Deutschen zuletzt angeheizt.

“Kein gutes Team wird es einfach ignorieren, wenn ein viermaliger Weltmeister plötzlich auf dem Transfermarkt auftaucht”, sagte Wolff der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Als Mercedes-Team wolle man “die besten Autos bauen und dafür die besten Fahrer haben, dabei spielt die Herkunft keine Rolle”, führte der Österreicher aus.

“Für uns stellt sich die Frage, was wir mit George Russell machen. Das ist eine Option. Dann kommt auch eine Sebastian-Vettel-Variante dazu”, sagte Wolff im ORF: “Aber das ist nicht die allererste Agenda, weil wir uns auf unseren eigenen Fahrerkader konzentrieren müssen.”

Marko glaubt an Vettel-Rücktritt

Vettel habe “alle Fäden in der Hand. Er kann selbst entscheiden, ob er aufhören will oder bei einem anderen Team unterkommt. Es gibt noch einige interessante Plätze”, erklärte Wolff.

Marko selbst kann sich einen Vettel-Rücktritt gut vorstellen.

“Unglücklicherweise für ihn sind bei den Topteams die Plätze besetzt. Wenn sich für ihn nicht irgendwo eine Perspektive ergibt, dass er ein Team findet, das mittelfristig, also in ein zwei Jahren, an der Spitze mitfahren kann, glaube ich, dann tut er sich das nicht an in einem Mittelfeldteam und wird aufhören”, sagte Marko über seinen ehemaligen Weltmeisterpiloten.

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Konkurrent erwartet noch mehr Vettel-Zoff bei Ferrari

Sebastian Vettel wird nicht mehr für Ferrari fahren.

Das gilt aber erst ab der Saison 2021. In diesem Jahr wird der viermalige Formel-1-Weltmeister die rote Göttin noch sehr wohl um die Kurse steuern, sofern die Saison aufgrund der Corona-Pandemie noch gestartet wird.

Brown erwartet Ferrari-Rivalität

Für diese Zeit erwartet McLaren-Geschäftsführer Zak Brown noch das eine oder andere Scharmützel zwischen Vettel und seinem monegassischen Teamkollegen Charles Leclerc.

“Offensichtlich ist es im Moment keine schöne Umgebung in der Garage, mit Fahrern und Management. Es scheint keine glückliche Familie zu sein”, sagte der US-Amerikaner bei Sky Sports F1.

Dies könne auch in den kommenden Rennen noch Auswirkungen haben, erwartet Brown. “Ich denke, es wird für einige ziemlich aufregende Rennen im Jahr 2020 sorgen”, ahnt er. “Denn ich glaube, wir haben in Brasilien (als beide Ferrari kollidierten, Anm. d. R.) das Feuerwerk gesehen, das unvermeidlich war und sich aufgebaut hat. Ich rechne dieses Jahr mit mehr davon.”

Vettel ab 2021 nicht mehr im Ferrari

Vettel hatte zu Beginn dieser Woche erklärt, dass er nach diesem Jahr nicht mehr für Ferrari fährt. Sein Nachfolger ist Carlos Sainz, der noch für McLaren fährt.

Dessen Cockpit, für das kurzzeitig auch Vettel im Gespräch war, übernimmt ab 2021 Daniel Ricciardo.

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