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Wegen Coronavirus: Keine Zuschauer bei Bahrain-GP

Das zweite Saisonrennen der Formel 1 wird ohne die Fans stattfinden. 

Wie die Veranstalter des Großen Preises von Bahrains offizielle mitteilten, werden am 22. März wegen der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus keine Motorsport-Anhänger zugelassen. 

Nie zuvor wurde ein Rennen in der Königsklasse hinter verschlossenen Toren veranstaltet. ”Um sicherzustellen, dass weder der Sport noch seine weltweite Anhängerschaft übermäßig beeinträchtigt werden, wird das Rennwochenende selbst als Fernsehveranstaltung stattfinden”, hieß es in dem Statement. Weiter war konkret von einer “reinen Teilnehmerveranstaltung” die Rede. 

85 Coronafälle in Bahrain

Erst am vergangenen Freitag war in dem Königreich im Persischen Golf der Ticketverkauf gestoppt worden. Nun entschloss sich der Veranstalter zum letzten Schritt vor einer Verschiebung bzw. Absage, weil es angesichts der anhaltenden weltweiten Verbreitung von Covid-19 “zum jetzigen Zeitpunkt nicht das Richtige” wäre, Tausende internationaler Reisender zu einer solchen Veranstaltung einzuladen. Am Sonntag waren in Bahrain 85 Coronafälle bestätigt. 

Die Entscheidung sei auf Rat der internationalen Partner und einer nationalen Gesundheits-Taskforce des Königsreichs getroffen worden. Zuvor war bereits der Ticketverkauf in dem Wüstensstaat gestoppt worden. 

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Vorläufig abgesagt wurde vor kurzem der Große Preis von China, der im April hätte steigen sollen. Ein möglicher Nachholtermin ist bisher noch nicht bekannt. 

Noch offen ist derzeit auch, wie mit dem Rennen im vietnamesischen Hanoi umgegangen wird. Hier sollte Anfang April gefahren werden, die Rennstrecke liegt jedoch nur rund 150 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt. 

TV-Sender nicht vor Ort

Die Saison soll am kommenden Sonntag in Melbourne/Australien starten.

Der in Deutschland übertragende Free-TV-Sender RTL hatte bereits angekündigt, von den Rennen in Australien, Bahrain und Vietnam nicht vor Ort zu berichten. 

Zuletzt hatten die Organisatoren in Bahrain Reiseinformationen all derer eingeholt, die während der Veranstaltung Zugang zum Fahrerlager haben. Wer in den zwei Wochen vor dem Grand Prix die besonders betroffenen Länder (u.a. Italien, Südkorea, China, Japan) besucht hat oder über die Vereinigten Arabischen Emirate einreist, sollte dies angeben.

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Coronavirus: Bahrain setzt Ticketverkauf aus

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus haben die Organisatoren des Formel-1-Rennens in Bahrain (22. März) den Ticketverkauf vorerst ausgesetzt.

Ziel sei es, die Zuschauerzahlen in einem der Situation angemessenen Rahmen zu halten und unter Umständen die Richtlinien zum Mindestabstand einhalten zu können. Das teilte der Bahrain International Circuit mit, auf dem das zweite Saisonrennen steigen soll.

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Die Strecke arbeite eng mit dem Formel-1-Management und den Gesundheitsbehörden des Königreichs zusammen, um die Situation nun fortlaufend zu bewerten. Möglich sei der Verkauf weiterer Tickets zu einem späteren Zeitpunkt, aber auch die Rückerstattung des Kaufpreises für bereits erworbene Eintrittskarten.

Zuletzt holten die Organisatoren bereits Reiseinformationen all derer ein, die während der Veranstaltung Zugang zum Fahrerlager haben. Wer in den zwei Wochen vor dem Grand Prix die besonders betroffenen Länder (u.a. Italien, Südkorea, China, Japan) besucht hat oder über die Vereinigten Arabischen Emirate einreist, sollte dies angeben. Probleme bei der Einreise sollen so minimiert werden.

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Verstappen stichelt gegen Hamilton: "Er ist gut, aber nicht Gott"

Die neue Formel-1-Saison steht in den Startlöchern und Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat gegen Weltmeister Lewis Hamilton gestichelt.

“Er ist gut, aber nicht Gott”, sagte der Niederländer der Nachrichtenagentur Reuters. Die Zahlen von Hamilton sind beeindruckend. Mit 84 Grand-Prix-Siegen und sechs Weltmeister-Titeln ist er längst eine Legende und kann in der anstehenden Saison mit Rekord-Weltmeister Michael Schumacher gleichziehen.

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Für Verstappen liegt der Grund von Hamiltons Dominanz hauptsächlich an der Stärke des Mercedes-Boliden. “Er hat nur seinen Teamkollegen in den vergangenen Jahren als echten Gegner gehabt. Das Auto war in der gesamten Saison einfach für alle anderen viel zu dominant, da konnte niemand etwas gegen machen.”

Verstappen fügte hinzu: “Es war für ihn ein wenig zu einfach. Ich bin sehr motiviert, der erste Fahrer zu sein, der ihn unter Druck setzt, und das weiß er.”

Mit Red Bull will Verstappen im kommenden Jahr weiter an Mercedes heranrücken. “Wenn du das Feuer nicht in dir hast und nicht daran glaubst, dass es möglich ist, solltest du lieber zuhause bleiben”, richtete der Niederländer als Kampfansage an das Weltmeister-Team. 

Verstappen fährt seit 2016 für das Red-Bull-Team und steht dort noch bis 2023 unter Vertrag. 

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Vettel-Alarm: Kostet diese Schwäche Ferrari den Titel?

Quo vadis, Ferrari?

Nach den Testwochen in Barcelona steht hinter der Performance der Italiener ein dickes Fragezeichen. Wie weit weg sind sie wirklich von Mercedes?

Bei den Rennsimulationen über 66 Runden legten die Silbernen in 1:29,26 Stunden die Bestzeit hin, das Team von Sebastian Vettel war mit 1:30,02 Stunden ganze 36 Sekunden langsamer. 

Rechnet man diese Zeiten auf die Rundenzeit herunter, liegt Ferrari (1:21,848 Minuten) etwa fünf Zehntel hinter Mercedes (1:21,300 Minuten), aber noch vor Red Bull (1:21,954 Minuten).

Ferrari auf einer Runde langsamer als Red Bull

Das zweitschnellste Team beim Saisonauftakt in Melbourne am 15. März zu sein, würde Ferrari wohl zumindest halbwegs positiv stimmen. Doch bei nur einer schnelle Runde deuten die Tests darauf hin, dass Ferrari nur die dritte Kraft ist.

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Dies könnte im Rennen zu einem großen Problem werden. Da das neue Reglement mit gravierenden Änderungen auch bei der Aerodynamik erst 2021 in Kraft tritt, wird das Überholen in dieser Saison aufgrund der “Dirty Air” oft noch alles andere als leicht fallen.

Vettel erwartet sogar, dass es noch schwieriger wird. “Ich denke, die Autos sind im Hinblick auf Folgen und Überholen in diesem Jahr etwas schlechter geworden”, sagte der viermalige Weltmeister am Rande der Testfahrten in Barcelona.

Vettel erklärt Denken der Ingenieure

Das liege daran, dass die Ingenieure bei der Entwicklung mehr Abtrieb ans Auto bringen wollen, um dadurch die Kraft der Motoren besser auf die Strecke zu bringen. Leicht zu überholen steht auf der Agenda-Liste augenscheinlich weiter unten.

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“Man macht sich nicht so viele Sorgen um das, was hinten passiert”, erklärte Vettel das Denken der Ingenieure: “Aber wenn man selbst das hintere Auto ist, dann ist es nicht schön. Wir werden sehen.”

Natürlich weiß aber noch keiner genau, was Ferrari wirklich kann und viele Experten erwarten, dass sie in Australien besser aussehen werden als bei den Tests in Barcelona.

Surer: Ferrari hält sich zurück

Diese Ansicht vertritt auch Ex-Rennfahrer Marc Surer, wie er bei SPORT1 erklärte: “In den letzten Jahren war Ferrari immer der Test-Weltmeister und Mercedes hat beim ersten Rennen dann zugeschlagen. Ich habe das Gefühl, dass es dieses Jahr genau umgekehrt ist. Mercedes versteckt sich nicht, sondern macht seine Tests ohne Heimlichtuerei. Dafür hält sich Ferrari zurück, obwohl sie bei den Longruns absolut auf Augenhöhe mit Mercedes waren. Nur bei den einzelnen Runden haben sie offenbar nicht aufgedreht.”

Sollten sich dennoch die Eindrücke der Testfahrten auch in Australien bestätigen, hätten die Italiener ein gewaltiges Problem.

Denn im Rennen mit dem Titel-Konkurrenten mithalten zu können reicht nicht, wenn man im Qualifying regelmäßig den Kürzeren zieht – und dann im Rennen nicht am Vordermann vorbeikommt.

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Verstappen rügt Netflix-Doku: "Nicht mein wahres Ich"

Die neue Formel-1-Doku “Drive to Survive” hat nicht den Geschmack von Red-Bull-Pilot Max Verstappen getroffen.

Die Dokumentation läuft auf dem Portal Netflix und begeistert die Formel-1-Fans rund um den Globus, doch Verstappen fühlt sich von den Produzenten nicht richtig dargestellt. “Das Problem ist, dass sie dich immer so darstellen werden, wie sie wollen”, sagte er #ABtalks. 

Er ergänzte: “Was auch immer du sagst, werden sie versuchen, besonders furchtlos oder, was auch immer der Story zuträglich ist, darzustellen.” Verstappen erklärte, er werde dadurch nur so dargestellt, wie es in der Episode passt. “Das funktioniert für mich nicht”, ergänzte der Niederländer.

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Verstappen ist mehr ein Fan von direkten Interviews, als wenn seine Aussagen unter verschiedene Szenen geschnitten werden. “Das passt dann nicht, aber zur Serie eben schon. Ich denke nicht, dass man mein wahres Ich nicht gesehen hat.”

Doch was ist das wahre Ich von Verstappen? “Ich bin sehr locker und sehr entschlossen zu gewinnen.” Große Emotionen seien aber nicht sein Ding. “Ich spreche, wenn ich es muss. Wenn ich nichts zu sagen habe, dann sage ich auch nichts.”

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Droht ein Stallkrieg? Mercedes protestiert gegen Ferrari

Bahnt sich da ein neuer Stallkrieg in der Formel 1 an? 

Wie F1-insider.com berichtet, hat Mercedes-Teamchef Toto Wolff “ein Schreiben an alle Nicht-Ferrari-Teams – bis auf Alfa Romeo und Haas, die von den Italienern mit Antrieben beliefert werden -, um gemeinsam gegen die private Abmachung vorzugehen, die der Automobilverband mit Ferrari getroffen hat”.

Demnach wollen die Silberpfeile im Verbund mit anderen Teams Druck auf die FIA ausüben, Details des zunächst geheim gehaltenen “Kuhhandels” öffentlich zu machen.

“Überrascht und schockiert” vom FIA-Ergebnis

“Wir sind überrascht und schockiert von dem FIA-Statement”, schrieben Mercedes und Co. zu dem von der FIA veröffentlichten Ergebnis der Untersuchung zur Power Unit der Scuderia.

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“Nach monatelangen Ermittlungen, die die FIA nur aufgrund von Fragen anderer Teams durchgeführt hat, lehnen wir es entschieden ab, dass die FIA eine vertrauliche Vereinbarung mit Ferrari zum Abschluss dieser Angelegenheit trifft”, heißt es weiter in der gemeinsamen Mitteilung.

Die FIA hatte zuletzt erklärt, ihre Untersuchungen gegen Sebastian Vettels Ferrari-Team offiziell abgeschlossen zu haben – hält das Ergebnis seitdem aber weitgehend unter Verschluss.

FIA vereinbart Stillschweigen über Deal mit Ferrari

Die Funktionsweise des 2019 verdächtig starken Antriebs des Traditionsteams sei analysiert und anschließend “eine Einigung mit dem Team erzielt” worden. Über Details zu diesem Deal wurde allerdings Stillschweigen vereinbart.

Ein Vorgehen, das die Konkurrenz nicht nachvollziehen kann. “Eine internationale Sportregulierungsbehörde hat die Verantwortung, mit den höchsten Standards der Unternehmensführung, Integrität und Transparenz zu handeln”, schrieben alle Rennställe 

Mercedes und Co. fordern eine “vollständige und ordnungsgemäße Offenlegung” der Untersuchungsergebnisse, “um sicherzustellen, dass unser Sport alle Konkurrenten fair und gleich behandelt.”

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Vertragsende bei Ferrari: Vettel schließt Wechsel nicht aus

Ex-Weltmeister Sebastian Vettel (32) schließt einen Wechsel von Ferrari zu einem anderen Formel-1-Rennstall nach dem Ende der anstehenden Saison nicht aus.

“Kann man schon, es gibt ja genug Beispiele, die das belegen, auch als Deutscher”, sagte der Heppenheimer in einem Interview mit der am Mittwoch erscheinenden Sport Bild auf die Frage, ob man nach Ferrari nochmal für ein anderes Team fahren könnte: “Der Michael (Schumacher, d. Red.) ist ja danach noch woanders gefahren, wenn ich mich richtig erinnere.”

Wie sein Idol Schumacher damals sollte Vettel die Scuderia wieder zurück auf den Formel-1-Thron führen, am 15. März startet er in Australien nun in seine sechste Saison mit dem Traditionsteam. Doch auch wenn es für Vettel wieder nicht zum Titel reichen sollte, will er seine Karriere auch über das Vertragsende bei Ferrari hinaus fortsetzen. “Es gibt keine Anzeichen und keinen Grund, warum ich nicht weitermachen könnte oder sollte”, sagte er.

Vettels Vertrag läuft Ende 2020 aus

Gleichwohl hat sich Vettel in der Winterpause mit einem möglichen Karriereende beschäftigt. “Ich hatte im Winter ein bisschen Zeit und habe die Zeit intensiv in der Hinsicht genutzt, mich damit auseinanderzusetzen”, sagte er, “und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich das auf jeden Fall noch will und dass ich Spaß daran habe.” Vettels Kontrakt mit der Scuderia läuft Ende 2020 aus. 

Nach den Testfahrten zuletzt in Barcelona hatte sich Vettel zu keiner detaillierteren Prognose für die neue Saison hinreißen lassen. Sein neuer Dienstwagen mit der Typbezeichnung SF1000 sei im Vergleich zum letzten Jahr aber “auf jeden Fall ein Schritt nach vorne”, hatte der Weltmeister der Jahre 2010 bis 2013 gesagt. Ferrari hofft, ab dem ersten Rennen in Australien konkurrenzfähig mit Mercedes und Serien-Champion Lewis Hamilton zu sein.

Während der Auftakt in Down Under derzeit nicht gefährdet zu sein scheint, steht das Formel-1-Debüt in Vietnam (5. April) wegen der Coronavirus-Krise auf der Kippe. Vietnam lässt nun unter anderem Reisende aus Italien nur noch ins Land, wenn sie eine Erklärung über ihren Gesundheitszustand abgeben und sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Dies würde vermutlich Mitarbeiter von Ferrari genau so betreffen wie den Reifenlieferanten Pirelli und das Alpha-Tauri-Team.

2019 war kein gutes Jahr für Vettel, am Ende landete der Heppenheimer nur auf Rang fünf in der WM und damit auch hinter seinem jungen Teamkollegen Charles Leclerc. Der Kontrakt des Monegassen läuft noch bis 2022.

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Formel 1: Vietnam stellt Einreisende aus Italien unter Quarantäne

Erst die Absage des Rennens in China, jetzt verschärfte Einreisebestimmungen in Vietnam: Das Coronavirus beeinträchtigt weiterhin die Formel 1. 

Vietnam lässt nun unter anderem Reisende aus Italien nur noch ins Land, wenn sie eine Erklärung über ihren Gesundheitszustand abgeben und sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Dies würde vermutlich Mitarbeiter von Sebastian Vettels Ferrari-Rennstall genau so betreffen wie den Reifenlieferanten Pirelli und das Alpha-Tauri-Team.

Hanoi feiert Formel-1-Debüt – 14.000 Menschen unter Quarantäne

In Hanoi soll am 5. April das dritte Rennen der am 15. März in Australien beginnenden Formel-1-Saison ausgetragen werden. Der Veranstalter hatte zuletzt versichert, dass das Debüt der Königsklasse in Vietnam wie geplant stattfinden soll.

In dem Land hatten sich zuletzt 16 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, knapp 14.000 wurden als Maßnahme gegen die Ausbreitung unter Quarantäne gesetzt. Italien ist der größte Herd des Coronavirus in Europa.

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Vettels Prognose und eine Überraschung: So stark sind die Teams

Der Countdown vor dem Saisonstart in der Formel 1 läuft.

Am 15. März startet Lewis Hamilton in seine mögliche Rekordsaison, an deren Ende er mit Rekordweltmeister Michael Schumacher gleichziehen und seinen siebten WM-Titel einfahren will.

In den vergangenen beiden Wochen hatten die Teams bei den Testfahrten in Barcelona insgesamt sechs Tage lang Zeit, um ihre Form zu testen und sich für den Start im australischen Melbourne in Topform zu bringen.

Auffällig ist schon jetzt die Zuverlässigkeit der Boliden. “Es ist erstaunlich, wie wenig rote Flaggen wir in diesem Jahr hatten”, sagte Haas-Teamchef Günther Steiner bei motorsport-total.com.

Obwohl im Vergleich zum vergangenen Jahr zwei Tage weniger Zeit zum Testen war, absolvierten alle Teams problemlos lange Stints und kamen auf insgesamt 7.744 Runden (Vorjahr: 8.774).

SPORT1 fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Testfahrten zusammen:

Mercedes erneut Topfavorit

Nach sechs Weltmeister-Titeln in Folge gelten die Silberpfeile auch in diesem Jahr als bestes Team. “Mercedes sind die Favoriten. Ihre Form sah sehr stark aus”, sagte Red-Bull-Boss Christian Horner.

Und auch Sebastian Vettel ist von den Silberpfeilen überzeugt. “Im Moment ist Mercedes absolut top. Wann immer sie rausfahren, sind sie ganz locker vorne”, sagte der viermalige Weltmeister und prognostiziert für den Saisonauftakt: “Ich sehe Mercedes als Favorit in Melbourne.”

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Vor allem mit der neuartigen zweiaxialen Lenkung – genannt DAS – haben die Silberpfeile die Konkurrenz überrascht.

Wofür genau die neue Konstruktion gut ist, ist noch nicht hundertprozentig klar. Experten vermuten aber, dass Mercedes damit die Reifentemperatur besser managen kann. In der modernen Formel 1 wäre das ein großer Trumpf, welcher einen entscheidenden Vorteil im Titelrennen bescheren könnte.

“Auf einigen Strecken wird es sich kaum auswirken, auf anderen Strecken könnte es ein paar Zehntel bringen”, mutmaßt Racing-Point-Technikchef Andrew Green.

Doch ganz ohne Probleme gingen die Tests auch bei Mercedes nicht über die Bühne. Hamilton wurde am vorletzten Tag durch Motorprobleme gestoppt und auch Bottas haderte diverse Male mit dem Motor. 

“Das ist ein Problem, ganz sicher. Normalerweise sind wir bei den Testfahrten in Bezug auf die Zuverlässigkeit deutlich zuversichtlicher. Es ist kein entspanntes Szenario für uns, aber ich habe vollstes Vertrauen in die Jungs im Werk”, äußerte sich Hamilton.

Red Bull schnell – aber instabil?

Red Bull gehört sein jeher zu den Teams, die bei den Testfahrten mit offenen Karten spielen.

Christian Horner zeigte sich mit der Performance des neuen Autos “ziemlich zufrieden”. Pilot Max Verstappen beteuerte, dass sich das Auto “gut angefühlt und es definitiv eine Verbesserung” gegenüber dem vorherigen Auto sei.

Bemerkenswerterweise erzielte Red Bull, im Gegensatz zu den meisten anderen Teams, nicht mit den schnellen weichen, sondern mit den härteren Reifen seine Bestzeiten.

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Allerdings sorgte das Team aus Österreich mit seinen vielen Drehern für Fragezeichen. Verstappen verlor innerhalb von sechs Tagen ganze sechs Mal die Kontrolle über sein Auto und damit dreimal so oft wie jeder andere Fahrer.

Beobachter vermuten eine Problematik mit der Stabilität, Verstappen wollte davon jedoch nichts wissen. “Sie fahren nicht das Auto, also wissen sie es nicht”, konterte er.

In Sachen Zuverlässigkeit hatte Red Bull mit dem Honda-Motor zumindest bei den Tests Vorteile gegenüber Mercedes.

Das große Rätsel namens Ferrari 

Die Leistung der Scuderia sorgte für reichlich Irritationen. Lange Zeit hinkten die Italiener weit hinter Mercedes hinterher. Teamchef Mattia Binotto unterstrich mit seinen Aussagen die vermeintlich schwachen Leistungen.

“Wir sind sicherlich nicht das schnellste Auto bei den Tests. Unsere Hauptkonkurrenten sind schneller, aber es ist nur der Beginn einer langen Saison”, sagte Binotto. 

Bei der Konkurrenz glaubt man diesen Worten jedoch nicht. Viele Teams vermuten, dass Ferrari sein wahres Tempo verheimlicht.

Schließlich zeigte die Scuderia gute Ansätze. Die Motoren liefen zuverlässig und gegen Ende der Testfahrten waren die Zeiten von Leclerc ähnlich denen der Silberpfeile. Gerade bei Longruns ist das Team wohl auf Augenhöhe mit Mercedes.

Im vergangenen Jahr brillierten die Roten bei den Testfahrten, während Mercedes bluffte. Gut möglich, dass Ferrari nun die Rollen tauschen will. Die Medien-Vertreter in Barcelona berichteten jedenfalls von einer entspannten Stimmung in der Ferrari-Box.

Das Mittelfeld – wer wird “Best of the Rest”?

Hinter den drei Topteams kämpfen seit Jahren die anderen Teams um den Titel “Best of the Rest”. In diesem Jahr wird vermutlich Racing Point das Überraschungsteam werden, welches den größeren Teams McLaren und Renault ein Schnippchen schlagen könnte.

Deren neues Auto bekam schnell den Titel “rosa Mercedes”, weil der Bolide auffällige Ähnlichkeiten mit dem Silberpfeil aus dem vergangenen Jahr hat. Mehrere Mittelfeld-Rivalen äußerten Bedenken, wie es Racing Point gelungen ist, ein Auto ähnlich dem Mercedes zu konzipieren.

Zwar wird der rosa Rennstall in Sachen Motor und Getriebe von den Silberpfeilen beliefert – ein Austausch über die Aerodynamik ist aber verboten. Bei Racing Point versteht man die Aussagen der Rivalen als Kompliment.

“Es ermutigt mich, dass sich die Leute über uns beschweren. Das ist für mich ein guter Hinweis darauf, dass wir etwas wirklich Gutes tun. Wären wir am unteren Ende der Skala, würde niemand erwähnen, was wir überhaupt tun”, sagte Green.

Das Coronavirus

Auch in der Formel 1 spielt das Coronavirus eine große Rolle. Die Probleme betreffen aber nicht nur die Gesundheit von Teams und Zuschauern – auch die Logistik kann zum Problem werden. Italien und Japan gehören zu den Ländern, in denen das Virus am stärksten grassiert.

Japan ist die Heimat von Honda, das Red Bull und Alpha Tauri mit Motoren beliefert. Italien wiederum nicht nur die Heimat von Ferrari, die zudem auch noch Haas und Alfa Romeo unterstützen, sondern auch Heimat von Alpha Tauri und Reifenhersteller Pirelli.

Was passiert also, wenn eines der Länder, die die ersten Saisonrennen veranstalten, Japanern, Italienern oder Angehörigen anderer Länder die Einreise verbietet? Ferrari soll deshalb sogar bereits über einen Verzicht des Australien-GP nachdenken.

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Ferrari denkt an Australien-Absage – Rennen in Gefahr?

Findet der Auftakt der Formel-1-Saison in Australien (Formel 1: GP von Australien am 15. März ab 6.10 Uhr im LIVETICKER) ohne Ferrari statt?

Wegen des in Norditalien stark grassierenden Coronavirus befürchtet Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, dass die Mitarbeiter der Scuderia bei der Einreise nach Australien für zwei Wochen in Quarantäne gesetzt werden.

“Wir brauchen einfach Garantien, bevor wir losfahren. Wenn es irgendwelche Gesundheitskontrollen gibt, dann müssen wir das wissen. Wir müssen wissen, was auf uns wartet und was die Folgen wären, falls Probleme auftreten würden”, meinte Binotto zu Motorsport.com.

Wie die Zeitung Sydney Morning Herald berichtet, würde man in diesem Fall über ein Fernbleiben Ferraris nachdenken.

Die australischen Veranstalter teilten in einem Statement jedoch mit, dass sie mit einem reibungslosen Ablauf des Rennwochenendes rechnen würden.

“Alle Signale stehen auf Grün”, hieß es in einer Mitteilung der Organisatoren: “Zu diesem Zeitpunkt gibt es keine Anzeichen für weitere Reisebeschränkungen sowie dafür, dass die Formel 1 und die Teams nicht wie gewohnt ankommen werden.”

Probleme bei Formel-2-Tests in Bahrain

In der vergangenen Woche hatten italienische Teams und Fahrer Probleme, aufgrund der herrschenden Angst vor dem Virus zu den Formel-2-Testfahrten in Bahrain zu kommen.

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“Es war schwierig, zum Testen zu kommen. Einige unserer Ingenieure sind zu Hause geblieben, anstatt das Risiko aufzunehmen, dort zu sein und womöglich für ein paar oder viele Tage dort zu bleiben”, erklärte Binotto. “Wenn es also medizinische Untersuchungen gibt, müssen wir das wissen. Wir müssen genau wissen, um was es geht. Wir müssen verstehen, was die Konsequenzen im Fall von Problemen sind.”

Man müsse die Mitarbeiter schützen und habe die Verantwortung für die Arbeitnehmer der Scuderia. “Es ist wirklich wichtig, vor dem Abflug sicher zu stellen, dass das genaue Vorgehen bekannt und klar ist.”

Binotto: “Wird das Rennen dann stattfinden?”

Binotto erklärte außerdem, dass nicht nur Ferrari und das zweite italienische Team AlphaTauri vor diesem Problem stehen würden. “Es sind nicht nur diese beiden, weil wir Haas und Alfa Sauber aushelfen. Es sind also mindestens vier Teams, außerdem müssen wir die Situation von Pirelli (F1-Reifenhersteller aus Italien, Anm. d. Red.) verstehen. Was wird passieren, wenn vier Teams nicht starten können? Wird das Rennen dann stattfinden oder nicht? Das ist nicht meine Entscheidung.”

Bei den Testfahrten in Barcelona war Ferrari deutlich hinterher gefahren. Die Scuderia hatte bereits erklärt, zum Saisonstart vermutlich nicht um den Sieg mitfahren zu können.

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