Powered by Max Banner Ads 

Betrugsvorwurf gegen Ferrari – FIA beendet Analyse und schweigt

Nach den Schummel-Vorwürfen gegen Ferrari in der vergangenen Formel-1-Saison hat der Motorsport-Weltverband FIA seine Untersuchungen offiziell abgeschlossen – hält das Ergebnis aber weitgehend unter Verschluss.

Wie die FIA zwei Wochen vor dem Saisonstart mitteilte, sei die Funktionsweise des 2019 verdächtig starken Antriebs der Scuderia analysiert und anschließend “eine Einigung mit dem Team erzielt” worden. Über Details zu diesem Deal wurde allerdings Stillschweigen vereinbart.

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

Zudem sei eine Reihe technischer Verpflichtungen beschlossen worden, durch die die Überwachung der Power Units aller Teams erleichtert werde.

Red Bull warf Ferrari Tricksereien vor

Auch werde Ferrari, Team des Heppenheimers Sebastian Vettel, die FIA unter anderem bei der Forschung für geringeren CO2-Ausstoß und nachhaltige Kraftstoffe “unterstützen” – hier könnte eine Geldbuße versteckt sein, die in der Mitteilung nicht offiziell gemacht wird.

Zu vermuten ist, dass Ferrari sich ab der zweiten Saisonhälfte durch Umgehung des Reglements einen Vorteil beim Antrieb verschafft und dabei zumindest einen Graubereich ausgenutzt hat. Ab der Sommerpause profitierte Ferrari von einer deutlichen Überlegenheit auf den Geraden.

Vor allem Konkurrent Red Bull Racing sprach öffentlich von Tricksereien, durch die mehr Benzin in den Motor gelange als erlaubt, und reichte eine offizielle Anfrage zu Grauzonen im Reglement ein. Die FIA gab daraufhin Technische Direktiven heraus, um aus möglichen Tricks offizielle Regelübertretungen zu machen.

Ferrari-Benzinsystem konfisziert

Im Anschluss an den Grand Prix in Sao Paulo konfiszierte der Verband dann unter anderem das Ferrari-Benzinsystem, um es eingehend zu untersuchen.

DAZN gratis testen und Sport-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Schon gegen Ende des vergangenen Jahres war Ferrari plötzlich wieder langsamer, auch bei den Testfahrten in den vergangenen Tagen in Barcelona fehlte der Scuderia Geschwindigkeit auf den Geraden. Gut möglich also, dass Ferrari sein Motorenkonzept kurzfristig ändern musste und dadurch mit einem großen, allerdings auch selbstverschuldeten Nachteil in die Saison geht.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Das mysteriöse Rätsel um Ferraris Speed

Bluff oder Wahrheit? Ferraris Leistungen bei den Testfahrten in Barcelona geben Anlass zur Spekulation.

Mit Ausnahme von Sebastian Vettel am Donnerstag hinken die Italiener deutlich hinter Rivale Mercedes hinterher. Teilweise betrug der Rückstand bis zu 2,5 Sekunden, inzwischen liegt er noch bei einer Sekunde, wenn man die schnellsten Zeiten beider Teams vergleicht.

Doch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff traut diesen Zahlen kein Stück. “Da steckt wahrscheinlich noch eine Sekunde drin”, sagte Wolff kürzlich bei Sky über Ferraris Leistungen. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto konterte umgehend: “Mercedes scheint ja genau zu wissen, was wir machen.  Aber das ist nicht korrekt.”

“Ferrari hält sich zurück”

Bereits bei den ersten Testfahrten sahen Experten, dass Ferrari nicht mit voller Leistung unterwegs war. “Mercedes versteckt sich nicht, sondern macht seine Tests ohne Heimlichtuerei. Dafür hält sich Ferrari zurück, obwohl sie bei den Longruns absolut auf Augenhöhe mit Mercedes waren. Nur bei den einzelnen Runden haben sie offenbar nicht aufgedreht”, erklärte Ex-Rennfahrer Marc Surer bei SPORT1.

Surers These wurde von Vettel – zumindest indirekt – bestätigt: “Bei den Testfahrten geht es nicht darum, auf den Geraden am schnellsten zu sein.” Für ihn gehe es vor allem um das Gefühl in den Kurven, dort habe sich das Team aus seiner Sicht “steigern können”.

Etwas Ferrari-Optimismus in Zeiten, wo Binotto bereits nach dem ersten Testtag die weiße Flagge hisste und den Saisonstart in Australien abschrieb. Doch bereits da äußerte die Konkurrenz Zweifel, denn die Daten zeigen, dass Ferrari seinen Motor noch nicht einmal an der Leistungsgrenze fuhr. Zudem fuhr Vettel am Donnerstag auf der Geraden eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 310 km/h. In Woche eins schafften die Italiener bereits 329 km/h, gingen da aber absichtlich nicht auf die Jagd nach schnellen Rundenzeiten.

Binotto lobte die Leistungen von Mercedes auffällig überschwänglich: “Wie Mercedes seine schnelle Runde gesetzt hat, ist ziemlich beeindruckend. Schon am ersten Tag, am ersten Morgen, waren sie zuverlässig, stark und schnell.” Ein Ablenkungsmanöver?

Entspannte Stimmung bei Ferrari trotz schlechter Zeiten

Zudem schildern Medien-Vertreter aus Barcelona, dass in der Ferrari-Box eine entspannte Stimmung herrscht. Dies wäre sicherlich anders, wenn die Zeiten Anlass zur Sorge geben würden. Surer mutmaßte über Ferraris Strategie: “Vielleicht ist das die neue Philosophie von Binotto, nachdem sie im Vorjahr mit viel Vorschusslorbeeren nach Melbourne gereist und dort eingegangen sind. Diesmal beziehen sie lieber jetzt Prügel bei den Testfahrten und sind dann in Melbourne dabei.”

Doch der Schweizer warnte auch: “Es ist ein hartes Brot für die Ferrari-Leute, wenn es um den Vergleich mit Mercedes geht.” 

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

Während Ferrari bis dato noch nicht einmal sein volles Potenzial gezeigt hat, lieferte Mercedes in der ersten Testwoche einen Beweis seiner Stärke und dominierte die Mehrzahl der Test-Sessions. In Woche zwei versuchten sich auch die Silberpfeile an einem Bluff. Man arbeite an “anderen Dingen, sprich: Grundlagenarbeit, teilte das Team mit. Technikchef James Allison erklärte, dass erst am Freitag wieder der Fokus auf der Leistungsfähigkeit liegen werde.

Offene Karten erst in Australien

Beide Topteams nutzen die Testfahrten also durchaus zum Tarnen und Täuschen gegenüber dem jeweils anderen Rennstall.

Erst beim Saisonstart in Australien werden die Teams alle Karten auf den Tisch legen. Dann wird sich zeigen, ob die Beschuldigungen gegen Ferrari wegen ihres Bluffs aufrecht erhalten werden können, oder ob die Italiener erneut einen großen Rückstand aufholen müssen.

Bis dahin wird sicherlich noch die eine oder andere “Nebelkerze” gezündet werden.  

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Coronavirus: Vettel will nicht in Panik verfallen

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel sieht das Thema Coronavirus bisher relativ entspannt.

“Man darf nicht jeden Artikel lesen und nicht jede Überschrift glauben”, sagte der Ferrari-Pilot am Rande der Testfahrten in Barcelona: “Außerdem sollte man nicht zu viel Panik verbreiten, denn letztlich ist es doch unmöglich einzuschätzen, was da tatsächlich auf uns zukommt.”

Der Absage des Rennens im Corona-Epizentrum China stimmt Vettel dennoch zu. “Das war sicher der richtige Schritt”, sagte der 32-Jährige: “Zurzeit gibt es ja auch viele Diskussionen um Vietnam, aber wir müssen einfach noch ein paar Tage in Ruhe abwarten, dann wissen wir sicher mehr.”

Der Saisonstart ist am 15. März in Australien geplant, danach stehen die Rennen in Bahrain (22. März) und das Debüt in Vietnam (5. April) auf dem Programm.

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

“Ich gehe davon aus, dass wir auf jeden Fall in Melbourne fahren werden”, meinte Vettel: “Unsere Tickets sind jedenfalls gebucht.”

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Verkehrte Welt: Vettel setzt Bestzeit – Mercedes defekt

Sebastian Vettel hat seinen Ferrari am vorletzten Tag der Formel-1-Testfahrten wohl mit einem guten Gefühl verlassen.

Nach bislang durchwachsenen Auftritten auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya verbrachte der Heppenheimer am Donnerstag viel Zeit auf der Strecke und drehte im SF1000 zudem die schnellste Runde des Tages.

Die 1:16,841 Minuten gelangen ihm auf der weichsten Reifenmischung, es war zugleich die schnellste Ferrari-Runde der bisherigen Tests. Auf die absolute Bestzeit von Mercedes-Pilot Valtteri Bottas (Finnland) fehlte allerdings noch gut eine Sekunde.

Die Bedeutung der Rundenzeiten ist aber ohnehin gering, wichtiger für die Teams ist es, das geplante Programm durchziehen zu können. Vettel war mit letztlich 145 Runden der zweitfleißigste Pilot am Donnerstag, lediglich der Kanadier Nicholas Latifi im Williams kam auf mehr Runden (160). Ein Dreher am Vormittag hatte für Verzögerungen gesorgt.

Intuitiv und blitzschnell: Die neue SPORT1-App ist da! JETZT kostenlos herunterladen in Apples App Store (iOS) und im Google Play Store (Android)

Hamilton von technischen Problemen gestoppt

Beim Weltmeisterteam Mercedes teilten sich indes Bottas und Lewis Hamilton den Tag – der Titelverteidiger rollte allerdings schon aus, kurz nachdem er das Cockpit übernommen hatte. Mercedes nannte Probleme mit dem Öl-Druck als Grund. Das Team untersuchte den Vorfall eingehend, Hamilton konnte am Donnerstag nicht mehr auf die Strecke.

Die zweiten und letzten Tests in Barcelona enden am Freitag, dann übernimmt Vettels Teamrivale Charles Leclerc den Ferrari. In ihre neue Saison soll die Formel 1 am 15. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne starten.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Vettel-Zukunft? Ferrari-Boss deutet Entscheidung an

Wie geht es weiter mit Sebastian Vettel bei Ferrari? Nach Gerüchten um einen baldigen Abschied (sein Vertrag läuft Ende der Saison aus) lässt Teamchef Mattia Binotto nun mit neuen Aussagen aufhorchen.

“Es wird eine Zeit geben, in der wir mit ernsthaften Gesprächen anfangen”, erklärte der Scuderia-Boss bei den Barcelona-Tests – deutete dann aber auch eine baldige Einigung mit dem Deutschen an. 

Binotto: “Schon bald werden die Gespräche ein Ende haben”

“Schon bald werden die Gespräche ein Ende haben”, verkündete Binotto. Klingt so, als wolle Ferrari sein Fahrerduo auch über 2020 hinaus zusammenhalten.

“Wir haben ein großartiges Aufgebot, vermutlich das beste der Formel 1″, sagt der 50-Jährige. “Ich bin sehr glücklich und stolz, dass wir das als Ferrari haben. Von daher werden wir frühe Gespräche mit Vettel aufnehmen.”

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

F1-Fahrerkarussell: Bleibt Vettel? Ferrari-Boss lässt aufhorchen

Das Fahrerkarussell der Formel 1 für 2020 zum Durchklicken:

Die Cockpits für die Formel 1 Saison 2020 sind alle vergeben. Dennoch laufen im Hintergrund bereits die langfristigen Planungen über das nächste Jahr hinaus.

Ferrari verkündete im Dezember die langfristige Vertragsverlängerung mit Charles Leclerc. Teamchef Mattia Binotto ist überzeugt von den Qualitäten des Monegassen. Was passiert nun mit Sebastian Vettel?

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

SPORT1 präsentiert das Fahrerkarussell und zeigt, wie die Teams planen.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Als einziges Team! Ferrari hat sich verschlechtert

Die erste Testwoche in Barcelona für die Formel-1-Saison 2020 hätte für Ferrari kaum schlechter verlaufen können. (Der Rennkalender der Formel 1)

Erst war Sebastian Vettel krank, dann schockte Mercedes die Scuderia mit seinem innovativen Lenk-System und zu alles Überfluss war der SF1000 auch noch viel zu langsam.

Wie schwach die Zeiten von Ferrari wirklich waren, wird bei einem Blick auf die schnellsten Runden des vergangenen Jahres im Vergleich zu diesem deutlich.

Nur Ferrari ist langsamer als 2019

Denn alle zehn Teams haben sich laut motorsport-total.com im Vergleich zum Vorjahr gesteigert, Teams wie Williams, Racing Point und Mercedes sogar über zwei Sekunden.

Nur ein einziges Team ist langsamer geworden: Ferrari. Das Team um die beiden Piloten Vettel und Charles Leclerc hatte als Bestzeit in der ersten Woche eine 1:18,154 stehen, das ist eine Zehntel langsamer als 2019.

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

Natürlich ist es durchaus möglich, dass Ferrari wie Mercedes im vergangenen Jahr noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt hat.

Surer: “Ferrari hält sich zurück”

Das vermutet auch Ex-Rennfahrer und F1-Experte Marc Surer im Gespräch mit SPORT1: “In den letzten Jahren war Ferrari immer der Test-Weltmeister und Mercedes hat beim ersten Rennen dann zugeschlagen. Ich habe das Gefühl, dass es dieses Jahr genau umgekehrt ist. Mercedes versteckt sich nicht, sondern macht seine Tests ohne Heimlichtuerei. Dafür hält sich Ferrari zurück, obwohl sie bei den Longruns absolut auf Augenhöhe mit Mercedes waren.”

Ferrari selbst äußert sich allerdings wenig optimistisch – oder ist das alles nur ein großer Poker? “Ich bin nicht so optimistisch wie vergangenes Jahr. Die anderen sind schneller als wir. Machen wir uns Sorgen? Natürlich, weil wir nicht so schnell sind, wie wir es gerne wären”, sagte Teamchef Mattia Binotto.

Für den Saisonstart am 15. März im australischen Melbourne übt sich Binotto sogar bereits in Durchhalteparolen: “Es ist eine sehr lange Saison mit möglicherweise 22 Rennen. Da gibt es eine Menge Zeit, sich zu erholen.”

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Protest gegen Racing Point? Wirbel um "rosaroten Mercedes"

Racing Point könnte noch vor dem Formel-1-Start Ärger drohen.

Wie Auto Bild motorsport berichtet, soll Renault einen Protest vorbereiten. Grund dafür ist die Möglichkeit, dass der Rennstall aerodynamische Teile des Vorjahres-Mercedes übernommen haben soll, was laut Reglement verboten ist.

Tatsächlich wurde der RP20 bereits als “rosaroter Mercedes” bezeichnet, optisch ähnelt er außer der Lackierung sehr dem Boliden, mit dem Lewis Hamilton im vergangenen Jahr Weltmeister wurde.

“Sie haben den letztjährigen Mercedes ‘kopiert’. Das scheint extrem gut zu funktionieren. Sie waren selbst überrascht, wie gut das funktioniert hat. Aber das ist noch mit Vorbehalt zu sehen, denn sie müssen das Auto auch im Verlauf der Saison weiterentwickeln. Auf Anhieb hat das Team aber ein Auto, das ganz klar auf Position vier steht”,  meinte Formel-1-Experte Marc Surer bei SPORT1.

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

Möglicher Protest hat Vorgeschichte

Kommt es tatsächlich zu einem Protest, müssten sich die Rennkommissare beim Saisonstart in Australien (15. März) mit dem Fall beschäftigen. Racing Point betont, dass es “keinen Transfer von gelisteten Teilen von Mercedes” gegeben habe und die Teile lediglich vom Silberpfeil nachgezeichnet wurden.

Renault kämpft mit Racing Point um den vierten Platz in der Konstrukteurswertung.

Der mögliche Protest hat eine Vorgeschichte: Beim Japan-GP 2019 legte ausgerechnet Racing Point Protest gegen das Bremssystem der Franzosen ein und sorgte für deren Disqualifikation. Nun könnte es eine Retourkutsche von Renault geben.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

Ferrari chancenlos? "Habe das Gefühl, dass es umgekehrt ist"

Die Formel 1 ist aus dem Winterschlaf erwacht. 

Nach der Vorstellung ihrer neuen Boliden absolvierten die zehn Teams in der vergangen Woche in Barcelona die ersten drei Testtage. 

Mercedes dominiert erste Testtage

Dabei begann das Formel-1-Jahr 2020, wie das Jahr 2019 endete: mit der Dominanz von Mercedes. 494 Runden drehten die Silberpfeile, so viele wie kein anderes Team – und das mit einem Auto, das im Winter radikal umgebaut wurde. 

Weltmeister Lewis Hamilton fuhr zudem mit 1:16,676 Minuten die schnellste Runde vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas (1:16,832). Ferrari, seit Jahren hinter Mercedes zurück, erlebte dagegen Testtage zum Vergessen. Sebastian Vettel und Charles Leclerc fehlten über 2,5 Sekunden auf die Bestzeit Hamiltons. 

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht’s zum Shop | ANZEIGE

Für Ex-Rennfahrer und Formel-1-Experte Marc Surer noch kein Grund zur Besorgnis.

“In den letzten Jahren war Ferrari immer der Test-Weltmeister und Mercedes hat beim ersten Rennen dann zugeschlagen. Ich habe das Gefühl, dass es dieses Jahr genau umgekehrt ist. Mercedes versteckt sich nicht, sondern macht seine Tests ohne Heimlichtuerei. Dafür hält sich Ferrari zurück, obwohl sie bei den Longruns absolut auf Augenhöhe mit Mercedes waren. Nur bei den einzelnen Runden haben sie offenbar nicht aufgedreht”, analysiert Surer im Gespräch mit SPORT1

Surer zu neuem Mercedes-Lenksystem: “Clevere Idee”

Mercedes überraschte bei den Tests in Barcelona mit einem neuartigen Lenksystem. Wie Online-Aufnahmen zeigen, drückte und zog Star-Pilot Lewis Hamilton auf der Start-Ziel-Geraden sein Lenkrad, wodurch sich die Position der Reifen leicht veränderte.

Ein erneutes Drücken des sechsmaligen Weltmeisters vor dem Bremspunkt brachte das Lenkrad wieder in die ursprüngliche Position und die Vorderräder wurden wieder in die Ausgangsstellung versetzt. Experten vermuten, dass Mercedes mit dem “DAS-System” die Reifentemperatur besser managen kann, da bei gerader Spur weniger Reibung entsteht.

“Das finde ich eine extrem clevere Idee. Da es die FIA abgesegnet hat, ist es auch legal. Trotzdem würde ich nicht ausschließen, dass wir deswegen in Melbourne einen Protest haben”, sagte Surer zu der technischen Innovation. 

Nun liege es an der Konkurrenz – insbesondere Ferrari -, sich Gedanken zu machen, ob sie versucht das System nachzubauen, was auf die Schnelle sehr schwer sei, oder ob sie sagt, “das ist vom Reglement her nicht ganz sauber”, ergänzte Surer.

Ferrari schenkt Saisonstart ab

Bei Ferrari sind nach den ersten Testtagen bereits die Hoffnungen auf einen guten Saisonstart in Melbourne (15. März) verflogen. Zu problematisch verliefen die ersten Tage in Barcelona. 

Am ersten Testtag konnte Vettel wegen gesundheitlicher Probleme nicht teilnehmen, am dritten Tag stellte er seinen neuen SF1000 am Vormittag mit einem Motorschaden ab und verlor wichtige Zeit zum Testen. Auch bei Leclerc lief nicht alles rund. 

Teamchef Mattia Binotto hakte daher den Saisonstart schon einmal ab. “Ferrari wird Mercedes über die Saison schlagen können. Wird Ferrari sie schon in Australien schlagen? Vielleicht nicht”, sagte er. 

Surer hat zu den Aussagen Binottos eine klare Meinung: “Vielleicht ist das die neue Philosophie von Binotto, nachdem sie im Vorjahr mit viel Vorschusslorbeeren nach Melbourne gereist und dort eingegangen sind. Diesmal beziehen sie lieber jetzt Prügel bei den Testfahrten und sind dann in Melbourne dabei.”

Surer macht Ferrari Hoffnung

Und was passiert bei Ferrari, wenn der Saisonstart wieder daneben geht und der Worst Case eintritt? “Italiener geben nie Zeit, die hauen immer drauf. Es ist ein hartes Brot für die Ferrari-Leute, wenn es um den Vergleich mit Mercedes geht”, sagte Surer. 

Gänzlich an einen erneuten Ferrari-Fehlstart glauben mag er aber nicht und verweist auf die ähnliche Situation, in der Mercedes im vergangenen Jahr steckte. Damals waren die Silberpfeile erst am letzten Testtag gut und fanden den Anschluss an Ferrari. 

“Vielleicht ist es jetzt umgekehrt, dass Ferrari in Melbourne den Anschluss findet, weil sie gemerkt haben, dass sie irgendwo in die falsche Richtung entwickelt haben”, macht Surer den Ferraristi Hoffnung. Zu Bedenken gibt er aber, dass es in diesem Jahr weniger Testtage gibt und “das Aufholen dadurch deutlich schwieriger geworden ist.”

Im Gegensatz zu Ferrari erlebte Racing Point erfreuliche erste Testtage. Der Rennstall mit Sitz im englischen Silverstone gehört nach den bemerkenswerten Vorstellungen zu den größten Überraschungen vor der neuen Saison. Lance Stroll und Sergio Perez landeten auf Platz fünf und sechs des Wochenklassements.  

“Sie haben den letztjährigen Mercedes ‘kopiert’. Das scheint extrem gut zu funktionieren. Sie waren selbst überrascht, wie gut das funktioniert hat. Aber das ist noch mit Vorbehalt zu sehen, denn sie müssen das Auto auch im Verlauf der Saison weiterentwickeln. Auf Anhieb hat das Team aber ein Auto, das ganz klar auf Position vier steht”, erklärte Surer den überraschenden Sprung des Teams.

Für Spannung in den kommenden Wochen ist also gesorgt.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

"Hut ab" – Ricciardo staunt über Mercedes-Trick

Das neuartige Lenksystem “DAS” von Mercedes sorgt bei den Formel-1-Testfahrten in Barcelona für Aufsehen. Renault-Pilot Daniel Ricciardo ist erstaunt und lobt den Rennstall für seine Innovation.

“Ich liebe solche Dinge! Hut ab”, schwärmte der 30-Jährige laut Motorsport-total.com und zollte Mercedes Respekt für deren Siegermentalität: “Sie haben diese ganze Turbo-Ära dominiert und trotzdem geben sie weiterhin alles. Sie bleiben bescheiden und deshalb sind sie so dominant.”

Ricciardo: “Das ist natürlich jetzt bei allen ein Gesprächsthema”

Dass die Innovation für Verwunderung sorgt und in Fahrerkreisen ein großes Thema ist, bestätigte Ricciardo: “Ich denke nicht, dass schon mal jemand darüber nachgedacht hat, oder zumindest nicht viele. Aber das ist natürlich jetzt bei allen ein Gesprächsthema.”

Ob sein Team ein Nachahmer wird, weiß der Australier nicht. Lange Zeit bliebe ihnen ohnehin nicht – schon 2021 soll DAS verboten werden.

Veröffentlicht unter KfZ-News | Hinterlasse einen Kommentar

 Powered by Max Banner Ads