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"Bereue nichts": Vettel teilt gegen Kritiker und Kollegen aus

Sebastian Vettel hofft auch fünf Jahre nach seinem Wechsel zu Ferrari auf seinen ersten WM-Titel mit der Scuderia.

“Ich glaube noch immer, dass es funktioniert. Natürlich läuft es nicht so wie im Traum. Nicht alles klappt. Wir hatten gute Jahre und gute Rennen, aber insgesamt war es nicht genug. Wir waren nicht nah genug dran. Wir haben nicht genug Punkte geholt”, meinte der 32-Jährige im Interview mit Motorsport-Total.com.

Der Rennstall müsse allerdings daran arbeiten, den finalen Schritt zu machen. “Ich bereue nichts. Ich befinde mich noch immer in diesem Traum. Es ist eine große Ehre, das relevanteste Auto im ganzen Feld zu fahren. Es liegt an uns, dass das relevanteste auch das schnellste Auto wird.”

In dieser Saison fuhr Ferrari vor allem zu Saisonbeginn deutlich hinterher, Konkurrent Mercedes ist der WM-Titel schon drei Rennen vor Saisonende nicht mehr zu nehmen. Vettel kann maximal noch den dritten Platz in der Fahrer-Weltmeisterschaft erreichen. Zu wenig für die Ansprüche eines viermaligen Champions. (Fahrerwertung der Formel 1)

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Vettel: “Es ist ein Albtraum”

Obwohl dem Deutschen schon nach wenigen Rennen dämmerte, dass es ein schwieriges Jahr werden könnte, wollte er dies zunächst nicht wahrhaben.

“In gewisser Hinsicht realisiert man es ziemlich schnell, weil man sieht, was passiert. Aber du versucht, das zu verdrängen, weil du das Gegenteil beweisen willst. Dann klappt es aber wieder und wieder nicht … Man sieht die Wahrheit, will sie aber nicht sehen. Es ist kein schönes Gefühl. Irgendwann muss man es dann einsehen.”

Vor dem Singapur-GP Ende September war Vettel über ein Jahr lang ohne Grand-Prix-Sieg, manche Medien spekulierten sogar schon über einen Rücktritt des viermaligen Weltmeisters. Als Vettel dann überraschend das Rennen gewann, wurde über eine Trendwende berichtet.

Vettel selbst ist genervt von der Aufregung um kurzfristige Resultate: “Es ist ein Albtraum! Jeden Tag beurteilt man etwas, und dann ändert man seine Meinung wieder. Ich finde das nicht glaubwürdig. Denn wann man für etwas einsteht, Werte oder eine Meinung hat, wie kann man die dann über Nacht ändern?”

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Vettel lässt Zukunft bei Ferrari offen

Für Vettel selbst sind die Berichte seiner Meinung nach nicht schlimm: “Ich bin schon lange genug dabei und habe Höhen und Tiefen erlebt.”

Ob Vettel seine Karriere bei Ferrari beendet – sein Vertrag läuft 2020 aus – weiß der Deutsche noch nicht. “Ich glaube, ich blicke einfach nicht zu weit in die Zukunft. Aber ich weiß es nicht. Es hängt davon ab, was bei den Regeln passiert. Und es kommt auf nächstes Jahr an. Dann werden wir weitersehen.”

Leichte Kritik übte er an der jungen Generation rund um Max Verstappen (Red Bull) und Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc. “Sie verbringen viel mehr Zeit damit, sich selbst im Telefon anzuschauen. Das ist der große Unterschied! Aber ich denke, auch das hängt mit der Generation zusammen.”

Vettel selbst ist in den sozialen Medien nicht vertreten, seine Kollegen beschäftigen sich dafür umso mehr mit Instagram und Co. Dennoch freut sich Vettel darüber, dass die Talente es aus den kleinen Motorsport-Klassen bis in die Formel 1 geschafft haben.

Mehr Umweltschutz in der Formel 1

Ähnlich wie kürzlich Lewis Hamilton ist auch Vettel der Meinung, dass man gesellschaftliche Probleme wie den Umweltschutz angehen müsse. Dabei sei auch die Königsklasse gefordert.

“Ich denke, dass die Formel 1 insgesamt eine Verantwortung hat. Jeder von uns hat eine Verantwortung, vorweg zu gehen und ein Vorbild zu sein. Daher finde ich auch, dass wir viel mehr tun sollten. Wir sollten Wegbereiter sein und nicht nur hohe Standards bei der Performance, den Autos, dem Wettbewerb, dem Racing und der Unterhaltung haben”, stellte er klar.

“Wir sollten auch Standards darin setzen, voraus zu schauen und an die Zukunft zu denken. Die Zukunft des Planeten, des Sports – von allem. Ich glaube, dass das alles miteinander verbunden ist. Ich nenne mal einige Beispiele. Wenn man synthetische Kraftstoffe schon heute einführen kann, warum nicht? Das wäre möglich. Unsere Motoren könnten damit fahren. Wir könnten die ersten sein. Warum nicht? Wir können es machen.”

Vettel schlug außerdem vor, Getränke an die Zuschauer ohne Plastik anzubieten, um den Müllverbrauch an der Strecke zu reduzieren.

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Fahrerkarussell: So denkt Hamilton über seine Zukunft

Das Fahrerkarussell der Formel 1 für 2020 zum Durchklicken:

Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko korrigiert eine Aussage, nach der nur noch zwei Piloten 2020 Chancen auf den Platz neben Max Verstappen haben.

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Lewis Hamilton macht Mercedes Hoffnung.

SPORT1 präsentiert das Fahrerkarussell und zeigt, welche Plätze noch frei sind und wer sich darum streitet.

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Ferrari-Binotto: "Müssen auf schärfste Weise agieren"

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat den Druck auf seinen Rennstall erhöht und die verbleibenden WM-Läufe des Formel-1-Jahres zu einer Art Generalprobe für 2020 ausgerufen. “Wir müssen die letzten drei Rennen dieser Saison nutzen, um uns als Gruppe weiterzuentwickeln und auf schärfste Weise agieren, um besser auf das nächste Jahr vorbereitet zu sein”, sagte der 49-jährige Italiener vor dem Großen Preis der USA.

“Wir sind die letzten sechs Rennen von der Pole Position gestartet, haben aber nur drei davon gewonnen und wollen es auf jeden Fall besser machen”, merkte Binotto an und verlangte von seiner Mannschaft noch mehr Präzision: “Es ist ein sehr enges Feld an der Spitze, und jedes Detail ist wichtig, wenn wir öfter gewinnen wollen.”

Auf der abwechslungsreichen Strecke in Austin/Texas mit einer 1,2 km langen Geraden und Kurventypen jeglicher Couleur rechnet Binotto mit einer weiteren Siegchance: “Wir haben letztes Jahr hier gewonnen, und das Team wird motiviert sein, ein sehr gutes Ergebnis nach Hause zu bringen.” Zum Zünglein an der Waage könnten wieder einmal die Reifen werden. In Austin wird mit ungewöhnlich kühlen Temperaturen gerechnet.

Hamilton mit guten Chancen

Am vergangenen Sonntag in Mexiko konnten die Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Sebastian Vettel die Startplätze eins und zwei abermals nicht in den vierten Saisonsieg der Scuderia ummünzen.
Die Team-Weltmeisterschaft ging bereits Anfang Oktober in Japan an Mercedes.

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Die Fahrer-WM wird wohl am kommenden Sonntag in Austin/Texas zum sechsten Mal an Silberpfeil-Star Lewis Hamilton gehen. Dem 34-jährigen Briten reicht im drittletzten Saisonrennen ein achter Platz, um aus eigener Kraft den Titel zu sichern. Hamilton ist auch Weltmeister, wenn sein Teamkollege Valtteri Bottas nicht gewinnt.

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Schumacher: Enge Verbindung zu Vettel

Für Mick Schumacher ist der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel in die Rolle eines Freundes und Mentors hineingewachsen. “Ich glaube, was mein Papa für Sebastian war, ist Sebastian für mich. Jemand, der einem eng verbunden ist und mit dem ich über Motorsport reden kann”, sagte der Formel-2-Fahrer im Interview mit motorsport-magazin.com.

Ferrari-Star Vettel (32) sei jemand, der “doch ein paar mehr Jahre im Sport auf dem Buckel hat. Da hilft jeder Wortaustausch mit ihm”, erklärte der 20 Jahre alte Sohn von Michael Schumacher.
Der Formel-1-Rekordchampion (50) wiederum hatte den jungen Heppenheimer Vettel zu gemeinsamen Zeiten in der Motorsport-Königsklasse unterstützt.  

Berührungspunkte mit Vettel hat Mick Schumacher nicht zuletzt aufgrund seiner Förderung durch die Fahrerakademie von Ferrari, welcher der Prema-Pilot seit Jahresbeginn angehört. Die Entscheidung für die Ferrari Driver Academy sei ihm überaus leicht gefallen, erklärte der Formel-3-Europameister von 2018: “Ich bin hier groß geworden und mit Ausnahme einer Saison immer für italienische Teams gefahren. Die Leidenschaft, die sie für den Motorsport haben, ist sehr schön. Bei Ferrari merkt man das umso mehr.”

“Spüre die DNS meines Vaters in jedem Ferrari”

Mick Schumachers Beziehung zu Ferrari begann gewissermaßen mit seiner Geburt im Jahr 1999. Sein Vater Michael fuhr da bereits drei Jahre für die Scuderia in der Formel 1, von 2000 bis 2004 gewann er mit den Roten die Weltmeisterschaft. Nach seinem ersten Rücktritt 2006 ließ Schumacher sein Know-how in die Serienentwicklung der Sportwagen-Edelschmiede einfließen – etwas, das für Mick Schumacher heute noch nachhallt: “Ich spüre die DNS meines Vaters in jedem Ferrari. Das macht mich stolz.”

Schumachers erste Formel-2-Saison war bislang geprägt von einigen Unfällen und Defekten. Mit dem Premierensieg in Ungarn sei aber viel Druck von ihm abgefallen: “Wir hatten schon die ganze Saison über eine gute Performance, aber konnten das nicht richtig umsetzen. Der erste Sieg in der Formel 2 war großartig, ich muss aber weiter an mir arbeiten.”

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Eine besondere Erwartungshaltung in Deutschland aufgrund seines Nachnamens verspüre er hingegen nicht, erklärte der 20-Jährige: “Nein. Ich meine… Ich bin Mick. Und ich liebe diesen Sport. Das ist für mich das Wichtigste.”

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Kohl: "Ferrari hing an der falschen Liane"

Die Tops und Flops des Mexiko-GP zum Durchklicken:

Beim Großen Preis von Mexiko unterläuft Ferrari der nächste Strategiefehler.

Statt Charles Leclerc nur einmal stoppen zu lassen, wie es alle anderen Top-Piloten auch gemacht haben, bitten die Roten den Monegassen zweimal in die Box – und verhindern dadurch eine Podestplatzierung für Leclerc.

Für SPORT1-Kolumnist Peter Kohl landet die Scuderia damit bei den Verlierern, während er vor Lewis Hamilton, Mercedes und einem Lokalmatador den Hut zieht. Die Tops und Flops des Mexiko-Grand-Prix.

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"Feinde im eigenen Team" – Presse zerlegt Ferrari

Die Pressestimmen des Mexiko-GP zum Durchklicken:

Lewis Hamilton triumphiert beim Großen Preis von Mexiko erneut, obwohl er am Start kollidiert. Eine exzellente Strategie lässt Mercedes jubeln, die internationalen Medien huldigem dem designierten Weltmeister.

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Ferrari wird dagegen scharf kritisiert, von “selbstmörderischer” Strategie ist die Rede. SPORT1 fasst die Pressestimmen zusammen.

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Red Bull giftet gegen Hamilton

Lewis Hamilton heißt der Sieger des Großen Preise von Mexiko. Der Brite fährt trotz einer Startkollision an die Spitze, verpasst jedoch den vorzeitigen WM-Titel. Und das mit kaputtem Unterboden, wie er erklärte. (Fahrerwertung der Formel 1)

Die Ferraris hatten nach starkem Qualifying wieder einmal im Rennen das Nachsehen. Während Sebastian Vettel erstaunt über die Haltbarkeit des harten Reifens ist, gesteht Mercedes ein “Experiment.” (DATENCENTER: Ergebnis des Mexiko-GP)

Be Red Bull war man nach dem Rennen angefressen. Nach einer Kollision mit Hamilton musste Max Verstappen vom Ende des Feldes Jagd auf die Spitze machen. Motorsportchef Dr. Helmut Marko war nicht Einverstanden mit dem Manöver des Mercedes-Piloten 

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SPORT1 fasst die Stimmen von Sky, RTL und dem ORF sowie von der Pressekonferenz und aus der Boxengasse zusammen.

SPORT1 fasst die Stimmen von Sky, RTL und dem ORF sowie von der Pressekonferenz und aus der Boxengasse zusammen.

 Lewis Hamilton (Mercedes, Rang 1):

 ”Ein unglaubliches Ergebnis, ein riesiges Danke ans ganze Team. Wir kamen im Wissen hierher, dass es ein schwieriges Rennen wird. Aber wir haben es durchgezogen. Ich habe einige Schäden am Auto, das Rennen war ein ganz schöner Krampf, aber ich bin cool geblieben. Zudem fuhr ich mit kaputtem Auto, habt ihr den Unterboden gesehen? Ich war wirklich dankbar, die Zielflagge zu erkennen, Aber wir alle sind konzentriert geblieben und nun stehe ich hier als Sieger, unglaublich!”

… über die verpasste Vorentscheidung: “Das ist mir egal. Ich liebe das Racing und fahre ein Rennen nach dem anderen. Es ist ein Rennen, dass ich schon eine ganze Weile gewinnen wollte. Es war schwierig für uns, ich bin demütig und dankbar für diese Gelegenheit. Das Team hat die beste Strategie herausgeholt. Die Ferraris hinter uns zu halten, war nicht so einfach. Es war ein tolles Rennen.”

Sebastian Vettel (Ferrari, Rang 2):

„”Überraschenderweise haben die harten Reifen sehr gut funktioniert. Als Lewis hereinkam, dachten wir nicht, dass der harte Reifen so lange hält. Es war ein intensives Rennen, ohne jegliche Pause. Ich hatte Valtteri direkt hinter mir, der mir einigen Druck gemacht hat. Aber er hatte keine Chance, mich zu überholen. Ich habe mich auf Lewis vorne konzentriert. Aber er ist da den größten Teil des zweiten Stints einfach durchgerauscht, er hatte einfach genug Reifen übrig gehabt.”

… über die Strategie: “Ich bin glücklich, ich denke es war ein gutes Rennen, Ich glaube, man hat gesehen, dass Mercedes in den entscheidenden Momenten etwas schneller war. Mit einer anderen Strategie hätte es vielleicht ein bisschen besser aussehen können. Es war am Anfang nicht klar, welche Strategie die bessere war.”

… über die Probleme an Sonntagen: “Was das Chassis angeht, sind sie immer noch uns voraus. An Samstagen schaffen wir es, die Dinge mit den frischen Reifen etwas verschleiern, dass wir nicht soviel in den Kurven verlieren. An Sonntagen ist es eine andere Geschickte. Uns fehlt ein bisschen Speed in der Kurve, wenn wir unsere Reifen managen müssen. Wir brauchen uns nicht verstecken. Wir können stolz sein, so stark zu sein und sie unter Druck setzen zu können. Doch die Punkte werden am Sonntag vergeben, und da sind sie halt etwas stärker. Vor zwei Wochen war es ein ganz anderes Rennen, jedoch ein ähnliches Bild.”

… über sein hartes Manöver gegen Hamilton: “Lewis ist nach dem Rennen zu mir gekommen und wollte wissen, was da los war. Ich habe ihn einfach nicht gesehen. Mit diesen Autos ist es wirklich schwierig, in gewissen Situationen einen Gegner ausmachen zu können.”

Valtteri Bottas (Mercedes, Rang 3):

“Ein bittersüßes Wochenende. Die Qualifikation endete nicht so, wie ich das gerne gewollt hätte, aber am Sonntag könnte ich ein gutes Rennen fahren. Der Wagen lag gut, ich könnte nicht behaupten, dass ich Nachwirkungen des Unfalls gespürt hätte. Ich selbst fühlte mich auch wohl, ich hatte keine Beschwerden. Ich bin mit meinem Renn-Speed sehr zufrieden. Mein Start war nicht ideal gewesen, ich verlor einen Platz. Letztlich hätte ich mit einem besseren Start gewiss mehr erreichen können.”

… über seine Entwicklung bei Mercedes: „Ich habe den Speed und das Vertrauen ins Auto, um regelmäßig gute Ergebnisse erringen zu können. So soll es weitergehen.”

Charles Leclerc (Ferrari, Rang 4):

“Wir müssten früh in die Box, um uns gegen Albon, der ebenfalls früh reingekommen ist, zu covern. Da wussten wir, dass es eine Zwei-Stop-Strategie werden wird. Dadurch waren wir ein bisschen im Hintertreffen. Ein Stop wäre wahrscheinlich die bessere Lösung gewesen. Es ist schade, aber so ist es eben.”

Max Verstappen (Red Bull, Rang 6)

“Wenn man die Umstände betrachtet, war es ein sehr gutes Rennen. Wir hatten einen guten Start, dann haben Lewis und ich uns berührt musste auf das Gras gekommen. Ich hatte dann Valtteri überholt, aber Lewis hat mit seinem Frontflügel meinen Reifen aufgeschlitzt.”

… über den Schuldigen beim Crash: “Ich weiß nicht. Ich war innen und habe die Berührung gespürt.”

Nico Hülkenberg (Renault, Rang 10):

“Am Samstag haben wir uns selbst das Leben schwer gemacht. Mit dem Auto war ich gestern auch nicht happy. Wir konnten nicht mehr reagieren. Das hat sich auch im Rennen durchgezogen. Es war schwierig, etwas zu bewegen.”

… über seinen Crash mit Kvyat:

“Ich werde mich bedanken bei ihm, hat er 1A gemacht.”

Toto Wolff (Motorsportchef Mercedes):

“Wir wussten nicht, ob wir es mit diesem Tempo ins Ziel schaffen würden. Es war wirklich ein bizarres Experiment. Aber wir sahen, wie stark Daniel Ricciardo auf den harten Reifen unterwegs war, auf hohem Niveau mit soliden Rundenzeiten. Aber in Mexiko mit dem gleichen Reifensatz so lange draußen zu bleiben und auch noch zu gewinnen, das ist schon außergewöhnlich. Aber natürlich fühlt es sich komisch an, 47 Runden mit einem Satz zu fahren.”

Dr. Helmut Marko (Motorsportchef Red Bull):

… über die Kollision von Verstappen und Hamilton: “Max war eigentlich vorn und dann ist ihm Hamilton recht kräftig aufs Auto gefahren, er musste auf die Wiese und hat dadurch Plätze verloren.”  

… auf die Frage, ob Red Bull unfair behandelt wird: “Also wenn wir betroffen sind, dann ist es normales Racing.”

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Trotz Ausfalls zum Titel? So wird Hamilton in Austin Weltmeister

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat beim Großen Preis von Mexiko trotz des Sieges den vorzeitigen Gewinn seines sechsten Titel knapp verpasst. (SERVICE: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Der britische Mercedes-Pilot geht mit 74 Punkten Vorsprung auf seinen finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas in den drittletzten Saisonlauf  in Austin/Texas. Auf seiner Lieblingsstrecke gewann Hamilton zudem bereits fünfmal.

Hamilton wird in Austin Weltmeister, wenn…

… Bottas siegt und er mindestens Rang acht belegt.
… Bottas nicht gewinnt.

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Verstappen nachträglich bestraft – Vettel profitiert

Der Niederländer Max Verstappen hat die Pole Position für den Großen Preis von Mexiko am Grünen Tisch verloren. (Formel 1: Rennen in Mexiko ab 20.10 Uhr im LIVETICKER)

Die Rennkommissare belegten den Red-Bull-Piloten nach einer Anhörung mit einer Rückversetzung um drei Startplätze, weil er unter Gelber Flagge die Bestzeit erzielt hatte. Die Formel-1-Regeln besagen, dass die Fahrer bei diesem Signal deutlich vom Gas gehen müssen. Zudem erhält Verstappen zwei Strafpunkte. “Es ist sehr enttäuschend, eine Startplatzstrafe erhalten zu haben”, kommentierte Verstappen.

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Vettel rückt in Startreihe eins

Dadurch startet Ferrari-Pilot Charles Leclerc (Monaco) von Platz eins in den 18. Saisonlauf, sein Teamkollege Sebastian Vettel (Heppenheim) rückt in die erste Startreihe auf. Damit geht Ferrari zum sechsten Mal in Folge von der Pole Position in ein Rennen. (DATENCENTER: Ergebnis des Qualifyings aus Mexiko)

Nach dem Unfall des Mercedes-Piloten Valtteri Bottas (Finnland) hatte Verstappen seine Bestzeit im Qualifying unter Gelber Flagge nochmals verbessert. Die Stewards stützten sich bei ihrem Urteil auf Video-, Audio- und Telemetrie-Daten. Ferner verglichen sie das Verhalten Verstappens mit dem anderer Piloten in dieser Situation.

Verstappen bremst nicht ab

“Die Rennkommissare stellten auf den Bildern an Bord von Wagen 33 fest, dass die wehende gelbe Flagge deutlich sichtbar war und mit ausreichender Aufmerksamkeit gezeigt wurde. Der vorherfahrende Wagen 5 (Vettels Ferrari; d.Red.) hat die Geschwindigkeit vorschriftsmäßig deutlich reduziert”, hieß es in der Begründung.

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Verstappen selbst hatte bei der Pressekonferenz unmittelbar nach dem Qualifying erklärt: “Mir war bewusst, dass Valtteri gecrasht ist.” Auf die Frage, ob er vom Gas gegangen sei, antwortetet Verstappen knapp: “Hat nicht danach ausgesehen, oder?” Er ergänzte lapidar: “Man wird mir die Rundenzeit streichen, aber die andere Runde war ja auch gut.” Diese hätte tatsächlich ebenfalls zu Startplatz eins gereicht.

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Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes rückte im Zuge der Verstappen-Strafe auf Startplatz drei vor, er kämpft in Mexiko um den vorzeitigen Titelgewinn. Der Engländer liegt 64 WM-Punkte vor seinem einzig verbliebenen Meisterschaftskontrahenten Bottas.

Um sich am Sonntag zum sechsten Mal die Krone aufzusetzen, muss Hamilton 14 Zähler mehr holen als der Finne, der Startplatz sechs holte. Teamchef Toto Wolff erklärte, dass Bottas “zu 90 Prozent” ohne Strafe bleiben dürfte, komplett ausschließen wollte er den Austausch relevanter Teile am Samstagabend aber nicht.

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Leclerc vor Vettel: Ferrari dominiert Abschlusstraining

Die beiden Ferrari-Piloten haben auch im bedingt aussagekräftigen dritten freien Training zum Großen Preis von Mexiko den Ton angegeben.

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel war im Autodromo Hermanos Rodriguez als Zweiter 0,027 Sekunden langsamer als sein monegassischer Teamkollege Charles Leclerc, der in 1:16,145 Sekunden die Bestzeit setzte.

Damit untermauerte die Scuderia ihre Favoritenrolle für das Qualifying (Formel 1: Qualifying zum Großen Preis von Mexiko, ab 20 Uhr LIVETICKER). Zuletzt war Ferrari fünfmal in Folge im Kampf um die Pole Position nicht zu schlagen, viermal setzte sich Leclerc durch, zuletzt in Japan war Vettel der Beste im Kampf gegen die Uhr.

Hamilton auch hinter Bottas

Auf der nur langsam abtrocknenden Strecke gingen die meisten Piloten erst in den letzten zehn Minuten auf Zeitenjagd, dann aber purzelten die Bestzeiten. Mercedes-Pilot Valtteri Bottas (Finnland/+0,114) wurde Dritter vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton (England/+0,236). Nico Hülkenberg im Renault fuhr keine gezeitete Runde.

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Bleibt dieses Kräfteverhältnis bis zum Rennen am Sonntag (Formel 1: Rennen in Mexiko-Stadt ab 20.10 Uhr im LIVETICKER) bestehen, dürfte es Weltmeister Hamilton äußerst schwer haben, vorzeitig seinen sechsten Titel perfekt zu machen.

Der 34-Jährige liegt vor dem viertletzten Rennen 64 WM-Punkte vor seinem einzig verbliebenen Meisterschaftskontrahenten Bottas. Um sich im dritten Jahr in Folge in Mexiko die Krone aufzusetzen, muss Hamilton 14 Zähler mehr holen als der Finne.

Bis zum Qualifying soll es trocken bleiben. Für das Rennen am Sonntag besteht nach derzeitigem Stand ein gewisses Niederschlagsrisiko.

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