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Steigt Top-Team aus? "Kann es nicht allen recht machen"

In der Saison 2021 könnte in der Formel 1 alles auf den Kopf gestellt werden.

Am Rande des USA-Grand-Prix haben der Automobil-Weltverband FIA und die Formel-1-Bosse von Liberty Media die neuen Regeln präsentiert, die für mehr Ausgeglichenheit im gesamten Feld sorgen sollen.

Doch die Topteams wollen nur ungern ihre Vorherrschaft der letzten Jahre aufgeben. Droht also ein Konflikt innerhalb der Formel 1, der sogar im Ausstieg eines Topteams wie Ferrari oder Mercedes gipfelt?

“Ich hoffe zwar nicht, dass es dazu kommt – aber wenn dann einer der großen Rennställe sagt: ‘Wir steigen aus’, dann sollen sie aussteigen. Dafür kommt dann auch ein anderes Team wieder nach. Man kann es nicht allen recht machen”, sagte Motorsport-Legende Hans-Joachim “Striezel” Stuck bei SPORT1.

Mercedes und Ferrari fürchten um Vormachtstellung 

Die Top-Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull fürchten durch die Veränderungen aber um ihre Vormachtstellung.

Dies wäre aber ganz im Sinne der Formel-1-Bosse, die sich mehr Spannung für ihre Serie wünschen. Auch Stuck sieht den aktuellen Zustand kritisch: “Wir haben 20 Autos, die durch die Weltgeschichte reisen, und davon können vier Autos gewinnen. Das kann nicht der Ansatz sein.”

Für ihn ist deshalb klar: “Wir bräuchten grundsätzlich schon mal mehr Autos. 26 bis 28 Autos wären mir recht. Diese werden wir hoffentlich bald bekommen, wenn die Sache günstiger wird und dadurch Sponsoren einsteigen, die ein Team finanzieren können.”

Stuck mahnt: “Es muss Entwicklungsraum geben”

Allein mit mehr Autos ist es für Ex-Rennfahrer Stuck aber nicht getan: “Durch ein weniger kompliziertes, technisch weniger aufwendiges Reglement muss man erreichen, dass auch mal potenziell zehn Autos gewinnen können.”

Dabei helfen soll auch die Veränderung in der Fahrzeugentwicklung. Statt jedem Team komplett freie Hand in der Entwicklung des Boliden zu lassen, wird ab 2021 nicht nur die Aerodynamik vereinfacht. Auch die Getriebeentwicklung soll eingefroren und Standardteile eingeführt werden.

Stuck mahnt aber: “Es muss Entwicklungsraum geben, sodass sich einer vom anderen unterscheiden und absetzen kann – vor allem in den Bereichen Motor, Aufhängung, Geometrie und Stoßdämpfer. Diese Bereiche müssen auch unbedingt weiterhin freigestellt bleiben, sonst gibt es keinen Wettkampf mehr.”

Budgetobergrenze für mehr Chancengleichheit

Wichtigster Punkt für mehr Chancengleichheit soll aber eine Budgetobergrenze in Höhe von 175 Millionen Dollar sein. Diese soll jedem Team – zumindest finanziell – die gleichen Chancen einräumen.

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Allerdings sind bei dieser Summe die Fahrergehälter, Marketingausgaben oder Entwicklungskosten der Motoren nicht eingeschlossen.

Stuck sieht vor allem ein Manko bei der Einführung einer Budgetgrenze: “Ich glaube nicht, dass eine Kostendeckelung effektiv funktioniert. Wer will das kontrollieren? Das wird sehr aufwendig und kostspielig.”

Er sieht deshalb Schlupflöcher für die Teams: “Wenn beispielsweise Mercedes heute eine Entwicklung machen will, dann mieten die einen Windkanal irgendwo in Abu Dhabi. Das zu kontrollieren, das wird mehr kosten, als die Kostendeckelung im Endeffekt einspart.”

“Die Formel 1 muss nicht schwerer werden”

Auch von der geplanten Erhöhung des Gewichts um 25 Kilogramm ist der Ex-Rennfahrer nicht überzeugt. ”Man hat ja im vergangenen Rennen erst gesehen, dass Vettel die Aufhängung gebrochen ist. Wenn die Autos schwerer werden, können solche Schäden wieder häufiger auftreten. Kurzum: Gewichtserhöhung halte ich für unsinnig”, erklärte Stuck.

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Der Ausbau des Rennkalenders auf 25 Rennen lehnt Stuck ebenfalls ab: “Bei 18 bis 20 Rennen sollte Schluss sein. Macht man 25 Rennen, ist der Wunsch, jedes einzelne Rennen mitzuverfolgen, nicht mehr so groß. Gibt es nur 18 wirkliche Highlight-Wochenenden, an denen richtig Action stattfindet, dann will man dort auch mit dabei sein und kein Rennen verpassen.”

Alles in allem hofft Stuck aber, dass die Formel 1 “hart bleibt” beim neuen Reglement. Denn “Fakt ist, dass die Formel 1 in der Zukunft nicht mehr die Summen ausgeben kann, wie sie es im Moment tut”.

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Rührende Worte! Corinna Schumacher dankt Mann Michael

Rührende Worte von Corinna Schumacher (50) an ihren Mann Michael!

In einem Interview mit dem She’s Magazin haben sie und ihre Tochter Gina Maria (22) erstmals private Einblicke nach dem tragischen Unfall von Michael Schumacher gegeben.

Während Sohn Mick Schumacher (20) in der Formel 2 auf dem besten Weg ist, in die Fußstapfen von Papa Schumi zu treten, verbindet Corinna und Gina Maria die Liebe zum Westernreiten.

“Als ich 30 war und davon träumte, ein Pferd zu besitzen, flog er mit mir nach Dubai, um ein Araber-Pferd anzusehen”, verrät Corinna in dem Interview. Doch die gelernte Bürokauffrau verliebte sich auf Anhieb in ein sogenanntes Quarterhorse fürs Westernreiten und legte damit den Grundstein für ihre erfolgreiche Karriere als Westernreiterin, die sie 2010 mit dem Gewinn der Europameisterschaft krönte. 

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Großen Anteil an dem Erfolg hatte vor allem einer: “Ich vergesse nicht, wem ich das hier zu verdanken habe. Und das ist nun mal mein Mann Michael.”

Michael Schumacher schenkte ihr eine Ranch 

Zum zehnten Hochzeitstag 2005 schenkte Michael seiner Frau eine Ranch, die ‘CS Ranch – Reining Horses’, eine von zwei Ranches, die Corinna Schumacher bis heute erfolgreich betreibt. 

Auch Tochter Gina Maria ist erfolgreiche Westernreiterin und erfüllt damit ihre Mutter mit Stolz: “Es macht mich glücklich, dass sie tun kann, was sie liebt und dass sie schon so viel erreicht hat.”

Gina Maria wurde jüngst Weltmeisterin mit der deutschen Equipe und übertrifft damit ihre Mutter sogar schon. Doch das hatte Papa Michael wohl schon vorher gewusst, wie Corinna verriet: “Gina, du machst das richtig, du hast ein gutes Mittelmaß”, hatte Schumi damals gesagt, “das hat Michael schon erkannt, als Gina gerade mal elf Jahre alt war. Und es stimmt: Sie ist inzwischen viel besser als ich.”

Auch Gina Maria ist dankbar für die Ratschläge, die sie damals von Papa mit auf den Weg bekam. “Wenn du ein Kart fährst, kannst du es danach in die Garage stellen. Aber um Pferde musst du dich immer kümmern, auch sonntags”, machte Michael ihr damals die große Verantwortung deutlich.

Am 29. Dezember ist es genau sechs Jahre her, dass der Formel-1-Rekordweltmeister bei einem schweren Ski-Unfall ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt, durch das er sich seitdem in Reha in seinem Haus in der Schweiz befindet. Über seinen Gesundheitszustand gibt die Familie aus Rücksicht auf die Privatsphäre keine genauen Auskünfte. 

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Zukunft der Formel 1 sorgt für Stirnrunzeln

Die Formel 1 will sich ab 2021 gesundschrumpfen, das ist die Quintessenz des neuen Reglements.

Ein Passus im Regelwerk läuft dieser Idee aber deutlich zuwider: Bis zu 25 Rennen könnten bald im Kalender stehen. Der am Anschlag operierende PS-Zirkus ächzt. Auch unter Klimagesichtspunkten – die Formel 1 will Mitte November eine Umweltkampagne präsentieren – wirft der Wille zu weiterer Expansion Fragen auf.

“25 Rennen wären Hardcore, eigentlich sind 21 schon Hardcore”, sagte Weltmeister Lewis Hamilton am Rande des Großen Preises der USA. Aus Sicht des Mercedes-Piloten ist die Saison “schon jetzt ein bisschen lang”.

Carey beschwichtigt: Nicht zwingend 25 Rennen

Die Zahl 25 geistert zwar schon durch das Fahrerlager, seit der US-Unterhaltungskonzern Liberty Media Anfang 2017 die Rennserie übernommen hat. Nun aber steht sie erstmals Schwarz auf Weiß in der Agenda. 

“Das soll nicht bedeuten, dass wir so viele Rennen anstreben, wir wollen einfach ein wenig mehr Spielraum haben”, erklärte Formel-1-Boss Chase Carey in Austin.

Vettel wünscht sich 16 Rennen

Doch man muss nur auf die nackten Zahlen schauen, um zu verstehen, wohin die Reise wohl gehen wird. ”16 Rennen”, wie sie sich Ferrari-Pilot Sebastian Vettel wünscht, “damit wir Fahrer die Freiheit haben, auch mal etwas anderes zu machen”, gab es zuletzt im Jahr 2003.

Die Marke von 20 Grands Prix fiel erstmals 2012, in dieser Saison sind es 21, 2020 wird der (vorläufige) Rekord von 22 WM-Läufen aufgestellt.

Für DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck ist das zu viel. ”Bei 18 bis 20 Rennen sollte Schluss sein. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Macht man 25, ist der Wunsch oder das Bedürfnis, jedes einzelne Rennen mitzuverfolgen, nicht mehr so groß”, sagte der ehemalige F1-Pilot bei SPORT1.

Deutschland-GP fliegt aus Rennkalender

Vietnams Hauptstadt Hanoi stößt dann dazu, das niederländische Zandvoort kehrt nach 35 Jahren zurück. Der Große Preis von Deutschland fliegt dafür aus dem Kalender, eine baldige Rückkehr ist angestrebt.

Wahrscheinlich aber wird die US-Metropole Miami der nächste Formel-1-Schauplatz. Mitte Oktober erst schloss Liberty Media einen Vorvertrag, um ab 2021 rund um die Football-Arena der Miami Dolphins ein Rennen durchführen zu können.

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Buenos Aires und das südafrikanische Kyalami sind immer wieder im Gespräch für ein Comeback. Ein zweiter Lauf im Wachstumsmarkt China würde vor allem den Automobilherstellern zusagen. 

“Ich denke, wir sind im Moment nicht alle von dieser Idee überzeugt”, sagte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto einigermaßen diplomatisch und weist auf den zusätzlichen finanziellen Aufwand hin.

Stuck sieht das ähnlich: “Weniger ist in dem Fall mehr, weil dadurch die Spannung höher gehalten wird. Außerdem kostet jedes Rennen auch Geld!”

Entlasungsplan für Fahrer und Teams

Nicht nur die Fahrer, sondern alle Mitglieder des globalen Wanderzirkus Formel 1 wären von der Belastung durch zusätzliche Rennen betroffen.

Carey und Co. wissen das und haben bereits einen Entlastungsplan aufgestellt: Der Donnerstag als bisheriger Medientag wird ab 2021 im Freitag aufgehen, der bislang komplett für das erste und zweite freie Training reserviert ist.

Theoretisch spart man so einen Tag pro Rennwochenende ein, die Arbeit für alle Beteiligten wird aber noch komprimierter.

McLaren-Geschäftsführer Zak Brown schlug deswegen einen Kompromiss vor: “Eine Rotation bestimmter Rennen, um den Sport zu fördern, ohne das System übermäßig zu belasten.” Fraglich ist allerdings, ob das für viele Streckenbetreiber attraktiv wäre.

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Das belastete Bottas im WM-Kampf gegen Hamilton

Ehrliche Worte von Valtteri Bottas.

Der Mercedes-Pilot hat zugegeben, dass ihn die jährlichen Vertragsverhandlungen mit seinem Team mental belasten. Diese seien “nicht ideal” für seine Konzentration auf den WM-Kampf mit Teamkollege Lewis Hamilton.

Seit 2017 fährt der heute 30-Jährige für die Silberpfeile, mehr als einen Einjahresvertrag hat er – im Gegensatz zu Teamkollege Lewis Hamilton – seitdem nicht bekommen.

Unsicherheit bei Bottas

Auch im kommenden Sommer stehen wieder Vertragsverhandlungen auf dem Programm. “Es gab schon eine Zeit, da war die Situation im Hinblick auf 2020 alles andere als sicher. Viele Gerüchte. Ich hatte keine Ahnung, was passieren würde, und musste einfach abwarten”, erinnert sich der Finne zurück.

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Teamchef Toto Wolff hat sich nach den Äußerungen von Bottas ebenfalls zu Wort gemeldet und zugegeben, einen Fehler begangen zu haben.

“Es gibt bessere Wege, das Thema zu lösen. Im Nachhinein kann man sagen, dass es sich vielleicht ausgewirkt hat. Ich werde das berücksichtigen und versuchen, in Zukunft einen besseren Job zu machen”, so Wolff.

Vertragsverlängerung dauerte lange

Nach den ersten beiden Rennen lag Bottas in dieser Saison vor Weltmeister Lewis Hamilton. Beim vierten Grand Prix in Baku erklärte er Ende April, er habe “noch gar nicht” über einen neuen Vertrag nachgedacht, zudem sehe er “keinen Bedarf”, diesbezüglich Gespräche zu beginnen.

Doch schon damals ließ Bottas anklingen, dass er darauf hofft, dass die Gespräche “rasch erledigt” sind und sich nicht in die Länge ziehen. Die Bekanntgabe seines neuen Einjahresvertrags erfolgte jedoch erst Ende August.

Für Bottas im WM-Kampf gegen Hamilton ein klarer Nachteil. “Du hast halt nicht den totalen Seelenfrieden und kannst dich nicht rein auf den Job konzentrieren. Du bist nicht hundertprozentig frei im Kopf. Es ist schon schwierig”, so der Mercedes-Pilot.

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Verträge aller Fahrer laufen aus

“Wenn das immer so weitergeht, jedes einzelne Jahr deiner Karriere, dann wird es irgendwann richtig lästig. Insofern ist es jedes Mal schön, wenn der Vertrag unterzeichnet wird. Aber nächstes Jahr ist es wieder das Gleiche”, fürchtet der 30-Jährige.

Aktuell macht sich Bottas darüber aber keine Gedanken.

Im Sommer 2020 müssen neben Bottas auch alle anderen Fahrer ihre Verträge neu verhandeln. “Für 2021 ist die Tür weit offen. Da steht noch kein Fahrer bei irgendeinem Team unter Vertrag. Das ist super aufregend, und ich gehe davon aus, dass sich das Fahrerkarussell schon bald zu drehen beginnt”, freut sich Wolff bereits auf den nächsten Sommer.

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Kohl: "Das steht Verstappen nicht zu"

Kolumne von Peter Kohl zum USA-GP zum Durchklicken:

Beim USA-Grand-Prix in Austin krönt sich Lewis Hamilton zum sechsten Mal zum Weltmeister. Dem Briten fehlt nur noch ein WM-Titel, um mit Rekord-Champion Michael Schumacher gleich zu ziehen. 

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Ferrari liefert dagegen eine desaströse Vorstellung ab. Sebastian Vettel scheidet aus, Charles Leclerc fährt nur hinterher. Für Aufsehen sorgen die Aussagen von Max Verstappen. Der Red-Bull-Pilot richtet Betrugsvorwürfe gegen die Scuderia.

Peter Kohl analysiert das Rennen in Austin in gewohnter Art und Weise - SPORT1 präsentiert die Tops und Flops.

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Fahrerkarussell: Cockpit bei Alfa Romeo weg – F1-Aus für Hülkenberg?

Das Fahrerkarussell der Formel 1 für 2020 zum Durchklicken:

Wo liegt die Zukunft von Nico Hülkenberg? Einem Bericht des italienischen Motorsport.com zufolge soll der Deutsche seine Formel-1-Karriere nach dieser Saison beenden und 2020 für BMW DTM fahren.

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Nachdem das letzte freie Cockpit bei Alfa Romeo anderweitig vergeben wurde, ist die Tür für den Deutschen in der Formel 1 wohl ohnehin zu. Bei SPORT1 spricht Manager Raoul Spanger zu dem Gerücht. 

SPORT1 präsentiert das Fahrerkarussell und zeigt, welche Plätze noch frei sind und wer sich darum streitet.

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Betrug bei Ferrari? Verstappen erhebt schwere Vorwürfe

Trotz des Sieges von Valtteri Bottas war die Krönung von Lewis Hamilton zum sechsmaligen Formel-1-Weltmeister das große Thema beim Großen Preis der USA in Austin/Texas.

Nun aber stellen Betrugsvorwürfe von Red-Bull-Pilot Max Verstappen gegen Ferrari die weltmeisterlichen Feierlichkeiten bei Mercedes in den Schatten.

Die Scuderia hatte beim Doppelsieg von Mercedes alt ausgesehen, Charles Leclerc landete abgeschlagen auf Platz vier, Sebastian Vettel musste seinen Boliden gar frühzeitig abstellen – was Verstappen ganz und gar nicht überraschte.

Verstappen-Vorwürfe gegen Ferrari: “Das erklärt alles”

In einem Ausschnitt aus dem niederländischen Fernsehen ist zu sehen, wie Verstappen sagt: “Das bekommst du, wenn du aufhören musst, zu betrügen.”

Was der 22-Jährige meint: Nach einer Red-Bull-Anfrage veröffentlichte der Weltverband FIA vor dem Rennen in Austin eine technische Richtlinie, die eine mögliche Trickserei in Sachen Benzineinspritzung untersagte. Seit Monaten war spekuliert worden, dass Ferrari sich insbesondere auf den Geraden einen Vorteil verschaffen könnte, indem es den festgelegten Benzindurchfluss zwischen zwei Messpunkten zeitweise überschritt.

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“Ich bin nicht überrascht. Gar nicht. Nach dem, was herausgekommen ist. Das erklärt alles”, legte Verstappen auf der offiziellen Pressekonferenz in Richtung Ferrari nach.

Auch Hamilton erkennt Leistungsunterschiede bei Ferrari

Auch der frischgebackene Weltmeister Lewis Hamilton wollte bei Vettel und Co. im Vergleich zu den vorangegangenen Rennwochenenden einen Leistungsunterschied erkannt haben.

“Sie hatten wie aus dem Nichts plötzlich tonnenweise Power. Wann immer sie mehr Power brauchten, schienen sie noch mehr zu haben”, erklärte Hamilton rückblickend: “Dieses Wochenende – und ich weiß noch nicht, wie ihre GPS-Daten im Vergleich zu unseren aussehen – war definitiv anders als davor. Davor haben wir alleine auf der Geraden sieben Zehntel verloren.”

Bei Ferrari stießen die schweren Vorwürfe insbesondere von Verstappen wenig überraschend auf Unverständnis – und riefen ebenso heftige Reaktionen hervor.

Ferrari-Pilot Leclerc wettert gegen Verstappen

“Das ist ein Witz, um ehrlich zu sein”, wetterte Leclerc: “Er hat keine Ahnung, er ist nicht im Team. Wir wissen genau, was wir tun. Ich weiß nicht, warum er darüber spricht. Er weiß nichts darüber.”

Auch Ferrari-Boss Mattia Binotto reagierte angesäuert. Er habe “nach Ende des Rennens Kommentare gehört, über die ich sehr enttäuscht bin. Ich finde, solche Kommentare sind total falsch und nicht gut für den Sport. Da sollten alle ein bisschen vorsichtiger werden.”

Laut Binotto habe Ferrari zwischen den Rennen in Mexiko und in den USA nichts an den Motoren geändert, sondern vielmehr in Austin experimentiert, um die Nachteile in den Kurven wettzumachen.

“Es stimmt, dass wir auf den Geraden nicht so viel gewonnen haben wie bei den Rennen zuvor”, gestand der Italiener zwar, “dafür waren wir aber in den Kurven gleich schnell wie unsere Konkurrenten. Zumindest im Qualifying.”

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Weltmeister Hamilton: Das denke ich über Schumachers Rekorde

Lewis Hamilton hat sich souverän seinen sechsten Weltmeister-Titel in der Formel 1 gesichert. Beim Großen Preis von Austin reichte dem Mercedes-Pilot ein zweiter Platz hinter Teamkollege Valtteri Bottas, um zwei Rennen vor Saisonende in der WM-Wertung uneinholbar vorne zu liegen.

Ein Titel fehlt nur noch zum Rekord von Michael Schumacher, der sieben WM-Titel gewinnen konnte. Hamilton fühlt sich trotz seiner 34 Jahre “fit wie nie”, der Schumacher-Rekord treibt den Engländer an.

Während die Freude bei Lewis Hamilton groß war, zeigte sich Ferrari enttäuscht. Sebastian Vettel schied vorzeitig aus, Charles Leclerc fuhr meilenweit hinterher. Dementsprechend bedient äußerten sich die Scuderia-Piloten.

SPORT1 fasst die Stimmen von Sky und RTL sowie von der Pressekonferenz und aus der Boxengasse zusammen.

Valtteri Bottas (Mercedes, Rang 1): “Ich freue mich über diesen Sieg. Es hat nicht ganz gereicht (zum WM-Titel, Anm. d. Red.). Ich war mir nicht sicher, welche Strategie besser sein würde. Aber zum Glück hat es gereicht. Ich habe mein Ziel dieses Jahr nicht erreicht. Aber Lewis verdient das. Er ist eine starke Saison gefahren. Ich habe mich seit gestern sehr wohl gefühlt hier im Auto. Ein toller Sieg für mich. Riesen Gratulation an Lewis. Ich habe mein Ziel in diesem Jahr verfehlt, aber es gibt ein nächstes Jahr. Ich werde es wieder versuchen.” (Fahrerwertung der Formel 1)

Lewis Hamilton (Mercedes, Rang 2): “Ich wollte heute einfach das schlechte Qualifying wiedergutmachen und den Doppelsieg für uns holen. Ich dachte nicht, dass ein Stopp möglich sein würde. Aber ich habe alles unternommen, damit es funktioniert. Ich habe so hart gepusht wie möglich, aber die Reifen waren am Ende durch und ich konnte mich nicht mehr wehren.”

über den WM-Titel: “Ich bin jetzt sehr emotional, ich denke an so viele Menschen, an das Team, die Jungs in der Fabrik, meine Familie, meine Eltern, meinen Bruder, meinen Onkel. Mein Vater hat mir als ich sechs, sieben Jahre alt war gesagt: ‘Gib niemals auf.’ Das ist unser Familienmotto. Ich weiß nicht, wie viele Titel möglich sind, aber als Sportler fühle ich mich so fit wie nie. Ich werde wieder angreifen.”

über die Saison 2019: “Das ist noch nicht so richtig bei mir angekommen. Ich bin noch völlig in Gedanken, ich schwebe auf Wolke sieben. Das war ein so hartes Jahr, mental noch schwerer als alle anderen Jahre. Ich danke Mercedes für die Unterstützung, dass sie immer an mich geglaubt haben. So viele Leute haben einen großen Anteil an diesem Erfolg. Ich bin allen so dankbar. Es gibt nur 20 Menschen auf der Welt, die diese Chance überhaupt bekommen. Ich bin sehr dankbar, dass ich einer von ihnen bin.”

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über die Rekorde von Michael Schumacher: “Michael einzuholen war für mich nie ein Ziel. Ich denke gar nicht an Rekorde und dergleichen. Ich hatte gedacht, auch nur in die Nähe von Michael zu kommen, wäre kaum möglich. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich meinen ersten Titel gewann, dann den zweiten. war so weit weg. Und auch wenn dieser Rekord jetzt so nah zu sein scheint, er ist doch noch weit weg.”

Max Verstappen (Red Bull, Rang 3): “Wir haben unser Bestes gegeben. Sie waren heute einfach ein bisschen schneller. Dennoch war es ein gutes Rennen für mich, ich habe die Mercedes im Blick gehabt. Ich bin zufrieden. Platz zwei wäre vielleicht sogar noch drin gewesen, aber es ist schön, auf dem Podium zu stehen. Lewis macht das phänomenal, sechs Titel sind unglaublich.”

Charles Leclerc (Ferrari, Rang 4): “Ich weiß nicht, was heute los war. Irgendwas ist nicht in Ordnung gewesen. Die Reifen vorne waren ganz komisch, die habe ich nicht zum Arbeiten bekommen. Ich habe unheimlich zu kämpfen gehabt.” (Teamwertung der Formel 1)

Sebastian Vettel (Ferrari, Ausfall): “Es war ganz komisch, weil direkt nach dem Start hatte ich überhaupt keinen Grip und musste viele Autos durchlassen, bis ich meinen Rhythmus gefunden habe. Dann hat es an einer Bodenwelle einen Knacks gemacht, irgendetwas ist wohl gebrochen. Das ist natürlich bitter, Ich habe nichts anders gemacht in dieser Runde. Das ist ärgerlich. Es geht immer noch um den 3. Platz, und dann ist es ärgerlich, dass man so früh aus dem Rennen genommen wird.”

über Hamilton: “Er ist schon lange dabei, und er ist einer der erfolgreichsten Piloten. Ich denke, dass man ihn direkt nach Michael (Schumacher) nennen muss.”

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): “Er ist vielleicht der beste Fahrer, der jemals existierte. Ich wünsche mir in seiner Heimat England mehr Wertschätzung für ihn. Der sechste Team- und der sechste Fahrertitel in Folge, wir haben die Nadel ein bisschen verschoben, aber alle Rekorde sind dafür da, gebrochen zu werden.”

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über Hamiltons Karriere: “Wenn Nico nicht einmal dagegengehalten hätte, wäre Lewis bei sieben. Wir werden weiter hart arbeiten. Ich glaube, Ferrari hatte einen Seuchentag, das schlechteste Rennergebnis des ganzen Jahres. Ich weiß nicht, ob es ein Setup-Problem war oder mit der neuen FIA-Regelung zusammenhängt. Niki (Lauda) kommt mir die ganze Zeit in die Gedanken, aber dann kommt mir auch sein Pragmatismus in den Kopf: Gewonnen – und? Schauen wir aufs nächste Jahr.”

Mattia Binotto (Ferrari-Teamchef): “Wir kamen nicht auf Tempo. Die Gründe dafür kennen wir noch nicht. Irgendwas hat beim ersten Stint nicht gepasst. Danach war unser Rennen gelaufen, wenngleich die Pace im zweiten und dritten Stint gepasst hat. Wir hatten mehr erwartet. Ein enttäuschender Tag für uns.”

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"Inakzeptabel!" Piloten üben heftige Kritik an Strecke in Austin

Die Formel-1-Fahrer haben den schlechten Zustand der Rennstrecke in Austin/Texas aufs Heftigste beklagt. “Es ist mit der schlechteste Zustand, den wir haben in der Formel 1. Bodenwellen sind normal, aber manche sehen wie Schanzen aus”, sagte Ferrari-Pilot Sebastian Vettel nach dem Freitagstraining auf dem Circuit of the Americas. (Formel 1: Großer Preis der USA in Austin am Sonntag um 20.10 Uhr im LIVETICKER)

Der Untergrund habe im Vergleich zu den vergangenen Jahren weitere Bodenwellen aufgebaut, führte der viermalige Weltmeister aus.

Grosjean fliegt ab – Vettel dreht sich

Der amtierende Champion Lewis Hamilton stimmte ein. “Das ist die unebenste Strecke, auf der ich je gefahren bin. Ich hatte nach dem ersten Training Kopfweh”, sagte der Brite, der im Mercedes die Tagesbestzeit hinlegte. Bodenwellen an sich seien “keine schlimme Sache, das verleiht einer Strecke Charakter. Aber das hier ist wirklich extrem.”

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Der Mexikaner Sergio Perez bezeichnete die Strecke gar als “inakzeptabel.” Auf den Bodenwellen könne sich “jemand verletzten. Wir haben auch gesehen, dass einige Fahrer bei hoher Geschwindigkeit abgeflogen sind. Das lag an diesen Bodenwellen”, meinte der Racing-Piont-Pilot.

So war für den Franzosen Romain Grosjean (Haas) der zweite Teil des Freitagstrainings nach einem heftigen Abflug früh beendet. Unter anderem Vettel drehte sich spektakulär in untypischer Situation.

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Hamilton dominiert in Austin – Vettel nur Vierter

Lewis Hamilton hat sich schon im Training zum Großen Preis der USA in der Form eines würdigen Weltmeisters präsentiert.

Der britische Mercedes-Star, der auf seiner Lieblingsstrecke in Austin/Texas nach seinem sechsten WM-Titel greift, brillierte am Freitag bei ungewöhnlich kühler Witterung in der Tagesbestzeit von 1:33,232 Minuten und unterstrich seine Favoritenrolle auf dem fordernden Circuit of the Americas.

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel kam nicht über Rang vier (+0,658 Sekunden) hinaus und musste dabei seinem Teamkollegen Charles Leclerc (Monaco/+0,301) und dem niederländischen Jubilar Max Verstappen (Red Bull/+0,315) vor dessen 100. Grand Prix den Vortritt lassen.

Bottas auf Rang fünf

Hinter dem Heppenheimer Vettel auf Rang fünf landete Hamiltons Teamkollege und letzter verbliebener WM-Herausforderer Valtteri Bottas (Finnland/+0,813). Der Emmericher Nico Hülkenberg belegte im Renault den 13. Platz (+1,756).

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Rang acht im Rennen am Sonntag (ab 20.10 Uhr im SPORT1-LIVETICKER) reicht Hamilton, um sich aus eigener Kraft die Krone aufzusetzen. Wenn Bottas nicht gewinnt, muss der Brite für den Titelgewinn nicht einmal ins Ziel kommen.

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