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Trotz Vettel-Patzer: Räikkönen vertagt Hamiltons WM-Party

Sebastian Vettel sah betreten zu, wie Lewis Hamilton Austin-Überraschungssieger Kimi Räikkönen genüsslich mit Champagner vollspritzte.

Die WM-Entscheidung zugunsten Hamiltons ist nach dem ersten Formel-1-Erfolg von Vettels Ferrari-Teamkollege seit 2044 Tagen vertagt. (Service: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Dank eines weiteren Patzers von Vettel beim Großen Preis der USA kann Mercedes-Star Hamilton den angestrebten fünften WM-Titel schon nächste Woche in Mexiko mit Platz sieben perfekt machen.

Hamilton gratuliert Sieger Räikkönen

“Glückwunsch an Kimi, er hat eine großartige Leistung gezeigt und keinen Fehler gemacht”, sagte Hamilton also und war selber nicht unzufrieden über seinen dritten Platz.

“Mehr war nicht drin am Ende”, sagte der 33-Jährige, der wegen abbauender Reifen einen Boxenstopp mehr einlegen musste als die Konkurrenten an der Spitze: “Ich bin happy, in die Top drei gekommen zu sein.”

Vettel vertagte die WM-Entscheidung zwar mit seinem vierten Platz, doch Hamiltons Krönung ist nur aufgeschoben. “Wir werden weiter hart pushen”, sagte er. Zweiter wurde Max Verstappen nach einer Galavorstellung, der Niederländer raste im Red Bull von Startplatz 18 auf das Podium.

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Frustrierter Vettel hadert mit sich

Während “Iceman” Räikkönen seinen Triumph ganz cool genoss, mit dicker Sonnenrille auf der Nase während der Siegerehrung, war Vettel völlig frustriert.

“Klar bin ich auch auf mich selber sauer. Das muss nicht sein. Ich muss es mir noch einmal anschauen”, sagte der Heppenheimer bei RTL, nachdem er sich kurz nach dem Start einen unnötigen Dreher geleistet hatte. “Wir hätten heute mehr Kapital aus den Schwächen der Mercedes schlagen können”, sagte er: “Im Moment überwiegt die Enttäuschung.”

Vettel lieferte erneut kein sauberes Rennen ab – wie so oft in dieser Saison. Nachdem er wegen einer Strafe nur von Platz fünf gestartet war, wollte sich der Ex-Weltmeister nach wenigen Metern dann an Daniel Ricciardo im Red Bull vorbeiquetschen, doch dabei ging er wie so oft in dieser Saison zu viel Risiko ein.

Die beiden ehemaligen Teamkollegen kollidierten, Vettel fiel zurück und musste eine verzweifelte Aufholjagd starten.

Ferrari-Teamkollege leistet Schützenhilfe

Umso bitterer, weil Räikkönen im zweiten Ferrari seinem Kumpel Schützenhilfe gab. Der Finne, auf den weicheren Ultrasoft-Reifen gestartet, drängte sich in der ersten Kurve an Polesetter Hamilton vorbei. Dank eines cleveren Boxenstopps während der Safety-Car-Phase verlor Hamilton aber deutlich weniger Zeit bei seinem Stopp und übernahm wieder die Führung.

Allerdings bauten Hamiltons Pneus dann massiv ab – auch weil er vor Räikkönens Stopp einige Zeit lang hinter diesem herfuhr und dabei wertvolle Zeit verlor. Hamilton musste sich deshalb neue Reifen holen und kam nur drei Sekunden vor Vettel wieder auf die Strecke. Seinen Kollegen Valtteri Bottas vor ihm “überholte” er schnell, danach jagte er Verstappen und Räikkönen vergeblich. Nico Hülkenberg wurde im Renault Sechster.

Trotz des kleinen Rückschlags in den USA steuert Hamilton weiter auf seinen fünften WM-Titel zu. Holt der 33-Jährige in Mexiko fünf Punkte, ist ihm die WM nicht mehr zu nehmen. Bereits in der Vorsaison hatte der Brite die WM in Mexiko-Stadt perfekt gemacht. (Service: Der Rennkalender der Formel 1)

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USA-GP: Zwei F1-Fahrer disqualifiziert

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Zwei F1-Fahrer in Austin nachträglich disqualifiziert

Nach dem Großen Preis der USA sind Kevin Magnussen und Esteban Ocon von der Rennleitung nachträglich disqualifiziert worden. (Der Große Preis der USA im LIVETICKER zum Nachlesen)

Magnussen, der im Haas als Neunter ins Ziel kam, hatte während des Rennens mehr als die erlaubten 105 Kilogamm Benzin verbraucht und wurde daher folgerichtig aus der Wertung genommen. (Service: Die Fahrerwertung der Formel 1). Der Däne zeigte sich nach der Entscheidung wenig einsichtig.

“Wir waren wohl eher in der Formel Spritsparen unterwegs. Wir haben 0,1 Kilogramm zu viel Sprit verbraucht und wurden disqualifiziert. Regeln sind Regeln, wir müssen es besser machen”, sagte Magnussen nach dem Rennen. 

Ericsson, Hartley und Perez profitieren

Wenige Minuten zuvor wurde bereits der achte Rang von Force-India-Pilot Esteban Ocon aberkannt, da er in der ersten Runde eine zu hohe Benzin-Durchflussmenge hatte.

Profiteure der Disqualifikationen sind Toro-Rosso-Pilot Brendon Hartley und Marcus Ericsson im Sauber, die in die Punkteränge nachrückten. Zum ersten Mal seit 2011 wurden zwei Fahrer nachträglich aus der Wertung genommen. Zudem rückte Ocons Teamkollege Sergio Perez im Force India von ursprünglich Rang neun eine Position nach vorne.

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Mercedes-Boss warnt: "Ferrari ist eine eigene Liga"

Weltmeister Lewis Hamilton ist womöglich nur noch 56 Runden von seinem fünften WM-Titel entfernt: Mit der Pole für den Großen Preis der USA hat der Mercedes-Pilot jedenfalls einen weiteren großen Schritt in Richtung Titelverteidigung gemacht – vor allem, da Rivale Sebastian Vettel nur von Rang fünf startet.

Dennoch geht man bei Mercedes vorsichtig ins Rennen. Während Hamilton von einem Kampf auf Augenhöhe spricht, sieht Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff die Scuderia auf den Geraden sogar “in einer eigenen Liga”. Auch bei der Strategie sind die Silberpfeile seiner Meinung nach im Nachteil.” (Formel 1: Rennen in Austin ab 20.10 Uhr im LIVETICKER)

Bei Ferrari ärgert man sich, dass sowohl Vettel als auch Räikkönen die Pole knapp verpasst haben. Mit der Pace sind beide Fahrer aber zufrieden. Vor allem der viermalige Weltmeister zeigt sich erleichtert, dass man auch im Qualifying wieder einmal mit Mercedes mithalten konnte.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying von n-tv, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 1: “Das war ganz schön eng. Ich war einfach das kleine bisschen besser, das ich brauchte. Das war sehr wichtig. Vor dem letzten Run wusste ich, dass es zwischen Sebastian und mir auf Messers Schneide steht und dass es solide Runden erfordern würde. Es gab ein paar Rennen, wo wir uns in der zweiten Runde nicht verbessert haben. Deswegen wollte ich heute unbedingt eine bessere Runde fahren. Ich freue mich über das Ergebnis. Diese Strecke ist unglaublich, in diesem Jahr noch einmal eine ganz neue Welt. Das bisherige Wochenende zeigt: Leistungsmäßig liegen wir jetzt (mit Ferrari, Anm. d. Red.) gleichauf. Schon kleine Verbesserungen können dich nach vorne bringen.”

Kimi Räikkönen (Ferrari), Startplatz 2: “Es war insgesamt ein positiver Tag. Wir waren ziemlich nahe dran. Letztendlich haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. Ich fühle mich gut im Auto. Morgen werden wir alles versuchen. Ich habe nichts zu verlieren. Wir versuchen, einen guten Start hinzulegen. Dann schauen wir, was drin ist. Es sollte ganz gut laufen. Denn heute bin ich gut zurechtgekommen mit dem Auto.” (SERVICE: Die Fahrerwertung im Überblick)

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 5: “Sehr schade, dass wir es um sechs Hundertstelsekunden verpasst haben. Die findest du im Prinzip immer irgendwo. Aber ich freue mich, dass wir im Trockenen unsere Pace wohl wieder gefunden haben. Mit meinen Runden war ich zufrieden. Es war überraschend eng. Das hatten wir so nicht erwartet. Leider kann ich an der Strafe nichts mehr ändern. Ich bin dennoch froh, dass wir konkurrenzfähiger sind als zuletzt in Russland und Japan, das macht Mut für das Rennen.”

Nico Hüllenberg (Renault), Startplatz 7: ”Das brauchen wir wirklich (Erfolgserlebnis, Anm. d. Red.). Ich denke, es ist möglich. Einfach wird es nicht, weil wir viele gute Autos rund um uns haben, aber verstecken müssen wir uns auch nicht. In Suzuka hat Carlos (Sainz, Anm. d. Red.) einen Punkt geholt, und das war eine schwierigere Strecke für uns. Das war echt motivierend. Hier sollte es besser für uns laufen.”

Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 13: “Ich kann es kaum nachvollziehen. Es ist ja auch sonst jeder im Qualifying über die orangen Randsteinen an den Kurvenausgängen gefahren. Kein anderes Auto ist deshalb kaputtgegangen. Wir schauen uns an, was drin ist, oder kassieren eine Strafe. Unser Tempo in den Rennen ist immer ein Stück konkurrenzfähiger. Daher hoffe ich, dass wir zügig durch das Mittelfeld pflügen. So wie im vergangenen Jahr.”

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Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): “Der Ferrari ist auf den Geraden eine eigene Liga. Das heißt, sie werden sich morgen mit dem Überholen leichter tun – und hier kann man gut überholen. Das ist noch lange nicht zu Ende. Ich sage immer, dass man sie nicht abschreiben darf. Ihr habt gesagt, sie implodieren, aber so funktioniert das nicht.”

…zum möglichen Reifenvorteil von Kimi Räikkönen, der auf Ultrasofts startet: ”Da haben wir einen Nachteil. Das ist alles nicht ganz einfach für morgen, aber wir schauen, dass wir das Beste daraus machen.”

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Vettels letzte Chance auf Hamiltons Lieblingskurs

Weltmeister Lewis Hamilton kann bereits beim Großen Preis der USA seinen fünften WM-Titel unter Dach und Fach bringen. Dafür müsste der Mercedes-Pilot beim Großen Preis der USA acht Punkte mehr als Verfolger Vettel einfahren (Formel 1, Rennen: Großer Preis der USA ab 20.10 Uhr im LIVETICKER).

Doch von einer vorgezogenen Party will Hamilton noch nichts wissen. “Es fühlt sich wie ein weiteres Rennwochenende für uns an. Wir haben ein einfaches Ziel – gewinnen”, sagte der Brite. Er verschwende keinen Gedanken an Rechenspiele, sondern wolle “abliefern”.

Dies gelang Hamilton im Qualifying eindrucksvoll. Mit einem neuen Streckenrekord holte er sich die Pole.

Vor dem viertletzten Saisonrennen hat Hamilton zudem bereits 67 Punkte Vorsprung auf seinen Rivalen Sebastian Vettel im Ferrari, der wegen einer Rückversetzung nur von Rang 5 ins Rennen geht. 

Vettel verliert Glauben an WM-Wunder

Angesichts des großen Rückstands scheint selbst Vettel den Glauben an das WM-Wunder langsam zu verlieren. Es werde “nicht so einfach, dass wir das hinkriegen”, sagte der Heppenheimer. Auch wenn er die noch ausstehenden Rennen gewinnen sollte, “weiß jeder, dass es nicht nur an uns hängt.”

Und genau deshalb sollten sich Ferrari-Fans wohl keine allzu große Hoffnungen mehr machen: Aus den letzten sieben Rennen schnappte sich Hamilton unglaubliche 168 von 175 möglichen Punkten, einen Acht-Punkte-Rückstand nach seinem Heimrennen in Silverstone verwandelte er in einen Vorsprung von 67 Zählern. 

Dazu weiß Hamilton, dass er in Austin kaum zu schlagen ist. Seit 2014 hat er hier auf dem Circuit of the Americas immer gewonnen, fünf Siege in Serie bei dem gleichen Grand Prix hat bisher nur sein großes Idol Ayrton Senna geschafft – der Brasilianer gewann in Monaco von 1989 bis 1993.

Die Formel 1 2018 LIVE im TV, Stream, Ticker

In dieser Saison laufen die Rennen nur beim Free-TV-Sender RTL. Der Pay-TV-Sender Sky hat sich nach den gescheiterten Verhandlungen über eine Exklusivübertragung aus der Formel 1 zurückgezogen. 

Das Formel-1-Wochenende in USA können die Fans auch über den offiziellen Livestream der Formel 1, F1 TV Pro, verfolgen. Dort werden alle Sessions, die Pressekonferenzen und Interviews übertragen.

SPORT1 berichtet LIVE im Formel 1-Ticker von den Trainings, Qualifying und Rennen

Der Zeitplan des F1-Grand-Prix von USA im Überblick:

Sonntag:
20.10 Uhr: Rennen im TV bei RTL und im LIVETICKER auf SPORT1.de

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Strafe für Vettel – Hamilton dominiert Regen-Training

Lewis Hamilton fuhr kurz aus der Garage, drehte im Regen die schnellste Runde und verschwand schon vor dem Ende des Trainings wieder in der warmen und trockenen Team-Unterkunft. 

Unbeeindruckt von den miesen Bedingungen in Austin hat der Mercedes-Pilot vor der möglichen WM-Entscheidung beim Großen Preis der USA (Formel 1: Der Große Preis der USA ab 20.10 Uhr im LIVETICKER) ganz lässig seine Topform unterstrichen.

Hamilton fuhr auf nasser Strecke im freien Training mit Abstand die schnellste Runde (1:47,502 Minuten) und distanzierte seinen Rivalen Sebastian Vettel im Ferrari um knapp zwei Sekunden. Der Heppenheimer wurde lediglich Fünfter (1:49,489) und muss sich steigern, wenn er die Titelentscheidung vertagen will.

Rückschlag für Vettel

Auf dieser Mission Impossible musste Vettel zudem einen weiteren Rückschlag einstecken. Der 31-Jährige wird in der Startaufstellung zum Rennen um drei Plätze strafversetzt, weil er im ersten freien Training unter Roter Flagge zu schnell unterwegs war. Das gaben die Rennkommissare nach einer Anhörung von Vettel bekannt. Das Qualifying wird am Samstag (ab 23 Uhr im LIVETICKER) ausgetragen.

“In meinen Augen bin ich gleich ausreichend vom Gas gegangen, in den Augen der Stewards offenbar nicht”, sagte Vettel: “Sie meinen 27,7 Sekunden hat das gedauert. Der Rückstand auf den Vordermann hat sich sogar vergrößert, das System ist nicht perfekt. Gestern gab es schon Probleme.”

Hamilton vor WM-Titel

Hamilton, der auch in der zweiten Session unter noch schlechteren Bedingungen das Maß der Dinge war, könnte sich schon am Sonntag zum fünften Mal zum Weltmeister krönen. Der Titelverteidiger aus England geht nach sechs Siegen aus den letzten sieben Rennen mit 67 Punkten Vorsprung in den Grand Prix auf seiner Lieblingsstrecke. (Service: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Holt der 33-Jährige acht Zähler mehr als Vettel, ist ihm die WM nicht mehr zu nehmen. Und in Austin ist Hamilton fast unschlagbar: Hier feierte er zuletzt vier Siege in Serie.

Hinter Hamilton reihten sich Valtteri Bottas (Finnland) im zweiten Silberpfeil und Red-Bull-Mann Max Verstappen (Niederlande) ein. Der Emmericher Nico Hülkenberg (31) machte im Renault keine gute Figur und landete insgesamt auf Rang 19.

Vettel: “Aufgeben ist keine Option”

Vettel weiß, dass er kaum noch eine Chance auf den ersehnten ersten Titel in Rot hat. Seinem Rivalen vorzeitig gratulieren, will er aber auch nicht. “Zu Hause bleiben ist keine Option. Aufgeben ist keine Option”, sagte er und hofft, die Entscheidung mit einem Sieg in den USA noch einmal zu vertagen: “Das muss das Ziel sein.”

Doch Hamilton fährt seit Wochen in absoluter Topform, im Vergleich zu Vettel leistete er sich nicht den kleinsten Wackler. ”Lewis hat mit sechs Siegen aus den letzten sieben Rennen bewiesen, welche Extraklasse er besitzt”, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: “Er ist sowohl auf der Strecke als auch abseits davon ein kompletterer Fahrer denn je zuvor”.

Hamilton rechnet mit Vettel

Doch kalt gestellt hat Hamilton den Champagner für die Feier zu seinem fünften Titel noch nicht. Es sei ein Rennen wie jedes andere, dass er gewinnen will. Und er rechnet mit einem starken Vettel. “Ich erwarte, dass Ferrari dieses Wochenende hart zurückschlagen wird”, sagte Hamilton: “Wir können uns nicht zurücklehnen.”

Die Bedingungen im ersten Training in Texas erinnerten teilweise an das Jahr 2015. Damals tobten fast das gesamte Wochenende Unwetter, das Qualifying musste wegen der Wassermassen sogar von Samstag auf den Sonntagvormittag vor dem Rennen verschoben werden. Den Sieg holte sich dann Hamilton, der sich damit im Duell mit seinem Teamkollegen Nico Rosberg den dritten WM-Titel sicherte.

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Rückschlag für Vettel: Strafversetzung im WM-Duell mit Hamilton

Ferrari-Star Sebastian Vettel (31) muss vor der möglichen WM-Entscheidung im Titelkampf mit Lewis Hamilton (Mercedes) einen herben Rückschlag einstecken.

Der Heppenheimer wird in der Startaufstellung zum Großen Preis der USA (Formel 1: Großer Preis der USA am So. ab 20.10 Uhr im LIVETICKER) um drei Plätze strafversetzt, weil er im ersten freien Training unter Roter Flagge zu schnell unterwegs war. Das gaben die Rennkommissare nach einer Anhörung von Vettel bekannt.

“In meinen Augen bin ich gleich ausreichend vom Gas gegangen, in den Augen der Stewards offenbar nicht”, sagte Vettel: “Sie meinen 27,7 Sekunden hat das gedauert. Der Rückstand auf den Vordermann hat sich sogar vergrößert, das System ist nicht perfekt. Gestern gab es schon Probleme.”

Damit wird es für Vettel noch schwieriger, die Entscheidung in der WM noch einmal zu vertagen. Hamilton könnte schon am Sonntag seinen fünften WM-Titel einfahren. Der Titelverteidiger geht mit 67 Punkten Vorsprung in das Rennen auf seiner Lieblingsstrecke, holt er acht Zähler mehr als Vettel, ist ihm die WM nicht mehr zu nehmen.

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Das Qualifying wird am Samstag (Formel 1: Qualifying zum Großen Preis der USA am Sa. ab 23 Uhr im LIVETICKER) ausgetragen.

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Hamilton traut Schumacher Sprung in Formel 1 zu

Weltmeister Lewis Hamilton (33) glaubt an eine Zukunft von Mick Schumacher (19) in der Formel 1.

Der Mercedes-Star ist sich zu “100 Prozent sicher”, dass ein Schumacher bald wieder in der Königsklasse vertreten ist: “Einerseits wegen des Namens, aber andererseits auch, weil er einen tollen Job macht.”

Mick Schumacher, Sohn von Rekordweltmeister und Formel-1-Ikone Michael Schumacher, hatte in diesem Jahr den Titel in der Formel 3 geholt. Er habe “offensichtlich eine Menge Talent”, sagte Hamilton und “ist ein guter Junge”.

Hamilton: Name keine Bürde für Mick

Den Namen Schumacher empfindet Hamilton dabei nicht als Bürde für Mick. Wenn er selber einmal Nachwuchs bekommen sollte, könnte er sich für Hamilton junior auch eine PS-Karriere vorstellen. “Selbst wenn ich ein Kind habe und es nicht so gut ist, kann es aufgrund des Namens in die Formel 1 kommen”, sagte er im Scherz.

Auch Ex-Weltmeister Fernando Alonso (37) würde sich über den Karrieresprung von Mick Schumacher auf die ganz große Bühne freuen.

Alonso: “Die Ergebnisse sprechen für sich”

“Es wäre fabelhaft für den Sport, wenn der Name Schumacher wieder in der Formel 1 wäre. Mal sehen, was die Zukunft für ihn bringt”, sagte der McLaren-Pilot: “Ich sehe nur von außen, wie er sich entwickelt, aber die Ergebnisse sprechen für sich.”

Alonso appellierte aber auch, den jungen Schumacher “nicht zu sehr unter Druck” zu setzen, “denn mit diesem Namen hat er schon Druck genug. Wie gut er wirklich ist, wird die Zeit zeigen.”

Theoretisch wäre für Mick Schumacher der Sprung in die Königsklasse möglich, wahrscheinlicher ist es aber, dass er 2019 in die Formel 2 aufsteigt.

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Titelgewinn? Hamilton stapelt tief

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton (33) will von einer möglichen WM-Titelparty bereits am Sonntag nach dem Großen Preis der USA (Formel 1: Großer Preis der USA ab 20.10 Uhr im LIVETICKER) nichts wissen. 

“Es fühlt sich wie ein weiteres Rennwochenende für uns an. Wir haben ein einfaches Ziel – gewinnen”, sagte der Brite. Er verschwende keinen Gedanken an Rechenspiele, sondern wolle “abliefern”.

Hamilton hat vor dem viertletzten Saisonrennen 67 Punkte Vorsprung auf seinen Rivalen Sebastian Vettel (31) im Ferrari. Holt Hamilton in Austin acht Punkte mehr als der Heppenheimer, ist ihm sein fünfter WM-Titel nicht mehr zu nehmen.

Merces habe Silberpfeil “immer weiter verbessert”

Dass der Brite die WM einfährt, scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Der Titelverteidiger präsentiert sich seit Wochen in absoluter Topform. Eine echte Erklärung dafür, dass er Vettel zuletzt abhängen konnte, habe er nicht. Aber das Team habe seinen Silberpfeil “immer weiter verbessert”, sagte Hamilton, der aus den letzten sieben Rennen unglaubliche 168 von 175 möglichen Punkten holte.

Dadurch verwandelte er einen Acht-Punkte-Rückstand nach seinem Heimrennen in Silverstone in einen komfortablen Vorsprung auf Vettel. Zudem gewann Texas-Experte Hamilton zuletzt viermal in Serie in Austin.

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So macht Vettel das Weltmeister-Wunder doch noch wahr

So wird Vettel Weltmeister – Konstellationen zum Durchklicken:

Lewis Hamilton steht quasi als Weltmeister fest, zu groß scheint der Vorsprung des Mercedes-Piloten vier Rennen vor dem Ende. Doch theoretisch hat Sebastian Vettel immer noch die Chance, das Wunder zu schaffen und am Briten vorbei zu ziehen. (Fahrerwertung der Formel 1)

Der Deutsche könnte sich sogar noch einen Ausfall leisten – und trotzdem noch den Titel einfahren. SPORT1 hat ein paar Szenarien durchgerechnet, wie Vettel sich doch noch zum Champion krönt.

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Arrivabene sicher: Vettel holt WM-Titel mit Ferrari

Ferraris Teamchef Maurizio Arrivabene ist trotz der schwierigen Phase für seinen Rennstall überzeugt, dass Sebastian Vettel mit der Scuderia den WM-Titel erobern wird.

“Vettel wird früher oder später mit Ferrari Weltmeister werden”, sagte der Teamchef bei dem von der Gazzetta dello Sport organisierten “Festival des Sports” im norditalienischen Trient am Sonntag.

Zudem zog Arrivabene Parallelen zwischen Vettel und Michael Schumacher. “Wenn ich Vettel in meinen Kopfhörern vom Auto aus sprechen höre, kommt es mir vor, als würde ich mit Schumacher sprechen”, sagte der 61-Jährige. Beide seien sehr italiensch veranlagt. “Sie kamen nach Maranello, um die Ferrari-Luft zu atmen”, sagte Arrivabene.

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Als Fahrer von Red Bull wurde Vettel von 2010 bis 2013 viermal in Serie Champion. Bei Ferrari wartet der Heppenheimer, der in dieser Saison bei noch vier verbleibenden Rennen 67 Punkte Rückstand auf WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton hat, noch auf seinen ersten Titel. (SERVICE: Fahrerwertung)

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